Die Bundesliga-B-Juniorinnen des SC Dortelweil: (hinten v. l.) Laura de Rinaldis (Co-Trainerin), Jolina Rahn, Mia Hahn, Michaela Illig, Ivona Benkovic, Sophie Reifschneider, Melissa Bohn, Lotte Bährens, Kirsten Bruhns, Matea Galic, Paulo Ferreira (Trainer), (vorne v. l.) Chiara Grillo, Geraldine Klock, Ronja Frank, Julia Frank, Marisa Schön, Hanna Melzak , Letizia Lang, Anouk Nassabi, Mina Türkmen. Es fehlen: Alina Böff, Vero Witzel, Chiara Peiter, Daniela Reifschneider (Betreuerin). FOTO: TOBIAS APPEL
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Die Bundesliga-B-Juniorinnen des SC Dortelweil: (hinten v. l.) Laura de Rinaldis (Co-Trainerin), Jolina Rahn, Mia Hahn, Michaela Illig, Ivona Benkovic, Sophie Reifschneider, Melissa Bohn, Lotte Bährens, Kirsten Bruhns, Matea Galic, Paulo Ferreira (Trainer), (vorne v. l.) Chiara Grillo, Geraldine Klock, Ronja Frank, Julia Frank, Marisa Schön, Hanna Melzak , Letizia Lang, Anouk Nassabi, Mina Türkmen. Es fehlen: Alina Böff, Vero Witzel, Chiara Peiter, Daniela Reifschneider (Betreuerin). FOTO: TOBIAS APPEL

Alles neu

Neues Trainerteam und eine (fast) komplett neue Mannschaft. Bei den Bundesliga-B-Juniorinnen des SC Dortelweil ist in der Corona-Pause wenig beim Alten geblieben.

(lab). Es wird wieder nach Augsburg, München und Freiburg gehen. In die Jugend- abteilungen der großen deutschen Clubs für den "kleinen" SC Dortelweil. Nationalspielerinnen werden gegenüberstehen, die Samstage früh beginnen und spät enden: Das Abenteuer Bundesliga geht für die B-Juniorinnen des SC Dortelweil in die zweite Runde.

15 Abgänge

Doch es ist vieles anders bei der MSG Bad Vilbel, die in der Bundesliga unter Dortelweiler Namen antritt. Neue Spieler-innen, neuer Trainer, neuer Spielstil. Dabei sind alle drei Faktoren gekoppelt: Viele der Akteurinnen der vergangenen Saison sind weg, zu der Damenmannschaft hochgezogen oder gewechselt. Insgesamt 15 Abgänge hat die U17 dadurch zu verzeichnen, der Kader ist etwas geschrumpft. Und damit auch die Schnelligkeit, im Sturm baut man nun auf neue Spielertypen und mehr Passspiel. "Es wird mehr strukturiert rausgespielt, der Umschaltmoment fehlt allerdings noch etwas", sagt MSG-Gründer Rüdiger Köhler.

Grund dafür ist vielleicht auch ein neuer Mann an der Seitenlinie: Joao-Paulo Ferreira kommt vom FFC Frankfurt, besitzt die höchste B-Junioren-Elite-Lizenz und laut Köhler eine "super Wahl". Er ersetzt Richard Pohlner, dem die Mannschaft zeitlich zu viel wurde, Laura de Rinaldis - ehemalige Spielerin beim FFC - fungiert als Co-Trainerin. Ferreiras Ansatz wirkt nun zukunftsorientiert: "Es geht darum, die Mädchen auszubilden und ihnen die Grundlagen von Defensive, Offensive und Umschalten beizubringen. Es ist wichtig, gutes Pressing zu spielen und damit früh anzugriefen", so der Coach. Damit scheint man auf U17-Ebene Erfolg zu haben, weiß man bei der MSG vielleicht auch nach der Vorsaison.

Teamgeist als Plus

Die beendete man auf Platz acht, fuchste sich oft gut in die Spiele rein, verlor nach 20 bis 25 Minuten aber den Zugriff. Es war vielleicht die spielerische Klasse der Gegnerinnen aus Süddeutschland, die einem den Rang ablief - das gilt es zu kompensieren. Mit Teamgeist, mit dem Mannschaftsgefühl, denn da hat man gegenüber einigen Vereinen einen Pluspunkt. "Die Neuzugänge haben sich gut eingefügt, wir sind zusammengeschweißt und eine recht homogene Gruppe", sagt Ferreira. Und auch auf die ein oder andere Stärke im Spiel will man bauen: Der Rückhalt im Tor scheint gesichert, der zentrale Bereich, die Defensive. Vielleicht die Bausteine für einen erfolgreichen Fußball.

Denn das Aushängeschild, der Platz ganz oben, soll erhalten bleiben. Wen man dafür in der Liga schlagen muss, weiß man bereits: Den TSV Crailsheim, Neuling FC Donzdorf oder Auftaktgegner VfL Sindelfingen. Es wird eng und hart werden, besonders gegen die "Big-Fishs", aber die Klasse soll gehalten werden. "Die Qualität im Kader hat etwas abgenommen, wir haben dennoch eine Mannschaft am Start, die bundesligatauglich ist und vielleicht gelingt uns da die eine oder andere Überraschung", sagt Köhler. Denn Deutschlands höchste Juniorinnen-Spielklasse will man weiterhin als Chance betrachten - für Dortelweil, für die MSG Bad Vilbel und für die Wetterau.

Zugänge: Mia Hahn (1.FFC Frankfurt), Melissa Bohn, Letizia Lang (SG Wiking Offenbach), Matea Galic (Serbien), Julia Frank (U16), Hanna Melzak (FFC Pohlheim), Michaela Illig, Jolina Rahn, Mina Türkmen, Alina Böff (alle Eintr. Frankfurt), Chiara Peiter (SG Orlen).

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