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Erstmals drittklassig: Wie die Herren des TC Bad Vilbel die Regionalliga angehen

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Von: Michael Nickolaus

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Daniel Dutra da Silva spielt für die Regionalliga-Herren des TC Bad Vilbel an Position eins. In der Weltrangliste wird der Brasilianer aktuell auf Platz 234 geführt. © Andreas Chuc

Die Regionalliga-Herren des TC Bad Vilbel starten am Samstag in ihre erste Saison in der Drittklassigkeit. In den Kader hat man offenbar Vertrauen. Im Vergleich zum Vorjahr ändert sich kaum etwas.

Einst gab’s da die Herren 40, die - prominent besetzt- quasi ein Abo auf die Deutsche Meisterschaft hatten und inzwischen in der nächst höheren Altersklasse um den Titel mitspielen. Irgendwann marschieren die Damen von der Bezirks- bis in die Bundesliga; natürlich mit Titelgewinn (2019). Parallel sorgt mit den Herren inzwischen ein drittes Team des TC Bad Vilbel für Furore in der südlichen Wetterau und bereichert das Angebot für die Tennis-Interessierten. Ab Samstag werden die Brunnenstädter in der drittklassigen Regionalliga aufschlagen; zum ersten Mal.

Die Saison mit drei Heim- und vier Auswärtsspielen bis 17. Juli beginnt mit den Matches beim TK Grün-Weiß Mannheim II (Samstag, 11 Uhr) und Eintracht Frankfurt (Sonntag, 11 Uhr). Der Klassenerhalt sei »das erste Ziel«, sagt Marco Ockernahl, TCBV-Trainer und zugleich Mannschaftsführer der Herren. »Wir wissen, wie eng es zugehen kann. Manchmal entscheiden Nuancen in einem Tiebreak über einen Matchpunkt und damit vielleicht auch das Gesamtergebnis. Wir wollen schnell auf der sicheren Seite sein.«

Die Meldeliste gleicht im Wesentlichen der aus dem Vorjahr, als der TCBV erstmals Hessenmeister wurde und über ein anschließendes Entscheidungsspiel »ungeplant aufgestiegen« ist. »Auf Grund des Alters unserer Spieler und deren Entwicklungschritten in der jüngeren Vergangenheit sind wir überzeugt, dass wir mit diesem Kader auch eine Klasse höher mitspielen können«, sagt Ockernahl und ergänzt: »Auch wenn die Regionalliga wohl so stark wie noch nie besetzt war.«

Die Weltranglisten-Position von Daniel Dutra Da Silva unterfüttert die These Ockernahls. Auf Platz 234 wird der 33-Jährige aktuell geführt, nur einmal - 2009 - war der Brasilianer um drei Ränge besser platziert. Dutra Da Silva, der in dieser Woche die Open de Oeiras in Portugal bestreitet, war in zur Vorsaison von Position 590 gestartet. Hinter dem Italiener Riccardo Belzerani (Nr. 506), der allenfalls sporadisch zum Einsatz kommt, werden Niklas Schell, Hendrik Jebens, Joel Link, Marvin Schramm, Tim Büttner und Calvin Müller den Stamm bilden. Abzuwarten ist, inwiefern Jakub Nicod zur Verfügung stehen kann. Der Tscheche, aktuell die Nummer 19 der Junioren-Weltrangliste, wird voraussichtlich beim Grand Slam in Wimbledon in der Junioren-Konkurrenz antreten.

Mit Bad Vilbel kämpfen die Nachbarn Frankfurt, Bad Homburg und Wiesbaden sowie die Mannschaften aus Mannheim, Doggenburg, Schussenried und Sulzbachtal - einige mit Tennis-Vollprofis - um den Qualifikationsplatz zum Aufstiegsspiel beziehungsweise gegen den Abstieg (zwei Mannschaften müssen runter). Prognosen fallen schwer. »Wenn ich mir die Meldelisten anschaue, dann sehe ich durchweg gute besetzte Kader«, sagt Ockernahl. Vorne dürften nach dem Aufstieg des TC Palmengarten der Weg in die 2. Bundesliga nun über Wiesbaden und Bad Homburg führen. Doggenburg und Sulzbachtal dürfen eher in der zweiten Tabellenhälfte zu finden sein.

Die Termine

Samstag, 25. Juni: TK GW Mannheim II (A); Sonntag, 26. Juni: Eintracht Frankfurt (A); Sonntag, 3. Juli: TC Doggenburg (A); Samstag, 9. Juli: TC Bad Homburg (H); Sonntag, 10. Juli: Wiesbadener THC; Samstag, 16. Juli TC Bad Schussenried (H); Sonntag, 17. Juli DJK Sulzbachtal (H).

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