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Akkas trifft spät für Türk Gücü im Derby

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(mad) Angesichts des eigenen 2:1 (1:1)-Erfolges über den SV Gronau und der gleichzeitigen Punktverluste der Verfolger aus Ober-Erlenbach (1:2 in Bornheim) und Kalbach (1:1 bei der SG Hausen/Westerfeld) steuert Türk Gücü Friedberg mit nunmehr elf Punkten Vorsprung schnurstracks der Verbandsliga Süd entgegen.

Die Bad Vilbeler Vorstädter bleiben ihrerseits im Tabellenkeller der Gruppenliga Frankfurt-West stecken und blicken weiterhin schweren Zeiten entgegen.

Im Verlauf der gestrigen Partie war allerdings kaum ein Unterschied zwischen den beiden Teams aus der Wetterau zu erkennen. Türk Gücüs Pressesprecher Hamit Demiroglu und Gronaus Spielausschussmitglied Stephan Firla waren sich einig: Die miserablen Platzverhältnisse auf dem Ossenheimer Sportplatz ließen in keiner Phase des Spiels flüssige Kombinationen beider Mannschaften zu, die sich dementsprechend schwer taten.

Uneinigkeit bestand zwischen Demiroglu und Firla allerdings in einigen anderen Punkten. So sprach Demiroglu von einem Sieg, der aufgrund des »deutlichen Chancenplusses« durchaus in Ordnung gehen würde, wenngleich der späte Zeitpunkt natürlich immer etwas glücklich sei. Gronaus Stephan Firla hatte eine etwas andere Sicht der Dinge: »Es kann sich niemand beschweren, wenn das Spiel unentschieden ausgeht. Wenn du, wie wir, unten stehst, hast du einfach kein Glück«.

Besonders auf Schiedsrichter Abdelkadir Ova war Firla nicht gut zu sprechen: »Normalerweise ist es nicht meine Art, mich über den Schiedsrichter zu beschweren. Allerdings war der Elfmeter absolut unberechtigt, und auch den Platzverweis für Eric Zahradnik muss mir erst einmal jemand erklären. Der Schiedsrichter hat konsequent gegen uns gepfiffen«.

Die Partie nahm nur sehr langsam Fahrt auf. Die erste nennenswerte Torchance vergab Türk Gücüs Marc Witte aus drei Metern, nachdem SVG-Keeper Dittmar einen Yasaroglu-Freistoß nicht unter Kontrolle bekam. Der schlechte Platz spielte auch beim Gronauer Führungstreffer eine Hauptrolle. Ein an sich harmloser 17-Meter-Schuss von Markus Vancura sprang so unglücklich ab, dass Koc den Ball zum 0:1 passieren ließ (42.). Kurz danach folgte der nach Gronauer Ansicht fragwürdige Elfmeterpfiff (Teich an Witte). Beim fälligen Strafstoß ließ Ngolumuo Dittmar keine Chance (44.). Im Verlauf der zweiten Spielhälfte vergaben der eingewechselte Uyanik für die Hausherren (67./Dittmar pariert) und Pereira für die Bad Vilbeler Vorstädter (79./aus spitzem Winkel drüber) beste Torchancen. Kurz vor Schluss fühlten sich dann alle Beteiligten an das Hinspiel erinnert, als dem Yasaroglu-Team ebenfalls spät der 2:1-Siegtreffer gelang.

Diesmal war Oguz Akkas nach einer tollen Energieleistung von Adrian Saletnik zur Stelle und sorgte für großen Jubel im Lager des Tabellenführers.

Türk Gücü Friedberg: Koc – Akkas, Ngolumuo, Clark, Pioch – Saletnik, Menderes Yasaroglu, Pejic (46. Can), Usic (54. Uyanik) – Witte (70. Ürün) – Anane.

SV Gronau: Dittmar – Basanisi, Matkovic, Zahradnik, Tement (36. Chehab)– Güven, Teich – Attanin (73. Ennin), Basanisi, Vancura – Giuliana.

Tore: 0:1 (42.) Vancura, 1:1 (44.) FE Ngolumuo, 2:1 (89.) Akkas.

Gelb-Rot: Zahradnik (75./SVG), Akkas (90./Türk Gücü).

SR: Ova (Geisenheim).

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