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46ers schnuppern an Coup

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Von: Redaktion

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Trotz couragierter Leistung mussten sich die Bundesliga-Basketballer der Gießen 46ers bei Alba Berlin mit 84:85 (39:43) geschlagen geben. Einmal mehr verkauften sich die Mittelhessen gegen ein Top-Team der Liga sehr teuer, aber erneut sprang am Ende nichts Zählbares heraus.

Trotz couragierter Leistung mussten sich die Bundesliga-Basketballer der Gießen 46ers bei Alba Berlin mit 84:85 (39:43) geschlagen geben. Einmal mehr verkauften sich die Mittelhessen gegen ein Top-Team der Liga sehr teuer, aber erneut sprang am Ende nichts Zählbares heraus.

Nach der Anfangsphase und einer Gießener 7:2-Führung nach wenigen Minuten legten die Berliner einen 16:2-Run hin und führten nach dem ersten Viertel mit 22:13. In den ersten zehn Minuten machten die 46ers zu viele Fehler, um mit den zuvor neun Mal in Serie erfolgreichen »Albatrossen« mithalten zu können. Nach der Viertelpause war davon allerdings nichts mehr zu spüren. Die Defense wurde engagierter, die Pässe fanden präziser ihren Abnehmer, um jeden Rebound wurde gekämpft. Der Lohn für die harte Arbeit: Zur Pause lagen die Gäste von der Lahn nur noch mit 39:43 im Hintertreffen, und das trotz eines 9:20-Defizits im Rebound.

Nach dem Seitenwechsel ging es auf Augenhöhe weiter: Der starke Dwayne Evans schloss einen Fastbreak per krachendem Dunking ab, Cameron Wells fand Joshiko Saibou für einen Dreier und Skyler Bowlin kurz darauf wiederum Evans für den Dunk – plötzlich lag Gießen mit 48:47 (24.) in Führung! Es ging nun hin und her, immer wieder wechselte die Mannschaft, die vorne lag. Mit 66:62 für die Gastgeber ging es in den Schlussabschnitt, und die vier Punkte blieben eine Art Mindestabstand, unter den die 46ers nicht mehr kamen. Doch kurz vor Beginn der Schlussminute war es Kapitän Wells, der per Freiwurf den 78:81-Anschluss herstellte – und nur wenige Sekunden später sogar auf 80:81 verkürzen konnte.

37 Sekunden waren nun noch auf der Uhr – und blieben dort auch erstmal, als Skyler Bowlin mit einem Foul gegen Engin Atsür die Zeit stoppte. Der Guard wäre besser beraten gewesen, es in diesem Moment mit Verteidigung zu versuchen, anstatt die Uhr anzuhalten.

Atsür erhöhte von der Linie wieder auf drei Punkte Vorsprung für Berlin, was die Partie aber noch nicht entschied: Berlins Niels Giffey traf einen weiteren Freiwurf, und nach zwei Wells-Punkten von der Linie hätte Ismet Akpinar den Sieg für Alba sieben Sekunden vor dem Ende endgültig eintüten können. Aber nur einer seiner Freiwürfe traf den Korb, und so konnte 46ers-Neuzugang Bazoumana Koné auf 84:85 verkürzen.

2,6 Sekunden verblieben, und die Gießener schickten Berlins Kapitän Dragan Milosavljevic an die Linie: Der Serbe vergab beide Chancen, und Justin Sears sicherte sich den Ball – doch sein Wurf von der eigenen Grundlinie schaffte es nicht in den Berliner Korb. Jubel bei den Hauptstädtern, gesenkte Köpfe auf Gießener Seite. »Die Situation könnte ärgerlicher sein. Es gab Phasen, in denen das Spiel offensiv stockte, was aber normal ist«, resümierte Gießens Coach Wucherer und ergänzte: »Wir haben mit Bazou Koné einen neuen Spieler, Andi Obst hat das erste Mal wieder gespielt nach seiner Verletzung, Justin Sears seit längerem Mal wieder unter Wettkampfbelastung – da ist normal, dass es nicht immer rund läuft. Dass wir am Ende die Chance hatten, das Spiel noch zu gewinnen, spricht dafür, dass wir einiges richtig gemacht haben.«

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