Abwehr als Trumpf

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Der Zweikampf um den zweiten Platz in der Handball-Bezirksoberliga hat sich zugespitzt. Beide Bewerber haben am zurückliegenden Wochenende Ausrufezeichen gesetzt. So gewann die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen am Samstag gegen die HSG Marburg/Cappel mit 40:21, bleibt aber mit einem Punkt Rückstand hinter der HSG Mörlen, die sich einen Tag später mit dem 30:22 bei der HSG Dilltal siegreich blieb, auf dem dritten Platz. Die MSG zog nach einem 27:24-Heimsieg gegen die HSG Hungen/Lich am Gegner vorbei auf Platz sechs. Einen Pflichtsieg fuhr die HSG Wettertal gegen die MSG Linden II ein.

Der Zweikampf um den zweiten Platz in der Handball-Bezirksoberliga hat sich zugespitzt. Beide Bewerber haben am zurückliegenden Wochenende Ausrufezeichen gesetzt. So gewann die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen am Samstag gegen die HSG Marburg/Cappel mit 40:21, bleibt aber mit einem Punkt Rückstand hinter der HSG Mörlen, die sich einen Tag später mit dem 30:22 bei der HSG Dilltal siegreich blieb, auf dem dritten Platz. Die MSG zog nach einem 27:24-Heimsieg gegen die HSG Hungen/Lich am Gegner vorbei auf Platz sechs. Einen Pflichtsieg fuhr die HSG Wettertal gegen die MSG Linden II ein.

MSG Florstadt/Gettenau – HSG Hungen/Lich 27:24 (14:13): "Wir haben im Angriff keine Lösungen gefunden", nennt Gästetrainer Carsten Schäfer einen Grund für die Niederlage seiner Mannschaft. Sein Kollege aufseiten der MSG Florstadt/Gettenau, Christian Sacks, einen weiteren für den Sieg seiner Schützlinge: "Niels Peter Eckert." Der MSG-Torhüter bot eine famose Leistung und hatte großen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft.

Gegen die aggressive Abwehr der Hungener taten sich die Hausherren in der Tat schwer. So hieß es nach elf Minuten 6:6, 10:8 in der 19. Minute, ehe die Gäste durch Tore von Timo Metzger, Marvin Menges, Marc Stania und Akin Sahin den Spieß umdrehten und mit 12:10 in Führung gingen. 13:12 hieß es 90 Sekunden vor der Pausensirene, doch Yannic Wenisch und Bela Stewen sorgten dann doch noch für eine knappe Pausenführung der MSG.

Nach dem Wiederbeginn zogen die Gastgeber durch Treffer von Lukas Peppler, Christoph Schildger und Kim Patrick Lehr auf 17:13 davon. Im weiteren Verlauf der Partie gaben sie den Vorsprung nicht mehr aus der Hand, auch dank der guten Arbeit der Deckung mit Steffen Greife. – Tore, Florstadt/Gettenau: Lehr (6/3), Schilder, Peppler (je 5), Wagner, Wenisch, Boller (je 3), Stewen, Greife (je 1). – Hungen/Lich: Kümpel (6/2), Menges, Metzger (je 5), Schmied, Macht, Stania (je 2), Diehl, Sahin (je 2).

HSG Wettertal – MSG Linden II 21:19 (13:10): Ausfälle auf beiden Seiten. "Wir haben uns mit drei A-Jugendlichen verstärkt", sagte Wettertal-Coach Sven Tauber angesichts der Personalnot bei seiner Mannschaft, "und alle drei haben ein gutes Spiel gemacht." Trainerlob also für Philipp Rumpf, Michel Görlich und Tom-Luca Kneissl, die in dieser Partie auch zu den Torschützen gehörten und damit ihren Anteil am Wettertaler Sieg hatten. Torhüter Jan Philipp Becker bot ebenfalls eine ansprechende Leistung.

