Petterweils Trainer Martin Peschke (M.) ist mit seiner Mannschaft bei der HSG Linden im Einsatz. Foto: Nici Merz
+
Petterweils Trainer Martin Peschke (M.) ist mit seiner Mannschaft bei der HSG Linden im Einsatz. Foto: Nici Merz

Abstiegskampf hier, Topspiel da

(fmm/kun/tfl). Abstiegsangst pur wird am heutigen Abend durch die Friedberger Halle am Seebach wehen. Die heimische TG, siegloser Tabellenletzter der Handball-Landesliga Mitte, empfängt ab 19.45 Uhr den Drittletzten TSV Griedel zum Kampf ums nackte Überleben. Am morgigen Samstag will der TV Petterweil bei der HSG Linden seine weiße Weste verteidigen. Der Tabellenführer muss beim Versuch, den zehnten Sieg im zehnten Spiel einzufahren, aber auf zwei Spieler verzichten.

TG Friedberg - TSV Griedel (heute, 20.15 Uhr, Halle am Seebach): Beide Vereine liegen vor dem Wetterau-Derby am heutigen Abend deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Die TG Friedberg belegt mit 1:17 Punkten den letzten Tabellenplatz, während der TSV Griedel mit 6:14 Punkten als Tabellenzwölfter nur unwesentlich besser dasteht. Trotz der aktuellen Situation ist von diesem Spiel einiges zu erwarten, nicht nur wegen einer größeren Anzahl von Zuschauern als bei "gewöhnlichen" Heimspielen der TG.

"Wir haben einiges wiedergutzumachen nach einer katastrophalen Leistung gegen Lumdatal. Dabei ist es vor allem wichtig, unseren Siegeswillen und den Spaß am Handball wiederzufinden. Das Ergebnis ist vorerst zweitrangig", sagt TG-Trainer Tomazs Jezewski. Auf den Gegner wird sich trotzdem vorbereitet, um auch taktisch eine gute Leistung zu ermöglichen.

Dass die TG derzeit Schlusslicht ist, spielt beim TSV Griedel keine Rolle: "Mit Radu Balazs haben sie nach wie vor einen der besten Torhüter der Landesliga. Für uns gilt es, den starken Friedberger Rückraum in den Griff zu bekommen. Wir haben durch den starken Auftritt gegen Idstein am vergangenen Spieltag allerdings wieder mehr Selbstvertrauen getankt und wollen unsere starke Auswärtsbilanz weiter ausbauen", sagt Griedels Teammanager Jürgen Weiß, dessen Mannschaft mit einem Sieg in der Sporthalle am Seebach den Anschluss an das hintere Tabellenmittelfeld herstellen könnte. "In einem Derby spielt die Tagesform eine entscheidende Rolle. Viel wird davon abhängen, welche Mannschaft mit dem Druck besser umgehen kann. Unsere Abwehr wird dabei der wichtigste Faktor sein und über Sieg oder Niederlage entscheiden", sagt Weiß.

TVP ohne Koffler und Kusan

HSG Linden - TV Petterweil (Samstag, 19.45 Uhr, Sporthalle Lützellinden):Am oberen Ende der Tabelle will der TV Petterweil seine weiße Weste behalten. Der Tabellenführer fährt am Samstag zum Topspiel zur HSG Linden, derzeit mit sechs Minuspunkten Tabellenfünfter. Vergangene Saison spielten beide Mannschaften bis zum Ende um den Aufstieg mit, mussten aber dem TV Breckenheim den Vortritt lassen. Für die laufende Spielzeit wurden bei beiden Mannschaften die Ansprüche gedämpft. Dass nun doch beide Mannschaften wieder oben mitmischen, hat seine Gründe. Nachdem beim TV Petterweil die Abgänge durch das Kollektiv ausgeglichen wurde, hat es Mario Weber, Trainer der HSG Linden, geschafft, einen Umbruch einzuleiten, welcher nun Früchte trägt. Leistungsträger wie Chris Grundmann, Jan Nober und Michael Rocksien wurden durch junge Spieler ersetzt. Mit Joshua Laudt kam ein oberligaerfahrener Torhüter und Julian Wallwaey hat Drittliga-Erfahrung bei der U23 der HSG Wetzlar gesammelt. "Die Mannschaft ist schwerer auszurechnen als noch letzte Saison. Natürlich müssen wir den wurfgewaltigen Jannis Wrackmeyer unter Kontrolle bringen, dürfen aber auch den Rest nicht vernachlässigen. Die Abwehr lässt nur wenige Gegentore zu. Hier gilt es anzusetzen und Lösungen dagegen zu finden", sagt TVP-Coach Martin Peschke.

Ob die Gießener Vorstädter die Spitzengruppe der Landesliga spannend halten können, wird daran liegen wie die eigene 3:2:1-Abwehr funktioniert und wie die Petterweiler das Tempospiel der Lindener unterbinden können. Ausfallen werden Felix Koffler und Lennart Kusan.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare