Aufstand der Kleinen

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Der 19. Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga bestätigte, was sich bereits seit mehreren Monaten abgezeichnet hatte. Der Titelgewinn der HSG Lumdatal dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Am Samstag gewann der unangefochtene Tabellenführer bei der HSG Hungen/Lich mit 27:18. Dieser Spieltag war ansonsten geprägt vom "Aufstand der Kleinen", wie es Wettertals Trainer Sven Tauber formulierte. So gewann seine Mannschaft gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 22:19, die HSG Großen-Buseck/Beuern überraschte mit einem 31:27-Sieg beim Tabellenzweiten HSG Mörlen. Eine unliebsame Überraschung erlebte die MSG Florstadt/Gettenau in Cappel, wo sie beim Aufsteiger eine 25:26-Niederlage hinnehmen musste.

Der 19. Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga bestätigte, was sich bereits seit mehreren Monaten abgezeichnet hatte. Der Titelgewinn der HSG Lumdatal dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Am Samstag gewann der unangefochtene Tabellenführer bei der HSG Hungen/Lich mit 27:18. Dieser Spieltag war ansonsten geprägt vom "Aufstand der Kleinen", wie es Wettertals Trainer Sven Tauber formulierte. So gewann seine Mannschaft gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 22:19, die HSG Großen-Buseck/Beuern überraschte mit einem 31:27-Sieg beim Tabellenzweiten HSG Mörlen. Eine unliebsame Überraschung erlebte die MSG Florstadt/Gettenau in Cappel, wo sie beim Aufsteiger eine 25:26-Niederlage hinnehmen musste.

HSG Mörlen – HSG Großen-Buseck/Beuern 27:31 (12:15): Ein dickes Lob für die Busecker kam vom Mörler Trainer: "Großen-Buseck/Beuern war in allen Belangen besser", erklärte Philipp Petriesas und ergänzte: "Wir haben den Kampf nicht angenommen." Sein Kollege auf Seiten des Aufsteiger hatte dagegen allen Grund zur Freude. "Wir haben mit viel Spaß Handball gespielt", ergänzte der Trainer der Busecker, "und haben in dem Spiel vieles richtig gemacht." "In der ersten Halbzeit verlief das Spiel noch ausgeglichen, doch dann zogen die Gäste auf drei Tore weg", berichtete Petriesas. So hieß es nach zwölf Minuten 6:6, ehe Philipp Möbs und Sebastian Dietz die Mörler innerhalb von 80 Sekunden mit 8:6 in Führung warfen, doch der Busecker Andre Biedenkapp stellte durch zwei Tore kurz hintereinander den Gleichstand zum 8:8 her. Nach dem 10:10 (22.) zogen die Gäste bis zur 26. Minute auf 13:10 davon und nahmen diesen Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause.

In den ersten zwölf Minuten nach Wiederbeginn entfachten die Gäste ein regelrechtes Feuerwerk und zogen auf 23:15 davon. Petriesas reagierte, stellte die Deckung auf 5:1 um, und nun lief es besser bei den Mörlern. Die Mannschaft holte Tor um Tor auf und lag in der 55. Minute beim 25:28 fast schon wieder in Schlagdistanz. Die Busecker waren aber in dieser Partie so gut aufgelegt, dass sie ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben. Am Ende stand ein sicherer Sieg der Gäste, die auch "das Torwartduell gewonnen" haben, wie der Mörler Coach feststellte, der Philipp Möbs und Bernhard Dietz eine solide Leistung bescheinigte.

Tore, Mörlen: Möbs (8/4), Bernhard Dietz (6), Löwe (4), Sebastian Dietz (3/1), Dönges (3), Max Breitenfelder (2), Birkenstock (1). – Großen-Buseck/Beuern: Fischer, Biedenkapp (je 7), Jan Schneider (6/4), Funk, Philipp (je 4), Stumpf, Rigelhof, Stein (je (1).

