Auch in Offenbach ist nun endgültig Pause

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(cd.) Jetzt herrscht auch bei den Offenbacher Kickers kompletter Stillstand. "Wir haben alles eingestellt", sagte Angelo Barletta, Trainer des Fußball-Regionalligisten, nachdem er mit seinem Team am Montag noch trainiert hatte. "Wir dürfen nicht mehr trainieren", sagt der Coach mit Verweis auf den entsprechenden Erlass der Bundes- bzw. Landesregierung.

Demnach sind "Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen" zu verbieten. Die Kickers haben ihren Spielern ein, zwei Tage "frei gegeben", so Barletta. Danach werden sie individuelle Trainingspläne erhalten. "Das heißt, sie sollen zu Hause Stabilisationsübungen machen und Läufe im Wald." Wie lange das so bleibt, vermag auch Barletta nicht zu beurteilen: "Wir schauen von Tag zu Tag. Aber ich denke, in den nächsten Wochen wird es schwierig sein, als Mannschaft zusammenzufinden." Die Kickers hatten selbst aus den Reihen einiger Fans für das Training am Montag Kritik geerntet.

Der Präsident des OFC, Joachim Wagner, verwies hinsichtlich der Trainingseinheit allerdings darauf, dass die Regionalliga Südwest GbR den Spielbetrieb nur bis Ende März ausgesetzt habe: "Faktisch bereiten wir uns darauf vor, in zwei Wochen wieder zu spielen", sagt er, der persönlich jedoch nicht daran glaubt, dass diese Saison der Ball noch mal rollen wird. Deshalb auch seine Forderung: "Man sollte Fakten schaffen und die Vereine nicht im luftleeren Raum stehen lassen."

Doch die Verantwortlichen sind zuversichtlich, die Situation meistern zu können. Die Reaktion der OFC-Anhänger, die bis Dienstag fast 1000 sogenannte Geisterspieltickets gekauft hatten, und erste Gespräche mit den Sponsoren machten laut Wagner Mut.

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