05. Mai 2015, 10:13 Uhr

EC-Zugang Dustin Cameron: »Ich liebe Deutschland«

(mn) Dustin Cameron ist gut gelaunt. »In ein paar Tagen geht’s an den See. Dort haben meine Eltern ein Haus«, sagt der 26-Jährige, als ihn die WZ-Sportredaktion zu Hause in Saskatoon in der kanadischen Provinz Saskatchewan erreicht.
05. Mai 2015, 10:13 Uhr
Dustin Cameron (hinten) und Kyle Helms jagen künftig gemeinsam für den EC Bad Nauheim dem Puck hinterher. (Foto: Storch)

Hier ist Cameron geboren, hier leben Freundin, Freunde und Familie, hier ist die sportlich-bittere Saison mit Heilbronn weit weg, und hier hat der Stürmer über seine Zukunft entschieden. Neben dem Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim hatten unter anderem die Sheffield Steelers, der Meister Großbritanniens, großes Interesse an Cameron gezeigt. »Er ist ein großartiger Junge mit einer vorbildlichen Einstellung. Er kann schießen und zeigt Präsenz. Dustin ist ein toller Zwei-Wege-Spieler«, sagt Paul Thompson, der künftige Coach der Steelers, gegenüber der WZ. Thompsen muss es wissen. Er hatte Cameron in der Saison 12/13 in Coventry (Großbritannien) gecoacht.

Warum sich der letztjährige Kapitän der Heilbronner Falken aber für den Wechsel zu den Roten Teufeln entschieden hat, erzählt er im WZ-Gespräch mit Redakteur Michael Nickolaus.

Dustin Cameron, Sie haben sich für Bad Nauheim entschieden. Was hat Sie überzeugt?

Dustin Cameron: Wir hatten in den letzten Wochen gute Gespräche. Mir gefällt, was sich dort tut. Im Vorjahr hatten der Mannschaft nur drei Punkte zu den Playoffs gefehlt. Ich bin überzeugt, dass der Kader verstärkt wird, um dieses Ziel nun zu erreichen.

Sie kennen Petri Kujala als Trainer aus Ravensburg. Wie haben Sie ihn dort erlebt? Und welche Rolle hat er nun in Ihrer Entscheidung gespielt?

Cameron: Das hat die Entscheidung natürlich leichter gemacht. Petri ist ein ruhiger Trainer, der aber ganz genau weiß, wie und wann er die Jungs forscher angehen muss. Er ist ein cleverer Taktiker, kennt das Spiel, weiß, was er tut.

Sie kommen als Topscorer vom Absteiger. Wie sehen Sie rückblickend die Saison in Heilbronn?

Cameron: Es war ein sehr schwieriges Jahr. Wir hatten eine sehr junge Mannschaft, der ganz einfach die Erfahrung gefehlt hat. Wir hatten Probleme – vorne wie hinten. In Bad Nauheim ist das anders. Dort haben wir viele Routiniers, wie ich gesehen habe.

Sie haben sich zum vierten Mal für einen Vertrag in Europa entschieden. Warum?

Cameron: Ich liebe Europa. Eishockey wird auf einem hohen Level gespielt. Die Atmosphäre in den Stadien ist unbeschreiblich. Ja, ich würde sagen, dass ich mich in Deutschland verliebt habe, in das Land, die Menschen und die Kultur.

Wo sehen Sie Unterschiede zum Eishockey in Großbritannien?

Cameron: Die britische Liga ist von Nordamerikanern geprägt, die Zahl der Kontingentspieler ist höher. Insgesamt ist das Spiel dort physischer, in Deutschland wiederum schneller.

Welche Rolle können die Fans des EC Bad Nauheim von Ihnen erwarten?

Cameron: Ich bin ein Zwei-Wege-Spieler, weiß in der offensiven und der defensiven Zone, was zu tun ist. Und ich komme über das Körperspiel. Ich sehe mich mehr als Außen- denn als Mittelstürmer, und hoffe, meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison in die Gruppe einbringen zu können.

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