Nur der Aufsteiger gewinnt

  • vonMarieke Naß
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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen sieht die Bilanz der heimischen Vertreter nach dem Wochenende durchwachsen aus. Einzig Aufsteiger HSG K/P/G Butzbach konnte als Sieger vom Feld gehen, während die HSG Mörlen und die FSG Gettenau/Florstadt Niederlagen einstecken mussten. Immerhin einen Punkt sicherte sich die HSG Wettertal gegen die hoch gehandelte HSG Hungen/Lich.

TV Burgsolms - HSG K/P/G Butzbach 28:31 (13:16):Nach einem 0:3-Rückstand nach nicht einmal zwei Minuten gelang den Gästen schnell der Ausgleich zum 3:3 (4.), ehe sie in der zwölften Minute selbst das erste Mal mit zwei Toren führten (8:6, Exner). Von nun an sollte die HSG nicht mehr in Rückstand geraten, was vor allem daran lag, dass das Team sich in Abwehr und Angriff verbessert präsentierte. Mit einer 16:13-Führung ging die Mannschaft von Rainer Pfaff in die Kabine und erhöhte nach Wiederanpfiff sogar zunächst die Führung auf vier Tore (17:21, 38.), ehe sich Fehler einschlichen und dem TV in der 43. Minute der Ausgleich gelang. Zehn Minuten vor Schluss führte die Pfaff-Sieben dann wieder mit zwei Toren (26:24, Harbort) und konnte eine Minute vor Schluss, als Ann-Christin Spata das vorentscheidende 30:27 aus Gäste-Sicht erzielt hatte, endgültig aufatmen. "Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Es freut mich sehr, dass wir unsere massiven personellen Ausfälle kompensieren konnten", sagte Pfaff zufrieden.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Schepp (1), Spata (3), Ketter (12/5), König (2), Harbort (3/3), Klarner (2), Leona Geretschläger, Exner (7), Weiskopf (1), Celine Geretschläger.

HSG Gedern/Nidda II - FSG Gettenau/Florstadt 26:21 (13:13):Die erste Hälfte verlief vollkommen ausgeglichen. Zwar führte die FSG immer mal wieder mit zwei Toren (2:0, 2.; 8:6, 16.), konnte sich aber nie deutlicher absetzen, sodass die Heimsieben immer wieder ausglich oder sogar selbst die Führung übernahm (6:4, 12.). Beim Stand von 13:13 wurden die Seiten gewechselt und Gettenau/Florstadt schaffte es in der Folge nicht, an die gute erste Hälfte anzuknüpfen. Die HSG zog bis zur 43. Minute auf 21:15 davon und zwang FSG-Trainer Marco Boller zu einer Auszeit, die seine Mannschaft aber nicht noch einmal wachrütteln konnte. So sicherte sich das favorisierte Heimteam über die Stationen 23:17 (46.) und 26:19 (56.) den Sieg. "Wir sind gut ins Spiel gekommen und waren absolut ebenbürtig. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte haben wir die Partie durch unnötige Fehler hergegeben. Da war durchaus mehr drin", sagte Boller.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes; Bienek (1), Herbert, Vinson, Schmeißer (2), Laura Müller (1), Leonie Müller, Freiter, Glaub (2), Bölke (7), Schmidt (4/4), Stiefel (2), Borst (1), Ende (1).

HSG Mörlen - HSG Marburg/Cappel 35:40 (17:22):Mörlen verschlief die Anfangsphase komplett und war nach fünf Minuten schon mit 1:6 ins Hintertreffen geraten. In der Folge stabilisierte sich das Team zumindest im Angriff ein wenig, bekam aber in der Defensive weiterhin keinen Zugriff, sodass Trainer Frank Weidenauer beim Stand von 6:12 (14.) eine Auszeit nahm. Diese verfehlte jedoch ihre Wirkung, sodass der Rückstand bis zur Pause nur minimal verkürzt wurde. Nach der Pause legten die Gäste dann so richtig los, zogen auf 26:18 (34.) davon und zwangen Weidenauer erneut zur Auszeit. Wieder brachte diese keinen positiven Effekt und beim 18:31 (38.) war das Spiel quasi entschieden. Erst jetzt schien sich die Heimsieben zu berappeln und startete eine furiose Aufholjagd, um die drohende Niederlage in Grenzen zu halten, sodass die HSG Marburg/Cappel am Ende "nur" mit 40:35 gewann. "Nachdem wir die ersten 15 Minuten beider Halbzeiten völlig verschlafen hatten, konnten wir uns am Ende ordentlich zurückkämpfen. Der Einsatz hat bis zur letzten Minute gestimmt. Dennoch natürlich eine verdiente Niederlage", resümierte Weidenauer.

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Bormann (4), Bühler (1), Strube, Schnoor, Schneider (7), Vetter (4/2), Kloppenburg (8/1), Dietz (6/3), Güzelkücük (5).

HSG Wettertal - TSG Leihgestern II 25:25 (14:12):In einer ausgeglichenen ersten Hälfte lag das Heimteam zunächst zurück (1:3, 3.), drehte aber schnell das Spiel (7:5, 10.). In der Folge wechselte die Führung hin und her, sodass beim 14:12 die Seiten getauscht wurden. Nach Wiederbeginn erhöhten die Wettertalerinnen ihren Vorsprung (16:12, 33.) und konnten diesen auch eine Weile verteidigen (20:16, 44.), ehe sich vermehrt Fehler einschlichen. Sechs Minuten vor Schluss lag die Mannschaft von Holger Weisel trotzdem noch mit 24:22 in Front, musste aber in der 57. Minute den Ausgleichstreffer zum 24:24 hinnehmen. Charlotte Brückel erzielte zwar noch einmal die Führung, ehe die TSG per Siebenmeter 45 Sekunden vor dem Ende den erneuten Ausgleich machte. "Wieder haben wir uns in den letzten Minuten zu viele technische Fehler erlaubt. Dennoch können wir zufrieden mit der Punkteteilung sein", bilanzierte Weisel hinterher.

HSG Wettertal: Marsteller; Weil (1), Brückel (2), Müll (1), Rettig (1), Glaum, Kieliech (3), Elisa Kerschner (1), Wolfner (6), Exner, Wolf (4), Reif, Sophie Kerschner (6/2).

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