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M. Hartmann

Nachgefragt bei Matthias Hartmann

"Der Aufstieg wird kein Selbstläufer"

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(msw). Matthias Hartmann ist der neue Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung der SG Rodheim. Er feierte mit seiner ersten Garnitur am Wochenende in der Bezirksklasse der Herren, Gruppe 8, einen deutlichen 9:2-Erfolg beim TTC Dorheim II und ist somit ebenso weiterhin verlustpunktfrei - wie die zweite Mannschaft in der Kreisliga auch. Zudem hat auch das Hessenliga-Team der Damen noch keinen Zähler abgegeben. Die Zeiten stehen also aller Orten auf Aufsteiger - oder?!

Die Saison ist bisher extrem erfolgreich verlaufen für die SG Rodheim. Wie sehen Sie das, Herr Hartmann?

Matthias Hartmann:Ja, wir sind gut unterwegs mit der ersten und zweiten Herrenmannschaft und werden vor allem mit der ersten Mannschaft auch versuchen, in dieser Saison aufzusteigen.

Sie konnten ihr vorderes Paarkreuz mit Behrang Sadeghi-Hösch und Alexander Wagner komplett neu besetzen. Wie fanden beide den Weg nach Rodheim?

Hartmann:Ich habe nach einer längeren Pause vor zweieinhalb Jahren wieder angefangen, Tischtennis zu spielen. Davor war ich im Hochtaunuskreis und kannte Alexander Wagner von dort. So habe ich ihn angesprochen, und er hat zugesagt. Behrang Sadeghi-Hösch suchte nach der Auflösung der ersten Mannschaft des SSV Heilsberg einen neuen Verein und er ist mit uns gut zurechtgekommen, sodass er dann auch zu uns gewechselt ist. Da wir schon in den vergangenen drei Jahren mit zwei Vizemeisterschaften und einem dritten Platz immer nur mit wenigen Spielen am Aufstieg gescheitert waren, soll es jetzt natürlich endlich klappen. Ein Selbstläufer wird das aber dennoch nicht, da auch die SG Bauernheim, der Karbener Sportverein und auch der TTC Ockstadt sehr stark sind. Und wir müssen noch gegen alle drei Teams spielen. Auch die zweite Mannschaft ist natürlich stärker geworden, da sie zwei Akteure aus der "Ersten" herunterbekommen hat, doch ein Aufstieg ist für sie nicht unbedingt geplant.

Wie kam es, dass Sie zu Beginn der Saison neuer Abteilungsleiter wurden?

Hartmann:Christopher Möller wollte den Posten wohl aus beruflichen Gründen nicht mehr ausüben, sodass ich mich bereiterklärt hatte, da es ansonsten niemand machen wollte. Allerdings sehe ich mich jetzt aber auch nicht als "Notnagel", da ich den Posten jetzt für einen längeren Zeitraum machen möchte, wenn sich kein anderer dafür bewerben sollte. Es wäre schade gewesen, wenn sich bei unseren tollen Verhältnissen mit der neuen Halle niemand gefunden hätte, der das Amt übernimmt.

Wie sieht es mit der Jugendarbeit aus?

Hartmann:Wir haben in den vergangenen Jahren leider keinen einzigen Jugendlichen aus dem Nachwuchsbereich in den Herrenbereich holen können, sodass wir hier wirklich ein Problem haben. Unser Jugendleiter Stefan Zengerle hat zwar etwa 13 bis 14 Jugendliche in der Halle, doch sie wollen alle keine Punktspiele bestreiten, sodass wir derzeit keine Nachwuchsmannschaft gemeldet haben. Ich kenne die Jugendlichen nicht besonders gut, aber das Potenzial oder der Wille für mehr scheinen derzeit bei ihnen einfach nicht wirklich vorhanden zu sein. (Foto: Jaux)

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