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Acht Gruppen, 15 Tickets für die Zwischenrunde

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Die »Friedberger« Hallenfußball-Kreismeisterschaft, deren 26. Ausgabe an diesem Freitag mit den ersten Vorrunden-Partien eröffnet wird, unter dem Motto »Nichts ist unmöglich« zu betrachten, hat durchaus was für sich und sollte eigentlich auch bei den »Sparkassen-Hallenmasters 2013« für Spannung, Abwechslung und nicht einkalkulierte Überraschungen sorgen.

Es gab Zeiten, da durften der SV Nieder-Weisel (1996 bis 1999) und der FV Bad Vilbel (2003 bis 2006) je vier Siege in Serie verbuchen. Doch dann änderten sich die Verhältnisse, denn ab 2007 registrierte man in sechs Entscheidungen mit Nieder-Weisel, Ilbenstadt, Bad Vilbel, Petterweil und Vorjahressieger KSV Klein-Karben, der auch Ende Januar 2009 auf dem Siegertreppchen ganz oben zu finden war, fünf verschiedene Gewinner.

Wer jedoch glaubt, aufgrund vermeintlich größerer Erfolgsaussichten habe sich beim hierzulande nach wie vor wohl wichtigsten Indoor-Spektakel die Anzahl der teilnehmenden Klubs wieder in Richtung 50 bewegt, der irrt: Letztes Jahr waren es 44 Vereine, diesmal meldeten inklusive Cup-Verteidiger KSV Klein-Karben, der für die am 25. und 27. Januar in der Friedberger Sporthalle »Am Seebach« (ehemals Dieffenbach-Halle) steigende Zwischen- und Endrunde gesetzt ist, lediglich 40 Teams. Eine Entwicklung, die weder im Sinne des für die Organisation und Durchführung verantwortlichen Erfinders (Kreisfußballausschuss) noch des Sponsors (Sparkasse Oberhessen) sein kann.

Zu den Regularien: Aus acht Vorrundengruppen, die in den Sporthallen Butzbach, Friedberg (Henry-Benrath-Schule), Ober-Florstadt und Groß-Karben ihre Duelle absolvieren werden, qualifizieren sich die jeweiligen Staffelsieger (8) sowie die sieben besten Gruppenzweiten für die Zwischenrunde, die dann zusammen mit Titelverteidiger Klein-Karben ein 16er Feld ergibt, das in vier neue Gruppen unterteilt wird. Ab dem Viertelfinale (acht Mannschaften, also zwei aus jeder Zwischenrunden-Gruppe) geht’s dann im K.o.-System weiter. An Preisen winken Bälle für alle Zwischenrunden-Teilnehmer, natürlich der Sparkassen-Cup für den neuen Hallen-Kreismeister sowie weitere Pokale und Geldpreise für die vier besten Mannschaften.

Mit jeweils zwei Fünfer-Gruppen bestückt, geht’s am morgigen Freitag in Butzbach, Friedberg und Groß-Karben einheitlich um 19 Uhr los, während in Ober-Florstadt (eine Fünfer-Gruppe, eine Vierer-Gruppe) aus organisatorischen Gründen erst um 19.30 Uhr angepfiffen wird. Teil zwei der Vorrunden-Duelle steigt dann mit identischen Zeitvorgaben sowie an gleichen Stätten in der kommenden Woche (Freitag, 11. Januar).

Den drei Verbandsliga-Vertretern KSV Klein-Karben, FV Bad Vilbel und SC Dortelweil, die sich zusammen mit drei Gruppenligisten, zehn Kreisoberliga-Vertretern, zehn A-Ligisten und 14 B-Ligisten den fußballspezifischen Anforderungen unterm Hallendach stellen, vorab die Favoritenrollen zu attestieren, mag sich durchaus anbieten. Darauf zu wetten, einer der drei ranghöchsten heimischen Vereine werde tatsächlich den Hallen-Titel holen, könnte sich allerdings als fataler Irrtum erweisen. Teams wie der VfR Ilbenstadt (Sieger 2008) oder der nicht am Start befindliche VfB Petterweil (Gewinner 2011/hatte sich um eine Turnierleitung beworben, den Zuschlag aber nicht erhalten) haben jedenfalls gezeigt, dass auch alles ganz anders kommen kann. In diesem Zusammenhang sehr bedauerlich: Zwei Top-Klubs der Wetterauer Fußball-Szene, Gruppenliga-Leader Türk Gücü Friedberg und KOL-Spitzenreiter SKV Beienheim, sind neben einer ganzen Reihe weiterer Mannschaften, die man gerne gesehen hätte, nicht am Start.

Auch deshalb ist die Absicht von Kreisfußballwart Thorsten Bastian und seinen Mitstreitern, die Hallenfußball-Kreismeisterschaft ab Januar 2014 durch modifizierte Rahmen-Bedingungen für die Wetterauer Fußball-Familie attraktiver zu gestalten, sehr zu begrüßen.

