Alle jagen KSV Klein-Karben

(ub) Die Qualifikationsrunden waren eine Art Muntermacher, jetzt wird’s ernst: Zwei Vorrundenspieltagen folgt bei der 26. Hallenfußball-Kreismeisterschaft, auch "Sparkassen-Hallenmasters 2013" genannt, in der Friedberger Sporthalle am Seebach (ehemals Philipp-Dieffenbach-Halle) ab Freitag (Beginn: 18.30 Uhr) sowie sonntags ab 10.30 Uhr das große Finale.

Gesucht wird das hierzulande beste Hallenfußball-Team, wobei sich die Verbandsliga-Kicker des Vorjahres-Gewinners KSV Klein-Karben (bezwang vor Jahresfrist im Finale den SV Steinfurth mit 3:1) mit Sicherheit mächtig ins Zeug legen müssen, um die starke Konkurrenz, darunter neben dem Verbandsliga-Rivalen FV Bad Vilbel auch die Gruppenligisten SV Nieder-Wöllstadt, SV Nieder-Weisel und FC Ober-Rosbach, in Schach zu halten.

"Den Zuschauern etwas Außergewöhnliches bieten"

Sieben Kreisoberligisten, drei A-Ligisten sowie Inter Reichelsheim als einziger B-Liga-Vertreter komplettieren das Starterfeld. Unterteilt in vier Gruppen, verspricht schon die Zwischenrunde Spannung pur. Ob’s auch Budenzauber vom Feinsten wird, hängt von den Darbietungen der Spieler ab: Zu empfehlen sind dabei Technik, Tricks und schöne Kombinationen anstatt unattraktives Grätschen oder ödes Gebolze aus großer Distanz. "Den Zuschauern für ihr Eintrittsgeld etwas Außergewöhnliches bieten. Wer am Ende gewinnt, sollte dabei nicht das Allerwichtigste sein", bringt beispielsweise Klein-Karbens Coach Thomas Biehrer die Sache auf den Punkt.

Gelingt es den beteiligten Cracks tatsächlich, dies umzusetzen, wartet auf die Zuschauer gewiss ein Riesenspaß, der – wie immer – unter der Obhut des Kreisfußballausschusses steht, vornehmlich vertreten durch Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) und dessen Stellvertreter Helmut Schmid (Bad Nauheim). Die innovative Maßnahme der heimischen Fußball-Bosse, nach der Zwischenrunde die Viertelfinal- und Halbfinal-Begegnungen nicht – wie bisher – nach einem vorgegebenen Raster abzuwickeln, sondern vor Ort jeweils neu auszulosen, sollte beim Publikum zusätzliches Interesse erzeugen. In diesem Zusammenhang schon jetzt beschlossene Sache: Nächstes Jahr, also Ende Januar 2014, findet die Zwischen- und Endrunde der Hallenmasters nicht mehr in Friedberg, sondern in der neuen Rodheimer Sporthalle statt. Gastgeber wird dann die SG Rodheim sein.

Was die Bewirtung im "Auslaufmodell Sporthalle Friedberg" betrifft, ist diesmal der KSV Klein-Karben zuständig, der durch den Verkauf von Speisen und Getränken ein hübsches Sümmchen einstreichen darf. Dagegen werden die Eintrittsgelder an die übrigen 15 Vereine zu gleichen Teilen ausgezahlt. Die finanzielle Ausstattung obliegt erneut der Sparkasse Oberhessen, wobei es für die stärksten Hallenteams eine ganze Menge zu gewinnen gibt: Neben dem Wanderpokal, den der neue Hallenkreismeister für ein Jahr in der eigenen Vereinsvitrine deponieren darf, sowie vier weiteren Pokalen für die besten vier Teams warten Prämien von insgesamt 1000 Euro, gestaffelt von 400 Euro für den Sieger bis 150 Euro für den Turnier-Vierten, auf ihre Abnehmer. Ferner liegen für jene acht Mannschaften, die das Viertelfinale erreichen, acht Fußbälle bereit.

Zur Siegerehrung, die am Sonntag gegen 16 Uhr über die Bühne gehen soll, wird neben Kreisfußballwart Thorsten Bastian und einem Vertreter der Sparkasse Oberhessen übrigens auch Thorsten Becker, Vizepräsident des Hessischen Fußball-Verbandes, anwesend sein. Landrat Joachim Arnold (Wölfersheim) hat sich aus terminlichen Gründen nur fürs Viertelfinale angekündigt.

KSV schickt die Topleute

Wer aber wird am Sonntagnachmittag auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen? Diesbezüglich hält Cup-Verteidiger KSV Klein-Karben das auf den ersten Blick beste Blatt in den Händen, denn Trainer Thomas Biehrer hat fürs Wochenende mit Selim Aljusevic, Kerem Kaya, Fabio Corso, Mark Nowak, Fatih Uslu, Melih Gültekin und Ali El Fechtali ausnahmslos Top-Leute des Verbandsliga-Kaders nominiert. Freilich setzen auch andere Klubs auf Spieler mit Format und ganz speziellen Hallenfertigkeiten. Etwa der Klein-Karbener Verbandsliga-Rivale FV Bad Vilbel, bei dem Spielertrainer Amir Mustafic, Dejan Alempic, Alexander Bauscher, Thorben Knauer, Nuh Uslu, Adrian Bitiq und Haris Sejdovic den "harten Kern" bilden.

