10. August 2018, 07:00 Uhr

Hessenliga

Zwei Wetterauer Premieren in der Fußball-Hessenliga

Dritter Spieltag in der Fußball-Hessenliga. Für den FV Bad Vilbel gibt es mit dem ersten Heimspiel eine Premiere - und auch Türk Gücü Friedberg hat am Sonntag ein "erstes Mal".
10. August 2018, 07:00 Uhr
Lukas Zarges (am Ball) und Türk Gücü Friedberg sind bei ihrem dritten Hessenligaspiel in der Geschichte erstmals auswärts gefordert. Zudem erwartet das Trainerteam der Wetterauer vom Neuzugang auch noch eine Leistungssteigerung. (Foto: Chuc)

Hessenliga, dritter Akt: Dabei hat die Frage, ob die Titelkandidaten FC Gießen, Bayern Alzenau und Hessen Kassel nach jeweils zwei Auftaktsiegen auch am dritten Spieltag ungeschoren davonkommen, gewiss einen hohen Stellenwert. Dass die führenden Klubs mit heftigem Gegenwind rechnen müssen, versteht sich von selbst. Während bereits am heutigen Freitag Gießens Coach Daniyel Cimen und seine Mannschaft bei Rot-Weiß Hadamar sowie die Alzenauer Truppe beim Wetterauer Hessenliga-Aufsteiger FV Bad Vilbel erstmals auf fremden Plätzen ihre Qualitäten demonstrieren müssen, muss Kassel am Samstag bei der Spvgg. Neu-Isenburg zum dritten Mal in Folge fern der Heimat Farbe bekennen. Vor allem in Bad Vilbel gilt der ebenjener 10. August 2018 als großer Tag: Elf Jahre und fast drei Monate nach dem 3:0-Sieg über den FSV Braunfels genießen die Brunnenstädter im hessischen Fußball-Oberhaus wieder Heimrecht. Türk Gücü Friedberg, der zweite Hessenliga-Vertreter des Fußballkreises Friedberg, feiert am Sonntag ebenfalls Premiere. Zwei Heimspielen gegen Bad Vilbel und Neu-Isenburg, die noch keinen Dreier brachten, folgt beim VfB Ginsheim der erste Auswärtsauftritt.

Fußball-Hessenliga: Erstes Heimspiel seit über elf Jahren

FV Bad Vilbel – FC Bayern Alzenau (Freitag, 19.30 Uhr): Dem guten Start Hessenliga folgte der erste Rückschlag: Fünf Tage nach dem 3:0 bei Mitaufsteiger Türk Gücü Friedberg unterlag der FV Bad Vilbel beim KSV Baunatal mit 0:2. Doch der Gegner für das erste Hessenliga-Heimspiel ist kein Leichter. Neun Tore hat Bayern Alzenau in den beiden bisherigen Partien erzielt und, wenn überhaupt, bei vier Gegentreffern, von denen drei nach Standardsituationen fielen, eine kleine Schwäche offenbart. Das 1:8 im Regionalliga-Aufstiegsspiel beim FV Villingen hat das Team von Trainer Angelo Barletta also in den vergangenen zwei Monaten ganz offensichtlich verarbeitet – und die Favoritenrolle in der Hessenliga voll und ganz angenommen. »Wir wollen auch in Bad Vilbel drei Punkte holen«, stellt Barletta klar.

Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic könnte sich von seinem neuen Torhüter Patrick Rühl sowie von Mittelfeldspieler Kristjan Bejic noch fehlende Informationen über den Gegner holen, die beide letztes Jahr noch bei den Bayern spielten. »Ich habe sie aber schon zweimal gesehen und weiß ganz gut, was uns erwartet. Sie haben ihren Stil ein bisschen geändert und sind vorne bisher brutal effektiv gewesen«, sagt Mustafic – der sich wie immer nicht allzu sehr am Gegner orientieren möchte: »Wir wollen versuchen, unser Spiel durchzudrücken. Das ist uns in Baunatal nicht gelungen, deshalb haben wir verloren.« Nuh Uslu, eine der großen Stützen der letzten Jahre, wird wegen seines Trainingsrückstandes nicht spielen. Dafür kommen einige angeschlagene Spieler zurück, etwa Bejic und Oleg Huwa. »Wir haben wieder mehr Alternativen, das ist schon mal gut, sagt Bad Vilbels Trainer, der sich auf die große Aufgabe freut: »Wir spielen gegen den Vizemeister und sind dementsprechend voll motiviert.«

Fußball-Hessenliga: Lukas Zarges und Younes Bahssou sollen sich steigern

VfB Ginsheim – Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr): Obwohl die Findungsphase nach der recht kurzen Saisonvorbereitung noch nicht abgeschlossen ist, können die Friedberger Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin mit dem Stand der Dinge durchaus zufrieden sein. »Wie wir gegen Neu-Isenburg gespielt haben, sah schon recht ordentlich aus. Schade nur, dass es trotz genügend Torchancen und spielerischer Dominanz nicht zum Sieg gereicht hat«, sagt Cagritekin. Für die Partie in Ginsheim sieht er weiteres Steigerungspotenzial: »Das gilt auch für Younes Bahssou im Angriff sowie für Lukas Zarges im zentralen Mittelfeld. Beide haben in ihren Einsätzen angedeutet, was sie drauf haben. Aber ich denke, es geht noch besser.«

Im Übrigen sei, so Cagritekin, der Kader ausreichend stark besetzt, um gegebenenfalls taktisch bedingte Änderungen in der Startelf vorzunehmen. Florian Decise und Filip Osman sind bei diesen Überlegungen verletzungsbedingt noch außen vor. Beim VfB Ginsheim, wo Artur Lemm im sechsten Jahr als Chefcoach fungiert, startete man im Rahmen seiner Möglichkeiten: Dem 3:1-Heimsieg über Viktoria Griesheim folgte eine 2:4-Niederlage in Alzenau.

Türk Gücü Friedberg: Grbovic (Shpirov), Bartel, Usic, Tesfaldet, Zarges, Erdogan, Takahashi, Bayraktar, Toskovic, Gürsoy, Bahssou, Bell Bell, Özyürek, Vranesevic, Biber, Grölz, Penava.

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