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Dynamisches Duo in Diensten der LG ovag Friedberg-Fauerbach: Jutta Stopka und Bernd Lachmann (linkes Foto) sorgen für sieben der acht Wetterauer Medaillen bei den Senioren-Leichtathletik-Europameisterschaften in Italien.

Acht Medaillen für die Wetterau

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(jn/phk). Drei Europameistertitel und drei Silbermedaillen haben die beiden Leichtathleten der LG ovag Friedberg-Fauerbach, Jutta Stopka und Bernd Lachmann, dieser Tage geholt. Die Europameisterschaften der Senioren in Jesolo, Caorle und Eraclea (Italien) waren für die Kreisstädter ein voller Erfolg. Doch auch aus dem Süden der Wetterau kam ein erfolgreicher Athlet zurück: Zehnkämpfer Thomas Stewens vom TV Bad Vilbel feierte ebenfalls den Kontinentaltitel.

Stopka reiste trotz Regen und Gewittern mit einem strahlenden Lächeln aus Italien ab. Sie war auf den Punkt topfit und beendete das Wettkampfjahr 2019 mit zwei EM-Titeln und einer Silbermedaille: Über 100 Meter stand sie nach 14,10 Sekunden im Vorlauf im Finale. Trotz Strauchler am Start sprintete sie auf regennasser Bahn 13,90 Sekunden und musste sich damit nur einer Italienerin geschlagen geben. Die erste Medaille in der Altersklasse W 55 war damit klargemacht. Über 200 Meter war in den Vorläufen wieder keine Athletin schneller als die LG-Sportlerin: 29,59 Sekunden. Im Finale steigerte sich Stopka trotz Gegenwind auf 28,98 Sekunden und lief mit deutlichem Vorsprung ins Ziel. Getoppt wurde ihr EM-Auftritt nur noch vom Titel mit der Nationalstaffel. Das deutsche Quartett kam in 54,72 Sekunden ins Ziel, die Friedbergerin hatte als Schlussläuferin den Vorsprung auf Großbritannien und Italien ausgebaut. "Das war eine großartige Saison 2019. Vier DM-Einzeltitel und nun auch noch die EM-Medaillen als Sahnehäubchen", war Stopka überglücklich.

Lachmann nicht vollauf zufrieden

Das Fazit von Teamkollege Bernd Lachmann fiel dagegen nicht uneingeschränkt positiv aus. "Nach meinen zwei WM-Titeln im März ist mir der Einstieg und die Fokussierung auf die EM relativ schwer gefallen", sagte der Medaillengarant aus der Kreisstadt. Auch wenn er sich bessere Ergebnisse erhofft hatte, kann er mit seiner Ausbeute in der M 50 zufrieden sein: Den Europameistertitel machte Lachmann mit der deutschen 4x400 Meter Staffel klar. In 3:39,94 Minuten hatte das schnelle Quartett am Ende fast vier Sekunden Vorsprung auf Italien und Frankreich. Als Schlussläufer hatte der LG-Athlet den Titel souverän nach Hause gebracht. Mit der 4x100 Meter Staffel schaffte er zudem die Vizemeisterschaft: 45,79 Sekunden bedeuteten Rang zwei hinter Italien und vor Schweden. Eine weitere Silbermedaille hatte Lachmann über 200 Meter im Einzel geholt. Nach einem ordentlichen Vorlauf war er im Halbfinale in 24,16 Sekunden Saisonbestzeit gelaufen. Im Finale musste sich Lachmann dann allerdings um zwei Hundertstelsekunden geschlagen geben (24,27 Sekunden). Über 400 Meter steigerte sich der LG-ovag-Athlet deutlich. Im Endlauf finishte er auf Rang fünf in neuer Saisonbestzeit von 54,13 Sekunden. " Seine Ziele für das Jahr 2020 sind schon gesteckt: "Ich peile den Weltrekord über 400 Meter in meiner Altersklasse an" - der liegt in der Halle bei 51,73 und draußen bei 50,73 Sekunden.

Den Weltrekord in der M 50 hatte auch Zehnkämpfer Thomas Stewens vom TV Bad Vilbel im Visier. Mit 7853 Punkten holte er zwar souverän den Titel der "Könige der Athleten" in Venetien, verpasste aber erneut die angestrebte Bestmarke. "Es war keine schlechte Punktzahl für die schwierigen Bedingungen", sagte er nicht ganz zufrieden. "Wie immer war es aber toll, sich mit dieser Gruppe von Zehnkämpfern zu messen und einfach gemeinsam Zeit mit ihnen zu verbringen." Er will die Weltbestmarke spätestens in der M 55 wieder angreifen.

Als Dritter LG-ovag-Starter war Dr. Jörg Czekalla bei der EM in Italien dabei. In der Altersklasse M 55 kam er im Vorlauf auf 13,78 Sekunden und wurde hier Sechster.

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