Achter Löwen-Sieg in Serie

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(mka). Bis zur Erlösung dauerte die Extraschicht genau drei Minuten 28 Sekunden. So lange war bei der notwendigen Zugabe am Sonntagabend gespielt, als David Suvanto plötzlich so frei war, den Puck ins Gehäuse der Freiburger Wölfe zu dreschen - und die Stimmung in der Eissporthalle am Ratsweg noch einmal so richtig hochkochte, wie üblich bei diesen Gelegenheiten. Mit dem 5:4 (1:1, 2:3, 1:0/1:0) nach Verlängerung feierten die Frankfurter Löwen vor 4798 Zuschauern ihren achten Sieg in Serie, festigten auch ihren gerade errungenen zweiten Tabellenplatz in der DEL 2 - und buchten ebenso wie die nun einen Rang hinter ihnen geführten Freiburger das Viertelfinale: Der dafür notwendige Verbleib unter den besten Sechs ist beiden Klubs vier Spieltage vor Ende der langen Hauptrunde nicht mehr zu nehmen.

Einen Härtetest haben die Löwen für die entscheidenden Spiele im Frühjahr nun auch bestanden. An einem Wochenende mit Playoff-Charakter, zum Abschluss von fünf Spielen in zehn Tagen, mit zwei Partien gegen den gleichen Gegner, auf einem zumindest für die zweite Klasse des deutschen Eishockeys sehr anspruchsvollen Niveau.

"Wir haben fantastisch gespielt", bewertete Gästetrainer Peter Russell nicht zu Unrecht den Auftritt seiner ersatzgeschwächten Freiburger und fühlte sich offenbar insgesamt bei einem "hochklassigen Spiel in großartiger Atmosphäre" bestens unterhalten. Seinem Frankfurter Kollegen Matti Tiilikainen ging es in der Bewertung nicht viel anders. Auch er verwies auf die Stimmung am Ratsweg, die seinen Spielern eine Menge Energie gab. Er hatte übrigens ebenso "sehr gute" Freiburger gesehen, über zwei Drittel für ihn besser als seine Frankfurter. "Sie fordern dich in allen Belangen des Spiels heraus und testen vor allem aus, wie viel Geduld du hast", machte Tiilikainen eine besondere Breisgauer Stärke aus und hielt am Ende fest: "Wir sind mit Glück und Geschick zurückgekommen, gegen ein Team, das sehr schwer zu schlagen ist."

Schon am Freitag in Freiburg hatte dieses Aufeinandertreffen ein gutes Frankfurter Ende gefunden, als die Seriensieger aus Hessen die Wölfe mit einem 4:2 von der daraufhin von den Kassel Huskies übernommenen Tabellenspitze stürzten. Beim raschen Wiedersehen waren für einen weiteren Sieg drei Führungswechsel nötig - und die Präzision Roope Rantas.

Der Experte für sehenswerte Tore traf zwei Mal mit wuchtigen Direktschüssen, erst zum 1:0 (14. Minute), dann zum 2:2 (29.), in Überzahl. Kurz darauf gelang Alex Roach eine Kopie von Rantas zweitem Tor aus halblinker Position gelang, mit ähnlich weit ausgeholtem Schläger.

Doch der Vorsprung hielt nicht lange: Freiburg konterte mit einem Doppelschlag, im turbulenten Mitteldrittel voller Tore und Strafen, aber die Löwen stemmten sich jetzt wieder ihrerseits gegen die Niederlage.

Vielleicht half es ja, dass dank des Comebacks von Lukas Koziol und der Verpflichtung des erfahrenen finnischen Verteidigers Markus Kankaanperä wieder alle Reihen gefüllt waren, das gab es seit dem Oktober ganz selten. Max Eisenmenger jedenfalls hatte selbst in Unterzahl noch genug Kraft, eines seiner typischen Soli zum 4:4 zu vollenden (50.).Und dann setzte Suvanto die Löwen-Serie fort.

Die Löwen haben sich übrigens für die Teilnahme an der erstklassigen DEL beworben, inzwischen im vierten Jahr in Folge, für den Fall der Fälle.

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