Derweil baut der Rekord-Hallenkreismeister SV Nieder-Weisel auf Hendrik Maas, Dominik Ruppel, Christopher Wanzke, Can Zarifoglu, Lukas Wanzke, Tom Kette, Nils Werner und Patrick Berschick. Ob Sebastian Volp und Stefan Moritz spielen können, ist noch nicht raus. Beim letztjährigen Vizemeister SV Steinfurth bangt Trainer André Micelotta noch um die Einsätze der grippekranken Maximilian Esposito und Sandro Beutnagel, während Bojan Blagojevic, Oliver Stein, Dominic Herbert, Steffen Riedmeier und Dominik Reichardt definitiv auflaufen werden.

"Wir spielen vorwiegend mit jenen Cracks, die schon in der Vorrunde zum Einsatz kamen", verrät Andreas Pelka, der Coach des SV Nieder-Wöllstadt. Deniz Vural, Michael Moritz, Dennis Becker, Tolga Tosunoglu, Dennis Bucher und Keeper Martin Langlitz werden bei den "Roten" die dominierenden Kräfte sein. Stadens Trainer Reinhold Jessl wollte sich hingegen namentlich noch nicht festlegen: "Das wird erst heute Abend entschieden. Sicher ist nur: Wir werden eine starke Truppe aufs Friedberger Parkett schicken."

Ähnlich selbstbewusst gibt sich Ober-Rosbachs sportlicher Leiter Sinan Karanfil, der mit Halleneinsätzen für Okan Dogan, Julian Davy, Tolga Oetuen, Ufuk Arduc, Abidin Pamuk, Niklas Mies und den Ex-Seckbacher Zugang Egzon Gashi rechnet. "Keine Angst vor den vermeintlich Großen der heimischen Fußball-Szene", hält derweil Berthold Vetter, Trainer des FC Olympia Fauerbach, für das Gebot der Stunde. Seine klubinternen Favoriten für erfolgreiche Hallenauftritte sind Torwart Michael Kornmesser, Maximilian Oberschelp, Jamel Atkinson, Darko Matic, Jannik Müller, Ronny Kilian, Paul Wischtak, Tarik Tosunoglu und – falls rechtzeitig wieder grippefrei – Routinier Michael Walther.

Nachfolgend der Spielplan – Die Zwischenrunde:

Gruppe A

FC Ober-Rosbach (Sieger 2000)

FC Nieder-Florstadt

Spvgg. 08 Bad Nauheim

KSG 1920 Groß-Karben

Freitag: Nieder-Florstadt – Groß-Karben (18.30 Uhr), Ober-Rosbach – Bad Nauheim (19.38 Uhr), Nieder-Florstadt – Ober-Rosbach (20.46 Uhr), Bad Nauheim – Groß-Karben (21.54 Uhr).

Sonntag: Groß-Karben – Ober-Rosbach (11.04 Uhr), Bad Nauheim – Nieder-Florstadt (12.12 Uhr).

Gruppe B

FV Bad Vilbel (Sieger 2003 – 2006, 2010)

VfR Ilbenstadt (Sieger 2008)

SV Nieder-Wöllstadt

SG Wohnbach/Berstadt

Freitag: Wohnbach/Berstadt – Bad Vilbel (18.47 Uhr), Nieder-Wöllstadt – Ilbenstadt (19.55 Uhr), Wohnbach/Berstadt – Nieder-Wöllstadt (21.03 Uhr), Ilbenstadt – Bad Vilbel (22.11 Uhr).

Sonntag: Bad Vilbel – Nieder-Wöllstadt (11:21 Uhr), Ilbenstadt – Wohnbach/Berstadt (12.29 Uhr).

Gruppe C

SV Nieder-Weisel (Sieger 1993,

1996–1999, 2007)

SV Teutonia Staden (Sieger 2002)

SV Bruchenbrücken

Inter Reichelsheim

Freitag: Nieder-Weisel – Inter Reichelsheim (19.04 Uhr), Bruchenbrücken – Staden (20.12 Uhr), N.-Weisel – Bruchenbr. (21.20 Uhr).

Sonntag: Staden – Inter Reichelsheim (10.30 Uhr), I. Reichelsheim – Bruchenbrücken (11.38 Uhr), Staden – Nieder-Weisel (12.46 Uhr).

Gruppe D

KSV Klein-Karben (Sieger 2009,

2012)

SV Steinfurth

FC Olympia Fauerbach

VfB Friedberg

Freitag: FCO Fauerbach – Klein-Karben (19.21 Uhr), Steinfurth – VfB Friedberg (20.29 Uhr), FCO Fauerbach – Steinfurth (21.37 Uhr).

Sonntag: VfB Friedberg – Klein-Karben (10.47 Uhr), Klein-Karben – Steinfurth (11.55 Uhr), VfB Friedberg – FCO Fauerbach (13.03 Uhr).

Die Endrunde am Sonntag

Die jeweils Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Viertelfinale: Vier Spiele nach neuer Auslosung von 13.30 Uhr bis 14.40 Uhr.

Halbfinale: Zwei Spiele nach neuer Auslosung von 14.45 Uhr bis 15.20 Uhr).

"Shootout" um Platz 3: 15.25 Uhr.

Endspiel: 15.30 Uhr. Uwe Born

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