Auch Lindens Coach Conrad Melle musste auf mehrere Stammkräfte verzichten. Zu allem Überfluss verletzte sich in der zwölften Minute mit Nikolas Adamczyk ein wichtiger Angriffsspieler, der danach nur noch sporadisch, in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr eingesetzt wurde. Nach ausgeglichener Anfangsphase (4:4/10.) zogen die Hausherren durch Tore von Bardo Raab, Klaus Bergemann und Merlin Metzger (2) innerhalb von fünf Minuten auf 8:4 davon. Zu Pause führten die Wettertaler mit drei Toren Differenz, bauten nach Wiederbeginn die Führung durch Tore von Tim Bunfill und Raab auf 15:10 (33.) aus.

Doch die Lindener gaben sich nicht geschlagen und schafften durch Treffer von Michel Vogel (3) und Jens Berger (2) bis zur 46. Minute den Ausgleich zum 15:15. Bis zum 17:17 verlief die Partie ausgeglichen, ehe die Hausherren wieder in Führung gingen und diesen Vorsprung bis ins Ziel retteten. "Wir haben zweimal einen deutlichen Rückstand aufgeholt, und das zehrt an den Kräften", erklärte der Lindener Coach. Die Folge: "Wir haben einen oder zwei Fehler mehr gemacht", sagte Melle, und das habe den Ausschlag gegeben. – Tore, Wettertal: Bergemann (4/2), Raab, Metzger (je 3), Tobias Kreuzer, Görlach, Boller, Kneissl, Bunfill (je 2), Rumpf (1). – Linden II: Vogel (6), Adamczyk (4/2), Berger (4), Loh, Ebert, Brockmann, Schury, Weimer (je 1).

HSG Mörlen bleibt Zweiter

HSG Dilltal – HSG Mörlen 22:30 (9:11): "Es war von Anfang an das erwartet enge Spiel", sagte Mörlens Trainer Philipp Petriesas. In der Tat, im ersten Abschnitt stand die Partie auf des Messers Schneide. Allerdings klagte Peter Küster, Coach der HSG Dilltal, dass seine Mannschaft ihre Möglichkeiten nur unzureichend genutzt habe. "Wir haben in den ersten 15 Minuten elf, zwölf klare Chancen nicht genutzt", berichtete er. Und das sollte sich rächen.

9:9 lautete der Spielstand gut zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit, ehe die Gästespieler Christian Birkenstock und Philipp Möbs ihre Mannschaft mit 11:9 in Führung warfen. Dass es dann nicht besser wurde, nahm Peter Küster auf seine Kappe. "Fünf Minuten vor der Pause habe ich Torhüter Nico Russmann ausgewechselt und in der zweiten Halbzeit wieder eingesetzt", sagte der Dilltaler Trainer. Aber da habe Russmann nicht mehr ins Spiel gefunden.

Auf der anderen Seite stellte Petriesas fest, dass die beiden Tore kurz vor der Pause seiner Mannschaft "einen Push" gegeben hätten. "Wir waren aktiver in der Abwehr und haben im Angriff meistens die richtigen Entscheidungen getroffen", beschrieb er den Auftritt seines Teams im zweiten Durchgang. Dem hatten die Dilltaler nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Nach ihrer 13:11-Führung (34.) erzielten die Mörler zwei Treffer innerhalb einer Minute. Selbst eine Deckungsumstellung brachte bei Dilltal nicht den gewünschten Effekt. Der Tabellenzweite lag nach 40 Minuten mit 20:15 vorn und baute den Vorsprung bis zum Ende auf acht Tore aus. "Hut ab vor der Mannschaft", zollte Petriesas seinen Spielern ein Gesamtlob. Bei der HSG Dilltal lief in dieser Partie zu viel schief, um gegen den Tabellenzweiten zu bestehen. – Tore, Dilltal: Pöchmann, Weiß, Patrick Müller, Friedrichs, Malo, Fitzner, Heer, Christoph Ulm. – Mörlen: Möbs, Bernhard Dietz, Sebastian Dietz, Christian Birkenstock, Otto, Bischof, Dönges.

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