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Vanessa Jürgens (r.) trifft für die HSG K/P/G Butzbach, Miriam Glaub von der FSG Getten-au/Florstadt kann nur zusehen.

Aufsteiger gewinnt das Derby

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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen haben die Aufsteigerinnen der HSG K/P/G Butzbach das Derby gegen die FSG Gettenau/Florstadt in eigener Halle gewonnen. Die Damen von Trainer Rainer Pfaff bezwangen das Team von Coach Marco Boller mit 24:21 (11:12). Unterdessen musste sich die HSG Mörlen zu Hause dem Aufstiegsfavoriten von der HSG Gedern/Nidda II mit 26:34 (13:20) deutlich geschlagen geben.

HSG K/P/G Butzbach - FSG Gettenau/Florstadt 24:21 (11:12):Die ersten Minuten des Derbys gehörten Gettenau/Florstadt. Die Schützlinge von Trainer Marco Boller hatten sich bis zur neunten Minute eine 4:1-Führung erspielt und zwangen damit HSG-Trainer Rainer Pfaff zur ersten Auszeit. Diese trug sofort Früchte, denn fünf Minuten später hatten seine Damen den Anschlusstreffer erzielt (4:5, Jürgens). Von nun an blieben die Gastgeberinnen stets in Reichweite und glichen auch einige Male aus (7:7, 19.), schafften es aber nicht, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Folgerichtig nahmen die Gäste eine hauchdünne Führung mit in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es fünf Minuten, ehe die heimische Spielgemeinschaft endlich die Führung erzielte. Julia Ketter warf zum 15:14 für ihre Farben ein und schien damit für die Wende gesorgt zu haben. Von nun an legte stets die HSG vor und Gettenau/Florstadt musste ordentlich arbeiten, um nicht abreißen zu lassen. Sechs Minuten vor Schluss war für die Boller-Sieben noch alles drin (19:22, Bölke), doch zwei Tore des Heimteams ließen in der Folge alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn platzen. Am Ende ging das Derby mit 24:21 an die Gastgeberinnen. "Es war von uns ein von vielen Fehlwürfen geprägtes Spiel, allein fünf Strafwürfe haben wir liegen lassen. Zum Glück konnte der Gegner daraus kein Kapital schlagen, sodass unsere Drei-Tore-Führung in der 50. Minute am Ende zum Sieg reichte. Für die kommenden Spiele müssen wir aber an der Chancenverwertung arbeiten", sagte HSG-Trainer Rainer Pfaff hinterher. Sein Gegenüber Marco Boller sagte: "Wir sind gut reingekommen und haben zunächst von den vielen Fehlwürfen der HSG profitiert. Nach der Pause war unsere Abwehr dann leider nicht vorhanden, und wir haben vorne leichtfertig die Bälle verworfen. Somit haben wir verdient verloren."

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (2), Schepp, Spata (1), Ketter (5), Herbel (1), König, Althaus (1), Harbort (2/2), Klarner (4/2), Exner (3), Luh (5), Geretschläger.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Bienek, Herbert, Vinson, Laura Müller (5/2), Leonie Müller, Utzig, Glaub (2), Bölke (5), Stiefel (1), Borst (6), Ende (2).

HSG Mörlen - HSG Gedern/Nidda II 26:34 (13:20):Bis zur sechsten Minute hielten die Gastgeberinnen gut mit, ehe der Favorit aus Gedern und Nidda aufs Gas drückte und sich innerhalb von drei Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung erspielte (4:7,9.). Mörlens Trainer Frank Weidenauer bat seine Damen zur Auszeit, doch auch in der Folge bekam man wenig Zugriff auf den starken Rückraum der Gäste, die zudem auch immer wieder zu Toren über den Kreis kamen. Auch im Angriff funktionierte noch nicht alles, sodass sich die Heim-HSG immer wieder vermeidbare Konter-Tore einfing. Nach 19 Minuten führte die Drittliga-Reserve daher deutlich mit 13:6. Der Pausenstand von 13:20 kam fast schon einer Vorentscheidung gleich.

Doch im zweiten Durchgang zeigte die Weidenauer-Sieben dann ein ganz anderes Gesicht. "Wir sind endlich zurückgelaufen und haben in der Abwehr wesentlich aggressiver agiert", freute sich der Übungsleiter. Auch im Angriff konnten seine Damen die starke Gästetorfrau jetzt öfter überwinden, auch wenn die Leistungssteigerung sich nicht wirklich im Ergebnis widerspiegelte (16:23, 40.). Letztlich verloren die Mörlerinnen mit 26:34 und gestalteten damit zumindest die zweite Halbzeit ausgeglichen. "Gegen eine eingespielte, starke Mannschaft haben meine Mädels stark gekämpft und haben eine hohe Motivation an den Tag gelegt. Allerdings war der Gegner heute einfach besser. Jetzt liegt der Fokus auf unserem nächsten Gegner, der HSG Hungen/Lich", bilanzierte Weidenauer abschließend.

HSG Mörlen: Hahn, Philipp; Bormann (2), Heil, Bühler (1), Strube, Fritz, Wagner (2), Schneider (7), Kloppenburg (5), Dietz (8/4), Güzelkücük (1).

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