Die Rückkehr des Pokals

1000 Eintracht-Fans und Uwe Bindewald in Nidda

Mehr als 1000 Besucher hat die Dokumentation "Die Rückkehr des Pokals" in das Lumos-Kino nach Nidda gelockt. Ex-Profi Uwe Bindewald aus Dorheim spricht von einem "besonderen Tag im Mai".

Viele kamen mit Trikot und Schal. Und selbst ihre Banner aus der Fankurve hatten einige Anhänger von Eintracht Frankfurt mitgebracht und im Kinosaal unter die Leinwand gelegt. Man war ja quasi unter sich. Mehr als 1000 Besucher binnen drei Tagen hat "Die Rückkehr des Pokals – Der Film"  in dieser Woche in das Lumos-Kino nach Nidda gelockt, wo am Mittwochabend Eintracht-Legende Uwe Bindewald als Markenbotschafter die Begrüßung übernahm und eine Kopie des DFB-Pokal ein beliebtes Fotomotiv bot. Von "Gänsehaut pur" und "einem ganz besonderen Tag" an dem das "Puzzle zusammengepasst" habe, sprach der 50-jährige Ex-Profi aus Dorheim mit Blick auf den historischen 19. Mai 2018, als Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal gewann; 30 Jahre nach dem letzten Titelgewinn.

Ein Filmteam hatte die Mannschaft von der Abreise bis zum Ende der Feierlichkeiten auf dem Römer rund um das DFB-Pokal-Wochenende begleitet und dazu im Nachgang Interviews mit Trainern, Spielern und Offiziellen geführt. Herausgekommen ist ein Film, der die Sehnsucht nach dem Titel dokumentiert, der das Innenleben der Eintracht eindrucksvoll aufzeigt und die Hingabe rüberbringt, mit der alle Beteiligten für ein erfolgreiches Finale gearbeitet haben.

Eintracht Frankfurt: Intime Einblicke

Was sagte Niko Kovac in der letzten Mannschaftssitzung vor dem Finale in einem Berliner Hotel? Wie beschreibt Axel Hellmann die Situation und die Stimmung im Verein vor dem Pokalfinale? Was sagt Vereinslegende Karl-Heinz Körbel über seinen Moment mit dem DFB-Pokal kurz vor der Siegerehrung? Was denkt und fühlt Niko Kovac über den Pokalsieg? Wie hat Kevin Prince Boateng die Situation rund um den Videobeweis kurz vor Schluss erlebt? Was passiert in der Kabine kurz nach dem Spiel? All diese Fragen beantwortet der Film und bietet eine exklusive Sicht auf den DFB-Pokalsieg von Eintracht Frankfurt.

Uwe Bindewald ist Teil der Eintracht. Zwischen 1988 und 2004 bestritt er 263 Erst- und 123 Zweitligaspiele für die Adlerträger, lief 28-mal im Europapokal auf. Seit dem Januar 2013 ziert ein Abbild Bindewalds eine der zwölf "Säulen der Eintracht" in der U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz. Heute ist er Markenbotschafter. "Andere Spieler schießen schöne Tore und küssen das Wappen auf dem Trikot. Tore habe ich nicht viele geschossen, aber ich bin lange dabei, habe mit der Eintracht ein bisschen was erlebt und kann den Klub vertreten", beschreibt er seine Rolle beim Bundesligisten.

Eintracht-Legende Bindewald optimistisch

Mit reichlich Applaus wurde Bindewald in Nidda empfangen und nahm auch zur aktuellen Situation Stellung. "Diese Mannschaft hat einfach eine tolle Mentalität, einen geilen Charakter." Als Mitglied im Trainerstab der Fußballschule von Eintracht Frankfurt hatte Bindewald die Profi-Mannschaft kürzlich zur Rückrunden-Vorbereitung in die Vereinigten Staaten begleitet, konnte sich ein Bild von der Arbeit von Adi Hütter machen ("Was er aus der Mannschaft ausholt . . ."). Die erneute Europa League-Qualifikation "seiner" Eintracht traut der Ex-Profi der Mannschaft zu, ebenso das Weiterkommen gegen Schachtar Donezk in der Runde der letzten 32. "Die Jungs sind so fokussiert. Donezk ist machbar. Ich sag mal, auch das Halbfinale ist möglich." Vielleicht strömen als bald ja wieder unzählige Frankfurt-Fans ins Kino, wenn es heißt "Die Rückkehr des Pokals - Europacup-Edition".

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