HSG Wettertal – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 22:19 (9:9): Zunächst sah es nicht nach einem Erfolg der Wettertaler aus. Die Gastgeber lagen nach 19 Minuten mit 2:6 zurück, fanden dann aber immer besser ins Spiel. Dass in dieser Partie die Deckungsreihen dominierten, verdeutlicht die Tatsache, dass bis zur zehnten Minute jede Seite jeweils nur einen Treffer erzielt hatte. Wettertals Trainer Sven Tauber attestierte seiner Abwehr eine sehr gute Leistung und war auch "insgesamt hochzufrieden". "Meine Mannschaft hat bravourös gekämpft", berichtete er. Nach dem Vier-Tore-Rückstand holte Wettertal Tor um Tor auf und stellte durch Klaus Bergemann Sekunden vor der dem Pausenzeichen den Gleichstand zum 9:9 her. Torben Wegner, Trainer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, bemängelte bei seiner Mannschaft, im Angriff "Standhandball" gespielt zu haben. "Wir haben außerdem zu viele Fehler gemacht", ergänzte er. Daraus resultierten immer wieder Gegenstöße. In der 36. Minute hieß es 11:11, ehe die Hausherren durch Bardo Raab, Fabian Exner und Tobas Kreuzer in den folgenden drei Minuten eine 14:11-Führung herauswarfen.

Die mit mehrfachem Ersatz angetretenen Gäste sahen sich außerstande, im weiteren Verlauf der Partie den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Durch einen von Daniel Müller verwandelten Strafwurf kam Dutenhofen/Münchholzhausen in der 56. Minute auf 18:20 heran, doch die Wettertaler waren in der Deckung an diesem Tag zu stark, um den Vorsprung noch aus der Hand zu geben. So bekannte Torben Wegner hinterher: "Ein verdienter Sieg für Wettertal."

Sven Tauber gab in der Schlussphase dem A-Jugendlichen Lukas Knorr die Möglichkeit, Bezirksoberliga-Luft im Aktivenbereich zu schnuppern und freute sich unter anderem darüber, dass Philipp Landvogt in dieser Partie "viel Betrieb gemacht hat".

Tore, Wettertal: Metzger (5/2), Raab, Exner, Bergemann, Landvogt (je 3), Kielich, Yannick Kreuzer (je 2), Tobias Kreuzer (1). – Dutenhofen/Münchholzhausen III: Lukas Wallwaey (8), Weimer (4), Daniel Müller (4/3), Becker (3).

HSG Marburg/Cappel – MSG Florstadt/Gettenau 26:25 (10:11): Die MSG verdiente sich einmal mehr das Prädikat "Mannschaft der knappen Ergebnisse". Insgesamt siebenmal in dieser Saison endete eine Partie der Handballer aus Florstadt und Gettenau mit einem Tor Differenz. In Cappel hatten die Gäste sicherlich nicht das Glück auf ihrer Seite. "Wenn einem Torwart den Ball durchgerutscht war, dann ist er bei Marburg mehrfach wieder rausgesprungen, bei uns landete er im Tor", stellte MSG-Coach Christian Sacks fest, dessen Mannschaft in dieser Partie viele technische Fehler unterlaufen seien.

Während der gesamten 60 Minuten stand das Spiel auf des Messers Schneide. Wenn eine Mannschaft ein Tor vorgelegt hatte, glich die andere in der Regel wieder aus. Zumindest im ersten Durchgang schaffte es keine der beiden Seiten, einmal einen größeren Vorsprung herauszuwerfen. Im ersten Abschnitt gelangen beiden Mannschaften zehn bzw. elf Treffer, sicherlich kein Indiz für besondere Angriffsleistungen. Eine Minute nach Wiederbeginn erhöhte Niklas Wagner auf 12:10 für die Gäste, doch knapp zwei Minuten später hatten die Marburger ausgeglichen und bis zur 44. Minute eine 18:15-Führung vorgelegt.

Doch auch die MSG war nicht um eine Antwort verlegen und glich innerhalb von vier Minuten durch Tore von Henning Starck (2) und Kim Lehr 18:18 aus. Es war wieder alles offen. Nach dem 19:19 (52.) kam die HSG durch Immo Petersen und Björn Pallesen zu einem Zwei-Tore-Vorsprung. In den verbleibenden Minuten schafften die Gäste, bei denen Steffen Baumgartl kurzfristig ausfiel, den Ausgleich nicht mehr. 38 Sekunden vor dem Ende sorgte Christoph Vogelbacher für die Marburger 26:24-Führung, Florstadts Steffen Greife markierte zehn Sekunden später den 25. Treffer für seine Mannschaft, die in der verbleibenden halben Minute den Ausgleich nicht mehr erzielen konnte.

Tore, Marburg/Cappel: Schuster (6/2), Pallesen, Vogelbacher (je 4), Sangmeister (3), Flothow, Purschke, Petersen, Prinz (je 2), Molzahn (1). – Florstadt/Gettenau: Starck (6), Lehn (5/2), Wenisch (5), Boller (2), Peppler (2/1), Wagner, Stewen, Kuntze, Greife, Potschka (je 1).

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