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0:3-Pleite für SG Rodheim II

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Kein Durchkommen: Robert Leuners Angriffsversuch wird von den Hünfeldern Marek Liwoch (l.) und Peter Krautwurst geblockt.
Kein Durchkommen: Robert Leuners Angriffsversuch wird von den Hünfeldern Marek Liwoch (l.) und Peter Krautwurst geblockt. © Andreas Chuc

(pm) Nach drei glatten Siegen zum Auftakt in der Volleyball-Regionalliga Südwest hat es am vierten Spieltag die SG Rodheim II erwischt. Der bisherige Spitzenreiter verlor sein Heimspiel gegen den Hünfelder SV mit 0:3 (23:25, 22:25, 25:27).

Grund dafür waren die großen Personalsorgen, mit dem angeschlagenen Jens Bender und dem noch nicht wieder 100 Prozent fitten Stefan Kann standen lediglich acht Spieler zur Verfügung. Zudem wurden in jedem Satz hohe Führungen verspielt. SGR-Trainer Detlef Zschiesche bilanzierte dementsprechend: »Wir haben wirklich mit Herz gekämpft und verlieren unglücklich unter diesen ungünstigen Voraussetzungen. Bis auf das Nehmen von Auszeiten hatte ich keinen Zugriff aufs Spielgeschehen.« Durch diese Niederlage zog der TSV Speyer an den Piraten vorbei.

Die Ausfallliste war im Vergleich zur Vorwoche nochmals länger geworden. Neben Gaus und Gornik fehlten Brömmeling und Libero Liebster; Kann saß zwar mit auf der Bank, war aber nach noch nicht ganz erfolgter Genesung nur bedingt einsatzfähig. Ebenso hatte Bender noch unter den Nachwirkungen des Gastspiels in Wiesbaden von vergangener Woche zu kämpfen und wurde ab dem ersten Satz von leichten Knieproblemen geplagt. Somit rückte Thomas Lingenau auf die Liberoposition nach, die er auch schon mehrere Jahre in Rodheims erster Mannschaft innehatte.

Die Piraten starteten gut in die Partie. Mit 14:10 führten die Wetterauer zunächst. Gründe dafür waren einmal mehr die gute Aufschlagleistung sowie die kämpferische Abwehrbereitschaft der Piraten. Doch die Hünfelder ließen sich auch gegen den Tabellenführer nicht aus der Ruhe bringen und machten es vor allem durch eine solide Blockarbeit ihrer im Durchschnitt deutlich größeren Akteure den SGRlern zunehmend schwer, Angriffsschläge direkt im gegnerischen Feld unterzubringen. Nach engem Verlauf konnten die Hünfelder den ersten Durchgang mit 25:23 für sich entscheiden.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch in Durchgang zwei ab. Auf eine abermalige Rodheimer Fünf-Punkte-Führung Mitte des Satzes folgten wieder Schwächephasen, in der der HSV Aufschlagserien von mehreren Punkten in Folge erzielen konnte. Obwohl die Annahme der Rodheimer rund um den soliden Ersatzlibero Lingenau »eigentlich ganz gut« (Zitat Zander) war, fehlte nach wie vor die Durchschlagskraft im Angriff. Deshalb ging auch der zweite Durchgang aus Rodheimer Sicht mit 22:25 verloren.

Auch im dritten Satz führten die Rodheimer zwischenzeitlich komfortabel (18:14), doch schließlich machte sich hier die zahlenmäßige Überlegenheit der Gäste bemerkbar. In jedem Durchgang wechselten diese mindestens viermal. Aufseiten der Rodheimer stand im gesamten Spiel ein einziger Wechsel zu Buche, als Stefan Kann für einen Aufschlag aufs Spielfeld kam. Während die Hünfelder ihre körperliche Überlegenheit nutzten und im Angriff zu eher einfachen Punkten kamen, brauchte die SGR oft zwei bis drei Anläufe, um einen Ballwechsel zu gewinnen. Hier tat man sich auf allen Positionen schwer. Hünfeld verwandelte den dritten Matchball zum 27:25 und holte sich alle drei Punkte.

In zwei Wochen steigt für Rodheim das Derby in Hanau.

SG Rodheim: Bender, Breitenfelder, Kann, Lenz, Leuner, Lingenau, Schuld, Zander.

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