Torschütze Rafael Adege (rechts) und Stanley Ike können sich über den Einzug des Türk. SV Bad Nauheim ins Pokalfinale freuen. ARCHIVFOTO: NIC
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Torschütze Rafael Adege (rechts) und Stanley Ike können sich über den Einzug des Türk. SV Bad Nauheim ins Pokalfinale freuen. ARCHIVFOTO: NIC

Fußball

Adege macht Deckel drauf für Türkischen SV

Im Kreispokal der Saison 2019/20 hat der Türk. SV Bad Nauheim das Finale erreicht. Im Duell der Gruppenligisten setzen sich die Kurstädter in Burg-Gräfenrode durch.

(lab). Wenn der Gruppenliga-Fünfte des Vorjahres den Neuling der jetzigen Saison empfängt, kommt heraus: Ein verdienter Sieg. Im verschobenen Pokalhalbfinale der Saison 2019/20 hat der Türkische SV Bad Nauheim im Duell bei der FSG Burg-Gräfenrode keine Zweifel aufkommen lassen und sich mit einem 2:0 den Final-Einzug gesichert. Es war schlussendlich ein gerechter Sieg für die Fußballer aus der Kurstadt, denn auf dem Feld der "Roggauer" zeigten die Gäste einen spielerisch überlegenen Auftritt gegen defensiv stehende Gegner. "Wir haben versucht, dagegen zu halten so gut es geht, haben hinten gut gearbeitet", wusste Florian Fünffinger, Vorsitzender der Gastgeber, nach der Begegnung.

Am Ende dennoch ein 0:2. Die Bad Nauheimer, über 90 Minuten die überlegene Mannschaft, kamen bereits in Durchgang eins mehrfach gefährlich vor das Tor - und Burg-Gräfenrode konterte. Auf beiden Seiten kam es so zu zwei bis drei gefährlichen Aktionen, jedoch zunächst nicht mit dem erhofften Erfolg. Die Defensivstrategie der Heimelf schien zumindest einseitig Früchte zu tragen, wodurch es mit 0:0 in die Kabine ging. In Minute 50 dann allerdings der Treffer: Tolga Yilmaz brach für die Gäste den Bann, das 1:0 war erzielt. Für Roggau kam es im Anschluss noch dicker: Gelb-Rote Karte für Niklas Arheidt wegen Trikotziehens. "Eine Karte", so Fünffinger, "mit wenig Fingerspitzengefühl".

Zu zehnt hieß es nun für die Heimelf: Volle Offensive, in einem Pokalhalbfinale gibt es schlussendlich nichts zu verlieren, gerade als etwaiger Außenseiter. Die Bad Nauheimer allerdings waren weiterhin präsent, scheiterten mehrfach an dem Versuch, die Partie mit dem 2:0 durchzubringen. Noah Pölitz traf dabei unter anderem den Pfosten - Glück für die FSG, denn auch weitere Chancen des Türkischen SV wurden vergeben. Die FSG derweil im Offensiv-Modus vermehrt vorne präsent, ließ das Spiel spanend werden, kam allerdings nicht zum späten Ausgleich, der die Partie verlängert hätte. Erst nach 90 Minuten dann die Erlösung auf Basis des Offensivspiels der Gegner: Der eingewechselte Rafael Adege netzte nach einem Konter zum entscheidenden 2:0 ein. Der Joker stach. Dem Pokaleinzug des Türk. SV Bad Nauheim stand nichts mehr im Wege.

Fünffinger zeigt sich als fairer Verlierer

"Natürlich ist man nach einem Ausscheiden erstmal enttäuscht, wer will schon im Pokalhalbfinale ausscheiden", so Fünffinger nach dem Spiel. Dennoch war es ein verdienter Sieg, kein Unglück, kein großartiges Pech. Es wird vielleicht auch der Lauf der Dinge sein, mit dem man sich in der Gruppenliga anfreunden muss, als Aufsteiger, mit Defensivstrategie.

Im anderen Halbfinale hatte Hessenligist Türk Gücü Friedberg am vergangenen Sonntag klar und deutlich mit 5:1 gegen den Gruppenligisten FC Karben gewonnen. Das Finale soll am 9. September gespielt werden.

FSG Burg-Gräfenrode: Klein, Nuber, Hahn, Knappmann, Balenzano, Agi, Gürkan, Arheidt, Jäger, Kakur, Pircek.

Türk. SV Bad Nauheim: Deliktas, Usta, Pölitz, Özisli, Ike, Yilmaz, Türkyilmaz, Kuzpinar, Emrovic, Karakoc, Penava.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Schwarz (Bruchköbel). - Zuschauer: 180. - Tore: 0:1 (50.) Yilmaz, 0:2 (90.) Adege. - Gelb-Rote Karte: Niklas Arheidt (60., Trikotziehen).

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