Sieg im Kreispokal für Trainer Carsten Weber (Mitte) und Türk Gücü Friedberg. Nun wartet mit dem Gastspiel des Hünfelder SV auch der (verspätete) Start in die Hessenliga-Saison auf die Kreisstädter. FOTO: NICI MERZ
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Sieg im Kreispokal für Trainer Carsten Weber (Mitte) und Türk Gücü Friedberg. Nun wartet mit dem Gastspiel des Hünfelder SV auch der (verspätete) Start in die Hessenliga-Saison auf die Kreisstädter. FOTO: NICI MERZ

Auftakt für Türk Gücü Friedberg

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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(ub). Wer dachte, der Weg zur Hessenliga-Meisterschaft werde in der Saison 2020/2021 nur über die Fußballer der SG Barockstadt Fulda/Lehnerz führen, der sah sich nach dem glatten 2:0-Sieg der Osthessen beim letztjährigen Rangdritten FC Eddersheim durchaus bestätigt.

Aus Wetterauer Sicht bot Spieltag Nummer eins Erfreuliches, denn der FV Bad Vilbel zählte nach dem knappen 1:0-Auswärtserfolg über den SV Neuhof zusammen mit Fulda, Rot-Weiß Hadamar, dem SV Steinbach, dem SC Waldgirmes und Hessen Dreieich zu jenen sechs Vereinen, die drei Punkte zum Saisonauftakt verbuchten. Ob die Brunnenstädter davon profitieren können, entscheidet sich am Samstag zur Heimspiel-Premiere auf dem Niddasportfeld gegen den KSV Baunatal.

Den perfekten Rundenauftakt strebt am Sonntag mit Türk Gücü Friedberg auch der zweite heimische Hessenligist auf dem Ober-Rosbacher Sportplatz Eisenkrain gegen den Aufsteiger Hünfelder SV an. Für TG-Coach Carsten Weber und seine Mannschaft fiel die Saison-Ouvertüre beim FC Hanau 93 wegen der dort herrschenden, aber inzwischen wieder aufgehobenen Corona-Beschränkungen bekanntlich ins Wasser. Ähnliches ist an diesem Wochenende nicht zu erwarten. Am Mittwochabend gelang der Weber-Truppe mit dem 3:2-Sieg nach Verlängerung im Kreispokalfinale gegen Gruppenligist Türkischer SV Bad Nauheim immerhin der perfekte Pflichtspieleinstand in die neue Saison, wenngleich der Pokalwettbewerb noch der aus der vergangenen Runde war, die im März wegen der Corona-Pandemie hatte unterbrochen werden müssen.

FV Bad Vilbel - KSV Baunatal (Samstag, 15 Uhr):Dass den "Grün-Weißen" vor Wochenfrist Jeff Thielmanns Treffer aus der Anfangsphase reichte, um gegen den in der Offensive schwachen SV Neuhof das bessere Ende für sich zu behalten, passte Bad Vilbels Coach Amir Mustafic natürlich perfekt ins Konzept: "Klar, ich war zufrieden. Aber wir stehen erst am Anfang, und es gibt noch viele Dinge, die wir verbessern müssen", sagt er. Eben deshalb sieht der FV-Übungsleiter sein Team gegen den KSV Baunatal, der vor Wochenfrist eine empfindliche 1:4-Heimschlappe gegen den SV Steinbach akzeptieren musste, keineswegs in der Favoritenrolle: "Eher das Gegenteil ist der Fall, zumal die Nordhessen über eine eingespielte Truppe mit jeder Menge Erfahrung verfügen." Gleichwohl habe sich die Personalsituation weiter verbessert: "Thorben Knauer hat wieder trainiert. Er und Edvin Hamzic, der in Neuhof ebenfalls fehlte, stoßen wahrscheinlich wieder zum Kader", informiert Mustafic. Dadurch reduzieren sich die Bad Vilbeler Ausfälle auf Dalibor Pandza (gesperrt) und Mehmet Yildirim (Bänderriss).

FV Bad Vilbel: Orband (Steinbrecher), Saso, Gashi, Emmel, Tiago, Tochihara, Biehrer, Safaridis, Thielmann, Toskovic, Bouembe, Knauer, Hamzic, Dogan, Boukayouh, Lahchaychi, Tekle, Malkiewicz, Cichutek.

Türk Gücü Friedberg - Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr in Ober-Rosbach):Acht Testspiele mit sechs Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage gegen den Regionalligisten FC Bayern Alzenau, dazu das sicher gewonnene Kreispokal-Halbfinale gegen den FC Karben sowie am Mittwochabend der Kreispokal-Finalsieg in Burg-Gräfenrode gegen den Türkischen SV Bad Nauheim: Über einen Mangel an Einsatzzeiten brauchten sich die Spieler des Türk Gücü-Kaders in den vergangenen Wochen seit der Aufhebung der strengsten Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie gewiss nicht zu beschweren.

Positionskämpfe

Gleichwohl sind Hessenliga-Pflichtspiele für TG-Trainer Carsten Weber und seine Mannschaft noch mal eine Nummer größer, auch wenn der Auftakt-Rivale Hünfelder SV, der mit einem 1:1-Remis gegen Rot-Weiß Walldorf ins neue Spieljahr gestartet ist, gewiss kein Top-Team der höchsten hessischen Spielklasse ist. Beim Ermitteln der idealen Besetzung fürs Sonntag-Duell verfolgt Weber ein klares Konzept: "Was zählt sind die Trainingseindrücke und die Leistungen in den Testspielen." Teamintern seien mindestens zwei Positionen noch umstritten. Spieler, die gesetzt sind, hat Weber ebenso parat. Dieser Fraktion gehören etwa Noah Michel im Angriffszentrum, Timo Cecen im Mittelfeld sowie Patrick Schorr und Julian Scheffler im Defensivbereich an.

Türk Gücü Friedberg: Koob (Myumyunov), Auer, Schorr, Weigand, Scheffler, Eren, Cecen, Fukuhara, Hagley, Printemps, Michel, Dudda, Usic, Jan-Philipp Häuser, Marra, Kwonsu Lee, Tahirovic, Houdek, Janis Häuser, Biber, Dabool, Jeon.

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