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Bereit: Sebastian Gauthier und die Frankfurt Universe wollen ins Playoff-Halbfinale einziehen.

Alles oder nichts gegen die Lions-Filiale

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(pm). Playoff-Zeit in der German Football League (GFL). Im Viertelfinale empfängt Frankfurt Universe, Zweiter der Süd-Staffel, am Samstag (20 Uhr) die Hildesheim Invaders, Dritter der Nord-Staffel.

Erstmals werden die Frankfurter alle Leistungsträger einsetzen können. Bis auf die Langzeitverletzten Joshua Poznanski, Markus Krüger und Oscar Nevermann sind alle Universe-Spieler fit und brennen auf ihren Einsatz. Headcoach Thomas Kösling freut sich besonders, dass die Defense zum ersten Mal in dieser Saison mit zwei US-Spielern antreten wird. Fernando Lowery und Jamarii Milliken müssen gegen das gefährliche Passspiel von Quarterback Casey Therriault auf seine Receiver Nate Morris, Jaleel Awini und Anthony Dable-Wolf verteidigen. Die Universe Offense ist mit Quarterback Steven Cluley und seinen Receivern Anthony Mahoungou, Sebastien Sagne und George Robinson dabei auf Augenhöhe.

Für die Gäste ist es das erste Mal in der 36-jährigen Vereinsgeschichte, dass sie in den Playoffs stehen, Frankfurt ist dort seit dem GFL-Aufstieg 2016 regelmäßig vertreten. Und das mit steigender Tendenz. 2016 war bereits im Viertelfinale gegen die Kiel Baltic Hurricanes Schluss, 2017 mussten sie sich den Braunschweig Lions im Halbfinale knapp geschlagen geben. 2018 erreichte Universe den German Bowl, in welchem man knapp mit 19:21 den Schwäbisch Hall Unicorns unterlag.

Fokus auf Casey Therriault

Auf Seiten der Niedersachsen gibt es einige Spieler, welche bereits in Frankfurt gespielt haben, entweder als Gegner oder in den Farben der Universe. Der prominenteste Spieler ist Quarterback Therriault, welcher auch "White Tiger" genannt wird. Mit Braunschweig gewann er vier deutsche Meistertitel. 2017 führte er sein Team in Frankfurt gegen die Universe zum Sieg. Viele zählen ihn zu den besten Quarterbacks, die je in der GFL gespielt haben. 2018 versuchte Therrriault zusammen mit seiner Frau in Florida einen Essenlieferservice aufzubauen, bis ihn die Invaders für diese Saison nach Hildesheim holten. Hildesheim hat sich immer mehr zu einer Filiale der nur 60 Kilometer entfernten Braunschweiger entwickelt, neben Therriault spielen mittlerweile zahlreiche ehemalige Lions für die Invaders. Auch der aktuelle Headcoach Gerrit Meister spielte viele Jahre in Braunschweig und war maßgeblich für das Engagement von Therriault in Hildesheim verantwortlich.

Therriaults beliebteste Anspielstation Nate Morris spielte ebenfalls schon für Braunschweig - und auch für Frankfurt Universe. Als Receiver und Backup-Quarterback ist Jaleel Awini in seinem zweiten Jahr in Hildesheim einer der wichtigsten Spieler der Invaders-Offense, er spielte 2017 für Frankfurt, ebenso wie Runningback Sean Richard.

Frankfurts französischer Receiver Anthony Mahoungou freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen Landsleuten Mamadou Sy und Anthony Dable-Wolf. Beide spielten ebenfalls bereits für die Lions. Dazu kommt noch Ex-NFL-Linebacker Joseph Le Beau, ebenfalls ein ehemaliger Teamkollege Therriaults aus Braunschweiger Zeiten. Daher wird die Truppe auch "Casey and Friends" genannt.

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