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Auf Said Sharza und den FCO Fauerbach wartet am Sonntag der SV Gronau.

Auf der Suche nach Physio und Eistonne

  • VonLeon Alisch
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(lab). Derby-Alarm in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West: Am achten Spieltag treffen gleich zweimal zwei Wetterauer Teams direkt aufeinander. Eng werden könnte es im Duell des Türkischen SV Bad Nauheim mit dem SKV Beienheim. Beide befinden sich im Aufschwung, beide wollen punkten. Aufschwung ist auch das Stichwort für den FC Olympia Fauerbach: Dieser empfängt im zweiten Derby den angeschlagenen SV Gronau.

Weiter lohnt sich ein Blick auf das Spiel des SC Dortelweil gegen den FV Stierstadt. Hier kommt es zum Duell zweier Topteams.

FC Karben - FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15.30 Uhr): Friedrichsdorf, die Zweite, für Karben. Nachdem man unter der Woche bei den Sportfreunden von Platz eins zu Gast war, ist nun mit dem FSV der Sechste dran. Der Gegner holte zuletzt drei Siege am Stück - alle zu null. Generell scheint die Defensive des FSV das Prunkstück zu sein: Die Mannschaft kassierte erst drei Gegentore. Aber Karben kann mit breiter Brust ins Heimspiel gehen, auch wenn nach der Niederlage unter der Woche erst mal die Köpfe hingen. »Die Mannschaft besteht überwiegend aus den Jahrgängen 2001 und 2002, das macht sich bemerkbar. Dennoch war das ein sehr starker Auftritt von uns«, so Karben-Sprecher Thomas Dechant. Allein der Ball wollte nicht ins Tor - es fehlt der abgeklärte Knipser. Dinge, die man trainieren kann, die aber nicht von heute auf morgen vorhanden sind.

FCO Fauerbach - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr): So kann’s gehen: Olympia Fauerbach hat am Mittwoch gezeigt, zu was sie in der Lage sind. Bei Vatanspor gab es ein 4:2 - und gute Laune. »Wir haben den Matchplan gut umgesetzt, die Taktik ist aufgegangen. Da ist die Stimmung natürlich gut, wir sind etwas erleichtert«, sagte Trainer Andreas Baufeldt. Und nun weiß man: »Wir sind in der Lage, solche Spiele zu gewinnen.« Die Pause zuvor hatte man vor allem genutzt, um im Training Selbstbewusstsein zu tanken und am Kampfgeist zu feilen.

Gronau hat weiter viele Personalsorgen, nach der Partie unter der Woche fehlen zudem Max Steul und David Casado Cimring gesperrt. »Wir machen das aktuell so gut wir können. Um besser aufzutreten, brauchen wir aber schlichtweg mehr Leute, zurzeit geht es einfach nicht besser«, sagt Gronau-Sprecher Stefan Firla. Allein am Mittwoch standen fünf Spieler aus der Reserve auf dem Platz, für Sonntag ist keine Wende absehbar. Da gilt es für den SVG vor allem, die Zahl der Gegentore niedrig zu halten.

SC Dortelweil - FV Stierstadt (Sonntag, 15.30 Uhr): Die Stimmung ist top beim SC, dennoch ist das vorherrschende Thema nach dem bereits dritten Spiel unter der Woche die Regeneration. Vor der Partie am Sonntag trainiert man nicht mehr und sucht lieber Physio und Eistonne. Denn auch am Wochenende wird man eine starke Leistung bringen müssen, es geht gegen den Sechsten aus Stierstadt. Die Oberurseler haben sich etwas überraschend oben einsortiert und überzeugten u. a. beim Remis gegen Neu-Anspach. Dennoch erwartet man in Dortelweil einen tief stehenden Gegner mit Konterstärke, was auch die eigene Defensive fordern wird. »Wir sind in der Abwehr noch in einer Findungsphase. Besonders an der Feinabstimmung und am Aufbauspiel müssen wir noch arbeiten«, sagt Co-Trainer Julian Mistetzky über die »Problemstelle«. Ferner erwartet man für Sonntag einige Ausfälle durch Urlauber.

Spvgg. Fechenheim - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Das zweite »Sechs-Punkte-Spiel« in Folge für Steinfurth. Nach dem 2:2 unter der Woche gegen Westend Frankfurt steht mit Fechenheim der 18. vor der Tür. Da sind Punkte besonders wichtig. »Ich denke, es werden acht bis zehn Teams um den Ligaerhalt spielen. Da sind auch Unentschieden wichtig«, sagt SV-Trainer Suleyman Karaduman. Und mindestens ein Punkt soll es werden in Fechenheim. Beim 2:2 unter der Woche fehlte der Mannschaft vor allem die Konzentration - man gab die eigene Dominanz auf. Das soll besser werden, allerdings fehlen auch die Mittel: »Es sind nicht die Spieler da, die noch mal einen richtigen Impact bringen, wenn man sie einwechselt«, so Karaduman. Für Sonntag plant er erst mal weniger mit den A-Jugendlichen, die spielen bereits Samstagabend. Ferner beklagt man einige Ausfälle. Verstecken will man sich gegen Fechenheim jedoch nicht.

Türk. SV Bad Nauheim - SKV Beienheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Fünfter gegen Achter, und beide im Aufschwung. Das Derby verspricht Spannung. Während Beienheim bereits fünf Spiele ungeschlagen ist, fuhr Bad Nauheim zuletzt zwei Siege in Serie ein. Der TSV-Kader ist mittlerweile bis auf zwei Spieler vollzählig. Unter der Woche brauchte es gegen Seckbach allerdings die Nachspielzeit für den Sieg. So stehen die Nauheimer nach vier Siegen recht ordentlich da.

Der SKV schleicht sich langsam nach oben. »Wir sind zufrieden damit, wie es aktuell läuft, und haben zuletzt Punkte geholt, die eingeplant waren. Dennoch könnte unser Kader natürlich breiter sein«, sagt SKV-Sprecher Stefan Raab. Für Sonntag fehlen den Beienheimern mit Denis Ehrlicher, Maximilian Esposito, Dominik Reichert, Michael Ochere und Jonas Kocatürk fünf Spieler. Ante Paradzik ist fraglich.

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