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Fassungslos: Die Körpersprache von Gießens Powerforward Jordan Barnett gibt den Gemütszustand der 46ers nach der Niederlage gegen Bonn wider. FOTO: VOGLER

Im Abstiegskampf angekommen

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(gae). Die Lage spitzt sich bei den Gießen 46ers zu. Der erhoffte Befreiungsschlag bleibt aus. Das Team von Trainer Ingo Freyer verliert den Krisengipfel am Samstag gegen die Baskets Bonn mit 85:88 und befindet sich mitten im Abstiegskampf.

Für die 46ers geht es in dieser Saison einzig und allein um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga. Zwar haben die 46ers noch vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten aus Weißenfels, doch dieser kann bei der Ausgeglichenheit der Liga ruckzuck aufgebraucht sein.

"Es gibt gute Zeiten, es gibt schlechte Zeiten. Momentan haben wir eine suboptimale Zeit - und daraus werden wir uns rausarbeiten", sagte Geschäftsführer Heiko Schelberg. Das knappe 85:88 war die vierte Pleite in Folge. Und der nächste Heimgegner der 46ers sind am Samstag die Riesen aus Ludwigsburg, die München gestern die erste Saisonniederlage in der BBL beibrachten.

Die als Krisengipfel titulierte Partie gegen Bonn war eine Kostprobe von dem, was in den nächsten Wochen auf dem Court zu sehen sein wird - Abstiegskampf pur. Beide Teams gaben sich zwar Mühe, waren aber auf spielerischer Ebene limitiert. Auf der kämpferischen kann man den 46ers nur wenige Vorwürfe machen, dennoch hatte man den Eindruck, dass bei dem einen oder anderen der unbedingte Wille fehlte, das Letzte aus sich herauszuholen.

Auf Alen Pjanic trifft diese Anschuldigung nicht zu. Der 22-jährige warf sich in jeden Ball und sprintete hinterher - auch wenn es fast aussichtslos schien. Seine fünf Dreier und der spektakuläre Block an seinem ehemaligen Kollegen Benjamin Lischka rissen die Fans von ihren Sitzen.

Aus Freyers Sicht haben einige seiner Spieler zu wenige Rebounds geholt. Er nannte keine Namen und verwies auf den Scoutingbogen. Der erstmals nach seiner Rückenverletzung eingesetzte Luke Petrasek und Jordan Barnett, die zusammen auf knapp 43 Minuten Einsatzzeit kamen, hatten in diesem Bereich eine Null (!) stehen.

Dass Kapitän John Bryant erst im vierten Viertel mit drei Dreiern sowie Freiwürfen scorte und somit auf 85:87 verkürzte - bei 0,4 Sekunden Restspielzeit - ist ebenso unter der Rubrik kurios einzuordnen.

Nach der Begegnung musste sich Gießens Coach Freyer-raus-Rufe gefallen lassen - zum wiederholten Mal in dieser Spielzeit.

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