Ein Aufstiegs-Feiertag für die Olympia

Nachdem der Schlusspfiff auf dem Klein-Karbener Sportfeld ertönt war, kannte der Jubel beim FCO Fauerbach keine Grenzen mehr. Die Sektkorken knallten, Trainer Berthold Vetter wurde in die Luft geworfen und das Plakat "Die Nummer eins in Friedberg" entrollt,

Im Mannschaftskreis strapazierte Maximilian Oberschelp letztmals in dieser Fußballsaison seine Stimme – nachdem er zuvor aufgrund diverser Blessuren auf die Zähne gebissen hatte und damit das Sinnbild für das Olympianer-Team war: im letzten Spiel trotz einer langen Saison nochmal alles geben sowie die seit Jahren gewachsene und stetig tabellarisch verbesserte Mannschaft in die Gruppenliga Frankfurt West führen. Dies war mit dem 4:0 (2:0) gegen Makkabi Frankfurt eindrucksvoll gelungen, drei Siege aus drei Spielen holten die Fauerbacher und beendeten damit die Relegationsrunde auf Rang eins. Der FC Ober-Rosbach war bereits abgestiegen, die bedeutungslose Partie gegen die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach wurde nicht ausgetragen.

Berthold Vetter feierte damit als Fauerbacher Trainer seinen größten Erfolg an alter Wirkungsstätte, denn die Partie fand kurzfristig auf dem Gelände seines Ex-Klubs KSV Klein-Karben statt. "Was die Mannschaft sportlich und mental diese Woche rausgehauen hat, davor ziehe ich den Hut.

Wir hatten eine schwierige Saison, aber der Teamgeist war sensationell", sagte Vetter nach dem überzeugenden 4:0, bei dem die Olympianer eine souveräne Vorstellung zeigten und den Frankfurter KOL-Zweiten auch in der Höhe verdient besiegten.

Die Partie wurde am Sonntagmorgen auf den Klein-Karbener Kunstrasen verlegt, weil der Rasenplatz in Steinbach/Taunus nicht bespielbar war. Dennoch fanden sich dort rund 40 Fans ein, die erst nach der Recherche in einem der Smartphones über die Spielabsage informiert wurden. Zeit genug, um nach Klein-Karben zu fahren, war dann noch genug – der Anstoß wurde um eine Stunde nach hinten verlegt.

Fauerbach konnte wieder auf den lauffreudigen Stürmer Jannik Müller und den gegen Ober-Rosbach verletzt ausgeschiedenen Maxi Oberschelp zurückgreifen, den jedoch Fußprobleme plagten. Prunkstück der Fauerbacher war neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung erneut die Offensive. Jannik Müller, Florian Müller und Paul Wischtak wirbelten die Makkabi-Abwehr gehörig durcheinander. Zwei Scorerpunkte gelangen zudem Rechtsaußen Florian Richly.

In den ersten 20 Minuten war Fauerbach die aktivere Mannschaft und belohnte sich gegen spielerisch schwache Frankfurter mit einem Zwei-Tore-Vorsprung. Jannik Müllers Kopfball nach einer Richly-Flanke wurde ins Makkabi-Tor abgefälscht (1:0/8.), und Paul Wischtak nutzte einen feinen Gasseball von Flo Müller zum 2:0 (19.). Der Fauerbacher Anhang, für den Elachfeld-Sprecher Ralf Breuer die Ansagen über ein kleines Megaphon machte, war schon früh aus dem Häuschen. Danach zogen sich die Olympianer etwas zurück, Makkabi schlug daraus aber kein Kapital und schoss in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich aufs Tor (Kornmesser klärte in seinem letzten Spiel für Fauerbach einen Namavizadeh-Weitschuss/11.). Nach der Pause begann der FCO erneut stärker, das 3:0 fiel jedoch mitten in eine kleine Drangphase von Makkabi (Kornmesser stellte erneut mehrfach seine Klasse unter Beweis). Wischtak profitierte erneut von einem Flo-Müller-Anspiel und hämmerte das Leder sehenswert unter die Latte (77.). Makkabis lauer Widerstand war damit endgültig gebrochen, zumal Torwart Hohler eine Tätlichkeit an Tosunoglu beging und ein Frankfurter Feldspieler ins Tor musste.

Florian Richly schloss einen der zahlreichen Konter zum 4:0 in der Nachspielzeit ab. Bei besserer Chancenauswertung (Wischtak, Flo Müller, Jannik Müller, Oberschelp vergaben "Hundertprozentige" im Laufe der 90 Minuten) hätte die Partie noch klarer ausgehen können.

FCO Fauerbach: Kornmesser – Weber – Atkinson, Rösinger – Oberschelp (90. Matic), Tosunoglu (89. Michel), Walther, Richly – Jannik Müller, Florian Müller, Wischtak (80. See). – Makkabi Frankfurt: Hohler – Rodriguez, Tekin, Aykut Günel (29. Matroudzadeh), Ogrodnik – Onur Günel, Hopf, Rother (46. Jezdic), Hubermann (46. Löffler) – Tsegai, Namavizadeh.

Tore: 1:0 (8.) Jannik Müller, 2:0 (19.) Wischtak, 3:0 (77.) Wischtak, 4:0 (92.) Richly. – Rot: Hohler (82./Makkabi/Tätlichk.). – SR: Simon Müller (Sinntal). – Zu.: 550. Michael Wiener

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