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51:12 - Frankfurt zerlegt Stuttgart

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(kaja). Oft bekommt Moritz Johannknecht solche Chancen nicht. Der Ersatzquarterback von Frankfurt Universe wird in der Regel nur aufs Feld geschickt, wenn sein Team deutlich in Führung liegt und nicht mehr viel zu verlieren ist. Am Sonntag war dies der Fall. Beim 51:12-Erfolg über die Stuttgart Scorpions in der German Football League Süd hatten die Gastgeber vor 2186 Zuschauern im Stadion am Bornheimer Hang bereits zur Halbzeit einen Vorsprung von 31 Punkten.

Headcoach Thomas Kösling nutzte die Gelegenheit, um der zweiten Garde Spielpraxis zu ermöglichen. Solchen Jungs wie dem 20-jährigen Johannknecht, die im Training immer fleißig und engagiert sind, aber im Ernstfall meist an der Seitenlinie warten müssen. Umso mehr freuten sich alle im lila Trikot mit, als dem Nachwuchsmann im vierten Quarter der finale Touchdown gelang und er selbst das Ei dabei in die Endzone tragen konnte.

"Das war mein erstes Mal", stellte der Student danach fest. Bislang habe er nur sechs Touchdowns mit Pässen auf den Weg gebracht. Die Statistik fällt dem angehenden Wirtschaftsingenieur nicht schwer. Erst in diesem Sommer war der Paderborner aus seiner Heimat an den Main gewechselt, um in der beruflichen wie der sportlichen Karriere den nächsten Schritt zu gehen. Dass man ihn bei den "Men in Purple" nicht nur beim Üben fördert, sondern auch zu erstklassigen Partien auf den Platz lässt, empfindet Johannknecht als großen und willkommenen Vertrauensbeweis.

Am Ende der Hauptrunde könnte es sogar geschehen, verriet Kösling, dass der Backup Stammspieler Steve Cluley von Anfang an ersetzt. Denn seit dem gestrigen neunten Sieg im elften, sehr einseitigen Spiel reicht Universe ein weiterer Triumph, um sich den zweiten Tabellenplatz in der Staffel und damit das Heimrecht in den Play-offs vorzeitig zu sichern.

Der neue Regisseur wird alles dafür tun, dass sein Kader diesen am Samstag (16 Uhr) beim Kellerkind Kirchdorf Wildcats klarmacht. Danach könnten die am meisten Belasteten bis zu den K.o.-Spielen die Beine hochlegen und beobachten, wie ihre Alternativen sich präsentieren. Kösling hat zu seiner Zufriedenheit festgestellt, dass Johannknecht und Co. ebenfalls alles für ihr Team geben. Immerhin verbuchte Universe nach der Halbzeitpause noch weitere 14 Zähler. Geschäftsführer Daniel Zeidler hatte das Spiel da zwar nicht mehr so attraktiv wie vorher gesehen. Doch daran war auch der Regen nicht unschuldig, der eingesetzt und den Rasen rutschig gemacht hatte.

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