Zur Statistik: Zwölf Vereinen war es seit 1988 in bislang 25 Wettbewerben vergönnt, den Hallenfußball-Kreismeistertitel zu holen. Dabei führt der SV Nie- der-Weisel die Hitliste mit sechs Erfolgen knapp vor dem FV Bad Vilbel (5) an. Der SV Reichelsheim gewann – lang, lang ist’s her – in den Anfangsjahren drei Mal, je zwei Hallensiege verbuchten der SV Echzell und Titelverteidiger KSV Klein-Karben.

In den vier Hallen (Butzbach, Henry-Benrath-Schule Friedberg, Ober-Florstadt und Groß-Karben) ist jeweils ein Verein mit der Turnierleitung betraut: Der SV Nieder-Weisel (Gruppe 1/2), der FSV Dorheim (3/4), der FC Nieder-Florstadt (5/6) sowie die KSG 1920 Groß-Karben (7/8). Nachfolgend der Spielplan in den vier Hallen morgen:

Gruppe 1 (Butzbach)

SV Nieder-Weisel

SV Hoch-Weisel

SG Wohnbach/Berstadt

TFV Ober-Hörgern

FC Gambach

Die Spiele: Gambach – Ober-Hörgern (19 Uhr), Wohnbach/Berstadt – Hoch-Weisel (19.34 Uhr), Nieder-Weisel – Gambach (20.08 Uhr), Ober-Hörgern – Wohnbach/Berstadt (20.42 Uhr), Hoch-Weisel – Nieder-Weisel (21.16 Uhr).

Gruppe 2 (Butzbach)

SV Steinfurth

Spvgg. 08 Bad Nauheim

VfR Butzbach

SVP Fauerbach

Blau-Weiß Espa

Die Spiele: Espa – Butzbach (19.17 Uhr), SVP Fauerbach – Spvgg. 08 Bad Nauheim (19.51 Uhr), Steinfurth – Espa (20.25 Uhr), Butzbach – SVP Fauerbach (20.59 Uhr), Spvgg. 08 Bad Nauheim – Steinfurth (21.33 Uhr).

Gruppe 3 (Friedberg, HBS)

FC Olympia Fauerbach

SV Bruchenbrücken

Türkischer SV Bad Nauheim

SV Schwalheim

SV Ossenheim

Die Spiele: Ossenheim – Türk. SV Bad Nauheim (19 Uhr), Schwalheim – Bruchenbrücken (19.34 Uhr), FC Olympia Fauerbach – Ossenheim (20.08 Uhr), Türk. SV Bad Nauheim – Schwalheim (20.42 Uhr), Bruchen- brücken – FC Olympia Fauerbach (21.16 Uhr).

Gruppe 4 (Friedberg, HBS)

FC Ober-Rosbach

VfB Friedberg

SG Melbach

FSV Dorheim

Blau-Gelb Friedberg

Die Spiele: Blau-Gelb Friedberg – Melbach (19.17 Uhr), Dorheim – VfB Friedberg (19.51 Uhr), Ober-Rosbach – Blau-Gelb Friedberg (20.25 Uhr), Melbach – Dorheim (20.59 Uhr), VfB Friedberg – Ober-Rosbach (21.33 Uhr).

Gruppe 5 (Ober-Florstadt)

FC Nieder-Florstadt

TSV Dorn-Assenheim

KSG Bönstadt

FC Inter Reichelsheim

SV Echzell

Die Spiele: Inter Reichelsheim – Echzell (19.30 Uhr), Bönstadt – Dorn-Assenheim (20.04 Uhr), Nieder-Florstadt – Inter Reichelsheim (20.38 Uhr), Echzell – Bönstadt (21.12 Uhr), Dorn-Assenheim – Nieder-Florstadt (21.29 Uhr).

Gruppe 6 (Ober-Florstadt)

SV Staden

KSV Bingenheim

SV Reichelsheim

SV Leidhecken

Die Spiele: Bingenheim – SV Reichelsheim (19.47 Uhr), Staden – Leidhecken (20.21 Uhr), Bingenheim – Staden (20.55 Uhr).

Gruppe 7 (Groß-Karben)

SC Dortelweil

SV Nieder-Wöllstadt

SV Assenheim

KSG 1920 Groß-Karben

SG Rodheim

Die Spiele: Gr.-Karben – Assenheim (19 Uhr), Rodheim – N.-Wöllstadt (19.34 Uhr), Dortelweil – Gr.-Karben (20.08 Uhr), Assenheim – Rodheim (20.42 Uhr), N.-Wöllstadt – Dortelweil (21.16 Uhr).

Gruppe 8 (Groß-Karben)

FV Bad Vilbel

FC Massenheim

VfR Ilbenstadt

FSG Burg-Gräfenrode

SSV Heilsberg

Die Spiele: Burg-Gräfenrode – Massenheim (19.17), Heilsberg – Ilbenstadt (19.51), Bad Vilbel – B.-Gräfenrode (20.25), Massenheim – Heilsberg (20.59), Ilbenstadt – Bad Vilbel (21.33). Uwe Born

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