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Die Massenheimer um Robert Schuch (3. v. l.) wollen - wie hier beim Sieg über den SV Bruchenbrücken - auch beim Tabellenersten SV Steinfurth heute Abend jubeln.

Aufsteiger in Außenseiterrolle

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(kun). Gleich vier Begegnungen stehen am heutigen Freitagabend in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg auf dem Programm. Im Fernduell um die Tabellenspitze gibt der Ligaprimus aus Steinfurth seine Visitenkarte ab 20.15 Uhr beim FC Hessen Massenheim ab, während der Tabellenzweite aus Ober-Rosbach zeitgleich den TSV Dorn-Assenheim am Eisenkrain empfängt. Beide Mannschaften sind in ihren Partien favorisiert.

"Gegen den Tabellenführer aus Steinfurth sind wir ohnehin schon in der Außenseiterrolle, aufgrund der Ausfälle von Daniel Stumpp, Marco Höchst, Florian Riemel, Patrick Braun, Leo Geppert, Yannik Dillenseger und Alexander Märcz sprechen die Vorzeichen aber erst recht nicht für uns. Dennoch werden wir alles geben und versuchen, den Steinfurthern das Leben so schwer wie möglich zu machen", sagt Massenheims Trainer Dennis Matter, dessen Elf gegen die in dieser Saison noch ungeschlagenen Rosendörfler zweifelsfrei eine hohe Hürde zu nehmen hat. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt: "Mit der Außenseiterrolle können wir gut leben, wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen - vielleicht macht uns genau das gefährlich."

Allerdings: Vor allem in der Offensive drückt bei den Gastgebern der Schuh - erst 13 erzielte Treffer sind Ausdruck mangelnder Durchschlagskraft. Gegen den Defensivverbund der Rosendörfler, der in dieser Saison erst neun Gegentore zugelassen hat, kommt auf die Massenheimer Angriffsreihe somit eine echte Herkulesaufgabe zu. Dagegen ist die Punkteausbeute des Aufsteigers grundsolide - neun Zähler konnten die Matter-Schützlinge aus den vergangenen fünf Partien verbuchen. "Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf alles in allem durchaus zufrieden sein. Natürlich hätten wir gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto, allerdings richtet sich unser Blick ohnehin eher nach unten. Für uns als Aufsteiger geht es darum, das Polster zum Tabellenkeller aufrechtzuerhalten", sagt der Massenheimer Übungsleiter.

Gleiches gilt derzeit für den SV Bruchenbrücken, der sich nach drei Niederlagen in Serie ebenfalls nach unten orientieren muss. Lediglich einen einzigen Sieg konnte die Elf von SVB-Coach Stefan Schneider aus den vergangenen vier Partien verbuchen - das 3:1 vor Wochenfrist gegen den VfB Friedberg. "Aufgrund unserer großen Personalsorgen ist die bisherige Punkteausbeute aus meiner Sicht dennoch in Ordnung. Auch im Heimspiel gegen Türk Gücü Friedberg II stellt sich der Kader wieder von selbst auf. Florian Pölker, Tim Farnung, Viktor Folz, Julian Repp, Chris Sieber, Tim Seifert und Torhüter Sascha Mehnert fallen allesamt aus. Dennoch wollen wir gegen die Kreisstädter nichts herschenken", verspricht Schneider.

Aufseiten der Gäste spielt mit Ahmet Akyüz ein ehemaliger Stürmer der Bärenschweizer und mit Robert und Jeremy Cue zwei waschechte Bruchenbrückener. "Gegen den SVB müssen wir ein Zeichen setzen. In den letzten beiden Partien haben wir nur Unentschieden geholt, wobei wir gegen Ober-Wöllstadt eine Zwei-Tore-Führung durch zwei Elfmeter in den Schlussminuten verschenkt haben, während wir gegen Staden vor Wochenfrist trotz eines leidenschaftlichen Auftritts ebenfalls nur einen Punkt mitgenommen haben. Nun wollen wir uns mit einem Auswärtserfolg in Bruchenbrücken für unsere guten Leistungen endlich auch mit drei Punkten belohnen. Um unser Saisonziel, eine Platzierung unter den Top Fünf, nicht aus den Augen zu verlieren, wäre ein Sieg enorm wichtig", weiß TGF-Coach Ümit Karpuz.

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