Corinne Jourdain vom ASC Marathon Friedberg und ihr Lebensgefährte Jörg Rosskopf, hier vor dem Start des 33 Kilometer langen Crêtes Vosgiennes in den Vogesen im August, haben sich dem Trail-Lauf verschrieben. FOTO: PV
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Corinne Jourdain vom ASC Marathon Friedberg und ihr Lebensgefährte Jörg Rosskopf, hier vor dem Start des 33 Kilometer langen Crêtes Vosgiennes in den Vogesen im August, haben sich dem Trail-Lauf verschrieben. FOTO: PV

44,1 Kilometer über Stock und Stein

  • vonTanja Weber
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(web). Corinne Jourdain (ASC Marathon Friedberg) wurde am vergangenen Wochenende zweitbeste Frau des fünften Vogelsberger Vulkan-Trail-Marathons. 4:22:39 Stunde benötigte die zierliche Langstreckenläuferin für 44,1 Kilometer mit über 1000 Höhenmetern.

"40 Prozent der Wege waren Single-Trails", erklärte ihr Lebensgefährte Jörg Rossberg hinterher - diese waren oft schmal und teilweise sehr matschig. "Wir hatten drei steile Bergpassagen", sagte der Bauingenieur. Auf den Hohe-rodskopf sei es vom Schottener Stadtteil Breungeshain auf einem Pfad entlang des Schleppliftes nahezu senkrecht hinauf gegangen. Auf dem 50 Meter langen Anstieg zum Taufstein mussten die Ultra-Läufer dann durch knöcheltiefen Schlamm stapfen. Waldarbeiten mit schweren Maschinen hatten hier ihre Spuren hinterlassen. "Zur Felsformation des Bilsteins mussten wir dann gehen, hier ging es 300 Meter fast senkrecht hoch", sagte Rossberg.

Gestartet war das Duo um 11 Uhr auf freiem Feld im Breungeshainer Nachbarort Busenborn mit rund 50 anderen Marathon-Trail-Läufern. Zieleinlauf war auf dem Parkplatz vor der Schottener Festhalle.

Die ersten 10 Kilometer begleitete Rossberg seine Partnerin noch, dann setzte er sich ab. "Nach der ersten Verpflegungsstelle bin ich bis zum siebten Platz vorgelaufen", sagter nach dem Rennen. Nach 25 Laufkilometern musste er allerdings dem Zwischenspurt Tribut zollen. Platz 13 und 4:13 Stunden, Zweiter in der Wertungsklasse Senior Master Men vor dem Rockenberger Michael Mastroserio (4:18:59 Stunden), waren sein Endergebnis.

Insgesamt fünf Distanzen waren bei der fünften Auflage des Trail-Laufes angeboten worden. Die XL-ULTRTRAIL-Teilnehmer sammelten auf der längsten Strecke stattliche 92 Kilometer. Zum Must-have für die Teilnehmer gehört ein Trail-Rucksack mit Trinkflaschen, eine Notfallausrüstung (Erste-Hilfe-Set und Rettungsdecke), eine GPS-Uhr mit eingespeicherten Daten der Strecke sowie das Mobiltelefon mit der Telefonnummer der Bergwacht. "Wir konnten die Streckenführung des Marathons anhand von blauen Pfeilen sehr gut erkennen", sagte Corinne Jourdain. "An den vier Verpflegungsstationen haben wir uns selbst bedient: Es gab Wasser, Brezeln, Energieriegel oder Schokolade."

"Für uns ist Trailrunning die Alternative zum Wandern", sagen beide unisono. "Wir sind nach vielen Straßenläufen auf Asphalt zum Genussläufer geworden." Ende August erst war das Trail-Duo 33 Kilometer beim Crêtes Vosgiennes in den Vogesen gelaufen. Start in Le Markstein beim Grand Ballon in den Hochvogesen, Ziel am Lac Blanc. "Der Unterschied zum Vulkan-Trail ist, dass die Wege in den Vogesen richtigen Berg-Wanderweg-Charakter haben", erzählt Rossberg. "Im letzten Teilabschnitt war es so steinig, dass wir nur noch von einem Felsen zum nächsten springen konnten."

Im März steht der nächste Trail-Lauf in den Vogesen über 61 Kilometer auf der Agenda des Pärchens.

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