Ingo Freyer ist kein Trainer der Gießen 46ers mehr. FRIEDRICH
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Ingo Freyer ist kein Trainer der Gießen 46ers mehr. FRIEDRICH

Basketball

46ers: Freyer muss gehen

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(kus). Die Bundesliga-Begegnung gegen den Mitteldeutschen BC war für Ingo Freyer die letzte als Trainer der Gießen 46ers. 18 Stunden nach der 93:105-Niederlage im ersten von zwei Schlüsselspielen binnen einer Woche hat der Basketball-Bundesligist Freyer beurlaubt, der seit 2017 Coach der Mittelhessen war und noch einen Vertrag bis zum Saisonende besitzt.

"Aufgrund der aktuellen Tabellensituation haben wir uns entschieden, eine Veränderung auf der Position des Headcoachs vorzunehmen. Solche Entscheidungen sind nicht immer leicht, aber wir stehen in der Verantwortung", sagte Sportdirektor Michael Koch.

Interimstrainer bei den 46ers wird Rolf Scholz, der seit der Gründung der Gießen 46ers Rackelos im Jahr 2017 das Farmteam in der Pro B betreut und beachtliche Erfolge mit seiner Truppe vorzuweisen hat. Der 40-Jährige gehörte zwischen 1998 und 2000 zum Erstliga-Kader der Gießener und spielte von 2002 bis zum Ende seiner Spielerlaufbahn 2011 für den TV Lich in der 2. Bundesliga. Sein Bundesliga-Debüt als Coach wird Scholz nun im Kellerduell gegen die ebenfalls noch sieglosen Niners Chemnitz am Freitagabend (20.30 Uhr) geben.

Mit ihm soll die Wende gelingen, nachdem das Bundes-liga-Team bislang weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Sechs Spiele und sechs Niederlagen sind die ernüchternde Bilanz unter Ingo Freyer in dieser Spielzeit, saisonübergreifend haben die 46ers sogar 13 Begegnungen in Serie verloren. Dabei zeigten sie bislang vor allem in der Verteidigung eine katastrophale Leistung und kassierten im Schnitt über 100 Punkte. Viel zu viel, auch wenn Freyer grundsätzlich den schnellen und sehr offensiven Spielstil bevorzugt. Dies oder andere konkrete Fehler wollte Sportdirektor Koch Freyer nicht vorhalten: "Es ist Sache des Trainers, die Spiele zu gewinnen. Wir lassen ihm freie Hand, mit welchem Stil er das macht."

Eine der dringendsten Aufgaben von Scholz wird es dennoch sein, das Defensivverhalten seiner Truppe zu verbessern und die Anzahl der Ballverluste zu reduzieren. Ihm assistieren wird auch weiterhin Steven Wriedt, der auch unter Freyer Co-Trainer war.

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