11. Februar 2019, 20:26 Uhr

Nachgefragt bei Volker Zorn

Zukunft des TTC Melbach liegt in der Sonderklasse

11. Februar 2019, 20:26 Uhr
Volker Zorn

Der TTC Melbach ist einer der vielen kleinen Tischtennis-Vereine im Wetteraukreis, dessen Altersstruktur immer höher wird. Außerdem hat der Klub nur eine Herren-Mannschaft am Start, die dann am Ende der Vorrunde auch noch zwangsweise aufgelöst wurde, da die Wölfersheimer Vorörtler in der 1. Kreisklasse/Gruppe 2 dreimal nicht angetreten waren. »Macher« Volker Zorn gab Auskunft, wie es dazu kam und wie es nun weitergehen soll.

Ihre einzige Mannschaft wurde abgemeldet. Wie kam es dazu?

Volker Zorn: Wir sind ein kleiner Verein, der auch überaltert ist. So kam es, dass wir immer wieder Ausfälle zu beklagen hatten. Ich konnte wegen Rückenproblemen oft nicht spielen, Manfred Lamotte ist oft im Urlaub, Gerhard Mittag war krank, und Christine Peters möchte ohnehin nur gelegentlich spielen. So reichte es dann einfach nicht mehr, zumal Kenanja Wick und Kay Wick auch noch umgezogen sind und seit der Rückrunde in Ostheim spielen.

Wie soll es jetzt weiter gehen? Ist eine Fusion mit Wölfersheim geplant, ein Weg, den auch einige Vereine im Kreis gehen?

Zorn: Der letzte Zusammenschluss von Bad Nauheim und Steinfurth hat mich schon sehr überrascht, da Steinfurth doch so ein traditionsreicher Verein war. Aber wir wollen dies nicht machen. Wir werden in der kommenden Saison in der Sonderklasse mit Vierer-Mannschaften an den Start gehen. Dafür haben wir noch genügend Spieler, zumal wir mit dem zugezogenen Timo Hinz noch einen Neuzugang zu verzeichnen haben.

Können diese wenigen Personen überhaupt noch alle Vorstandsposten besetzen?

Zorn: Das ist natürlich nicht ganz einfach, doch mein Sohn macht noch einige Tätigkeiten, auch wenn er selbst nicht mehr spielt, da er sehr ungünstige Arbeitszeiten hat.

Wie kann sich an der Situation noch einmal etwas ändern?

Zorn: Wir haben vor einigen Jahren eine Kooperation mit einer Schule gehabt, doch entweder sind die Kinder dann nach Wölfersheim gegangen, sie sind zum Fußball abgewandert, oder sie haben wieder ganz aufgehört. Seitdem haben wir keinen Versuch mehr unternommen, Jugendliche heranzuholen. Somit werden wir zunächst einmal mit der derzeitigen Situation klarkommen müssen und dann sehen, wie es weitergeht. (Foto: pv)

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