27. Juli 2018, 12:00 Uhr

FV Bad Vilbel

Vor dem Hessenliga-Start: Der FV Bad Vilbel will seinem eigenen Stil treu bleiben

Sie waren mal der Verein, der am längsten in der Hessenliga gespielt hat. Dann folgte der Abstieg. Nun ist der FV Bad Vilbel zurück - mit einem Trainer mit besonderer Vergangenheit.
27. Juli 2018, 12:00 Uhr
FV Bad Vilbel: (hintere Reihe von links) Physiotherapeutin Olga Jelenskyte, Niklas Arheidt, Darren Lee Hare, Benjamin Sabic, Tim Tilger, Jonas Grüter, Thorben Knauer, Harald Wilke (Spielausschuss); (mittlere Reihe von links) Trainer Amir Mustafic, Torwarttrainer Muzafer Dolovac, Betreuer Zlatan Salihagic, Leon Gallm, Ugur Aslan, Adnan Alik, Kristijan Bejic, Fatih Uslu, Dennis Geh, Klubchef Willi Eckhardt, Andreas Schlatter (2. Vorsitzender); (vorne von links) Alexander Bauscher, Maximilian Brauburger, Dominik Emmel, Sadra Sememy, Patrick Rühl, Raul Sanchez-Mendez, Travis Parker, Lukas Knell. (Foto: Born)

Nach elf Jahren ist der FV Bad Vilbel also in die Hessenliga zurückgekehrt - vermutlich die stärkste aller Zeiten. Dort hatten die Wetterauer schon von 1992 bis 2007 ohne Unterbrechung gespielt – am Ende als »dienstältester« Verein. Auch der heutige Trainer Amir Mustafic war einst am Niddasportfeld aktiv, damals war Bad Vilbel eine richtig gute Adresse und hielt in einer Liga beachtlich gut mit, in der zeitweise noch die Eintracht-Amateure, der FSV Frankfurt, Darmstadt 98 und Kickers Offenbach spielten. Und natürlich der KSV Klein-Karben, der dem FV im Frühjahr 2000 die Hessenmeisterschaft vor der Nase wegschnappte, später aber auch abstieg und inzwischen ganz von der Bildfläche verschwunden ist. Amir Mustafic war selbst einer von vielen Bad Vilbeler Spielern, die zum Nachbarn wechselten, kehrte gegen Ende seiner Laufbahn 2012 aber zurück und brachte als Spielertrainer neuen Schwung nach Bad Vilbel.

Schwere Zeiten liegen hinter dem Verein, der sportlich zweimal am Abgrund stand, den Abstieg in die Gruppenliga aber 2009 und 2011 gerade noch verhindern konnte. Und auch hinter den Kulissen war nicht alles eitel Sonnenschein. Die Nachwirkungen der »großen« Zeiten, in denen nach allem was damals zu hören war, auch groß bezahlt wurde, waren spürbar. Erst mit Willi Eckhardt, der 2013 Vorsitzender wurde, kehrte die nötige Besonnenheit zurück. Langsam aber sich ging es dann aufwärts. In aller Ruhe konnte Mustafic eine Mannschaft reifen lassen. Und er konnte selbst reifen und die Fußballschuhe irgendwann endgültig an den Nagel hängen. 2016 und 2017 wurde Bad Vilbel in der Verbandsliga Süd Dritter, ehe in der abgelaufenen Saison der große Wurf gelang

FV Bad Vilbel: Trainer Mustafic von den Neuzugängen überzeugt

Und nun also Hessenliga. Und zwar ohne Torhüter Robin Orband, den es berufsbedingt nach Bremen verschlägt, und ohne Davor Babic der zum Frankfurter Verbandsliga-Aufsteiger FFV Sportfreunde wechselt. Außerdem sind mit Filip Osman, Ugur Erdogan, Dominik Schlatter und Imran Barkok vier Spieler weitergezogen, über die sich ihre neuen Vereine sicher freuen, die für die Hessenliga aber einen langen Atem gebraucht hätten.

Sein Kader, davon ist Mustafic überzeugt, hat mit den Neuzugängen eine gute Qualität. Und zwar trotz des kurzfristigen Abgangs von Nick Volp, der von den Sportfreunden Siegen gekommen war, nun aber im Odenwald arbeitet und deshalb doch lieber zu Viktoria Griesheim in der Darmstädter Kante weitergezogen ist. »Kann sein, dass wir deswegen noch einen oder zwei Spieler dazu nehmen«, verrät Mustafic.

FV Bad Vilbel: Mustafic fordert volle Konzentration von seinen Spielern

Die Vorbereitung verlief laut Bad Vilbels Trainer in den ersten Wochen gut, ehe das ständige Training auf dem Kunstrasenplatz doch einige Wehwehchen verursachte. Nichts aber, was nicht bis zum Rundenbginn wieder ins Lot zu bringen sei, wie Mustafic meint: »Wir wollen unseren Spielstil beibehalten, auch wenn wir jetzt eine Liga höher spielen. Das ist alles eine Konzentrationsfrage und ich bin gespannt, wie oft wir das hinbekommen.« Roland Stipp

Info

Alle Infos zu Kader und Terminen des FV Bad Vilbel

Der Kader / Zugänge: Patrick Rühl, Kristijan Bejic (beide Bayern Alzenau), Ugur Aslan (Teutonia Wtzenborn-Steinberg), Tim Tilger (Usinger TSG), Travis Parker (SC 1960 Hanau), Raul Sanchez-Mendez (Germania Schwanheim), Maximilian Brauburger (A-Jugend SV Erlensee), Darren Lee Hare, Niklas Arheidt, Leon Gallm (alle eigene A-Jugend).
Abgänge: Ugur Erdogan (SC 1960 Hanau), Dominik Schlatter (SC Dortelweil), Davor Babic (Spfr. 04 Frankfurt), Imran Barkok (SV Zeilsheim), Filip Osman (Türk Gücü Friedberg), Robin Orband (Ziel unbekannt).
Trainer: Amir Mustafic (im 7. Jahr).
Tor: Patrick Rühl, Sadra Sememy.
Abwehr: Jonas Grüter, Adnan Alik, Oleg Huwa, Dennis Geh, Niklas Arheidt, Travis Parker, Darren Lee Hare, Benjamin Sabic, Dominik Emmel.
Mittelfeld und Angriff: Tim Tilger, Ugur Aslan, Thorben Knauer, Nuh Uslu, Kristian Pejic, Alexander Bauscher, Zoran Djordjevic, Raul Sanchez-Mendez, Ajdin Maksumic, Lukas Knell, Kristijan Bejic, Maximilian Brauburger, Leon Gallm und Fatih Uslu.


Die Termine

29. Juli     Friedberg (A)
 3. August    Baunatal (A)
10. August    Alzenau (H)
14. August        Gießen (H)
19. August     Ginsheim (A)
25. August    Friedberg (H)
31. August    Griesheim (H)
 5. September    Lohfelden (A)
 8. September    Hadamar (A)
15. September    Fulda (H)
22. September    Waldgirmes (A)
28. September    Kassel (H)
 3. Oktober        Flieden (A)
 6. Oktober    Neu-Isenburg (H)
13. Oktober    spielfrei
19. Oktober    Ederbergland (H)
26. Oktober    Eddersheim (A)
 3. November    Hünfeld (H)
 9. November    Baunatal (H)
17. November    Alzenau (A)
23. November    Ginsheim (H)

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