23. Mai 2018, 07:00 Uhr

Deutscher Meister

Ü53-Volleyballer der SG Rodheim mit historischem Erfolg in Berlin

Die Fußballer aus Frankfurt haben es vorgemacht, dass man einen übermächtigen Gegner besiegen kann. Am Sonntag haben die Ü 53-Volleyballer der SG Rodheim gezeigt: Das können wir auch!
23. Mai 2018, 07:00 Uhr
SG Rodheim, Deutscher Volleyball-Meister Ü 53 mit (v. l.) Thomas Weber, Markus Steinhauer, Peter Stößinger, Stefan Brömmeling, Siggi Klingelhöfer, Bernd Albat, Uli Bönsch, Thorsten Köstner, Thomas Beerboom, Eddy Ettlinger, Uwe Burkhard, Paul Jansen, Andreas Pakzies.

Mit einer überragenden Leistung hat sich die SG Rodheim im Finale der Deutschen Ü 53-Meisterschaft gegen das mit Ex-Nationalspielern gespickte Team des 1. SV Norderstedt mit 2:0 durchgesetzt und der SGR damit den ersten nationalen Titel bei den Volleyball-Senioren gesichert. »Wir haben im Finale unser bestes Spiel gezeigt«, freute sich Stefan Brömmeling, Lob gab es von Stößinger: »Das ist das Sahnehäubchen nach dem zweiten Platz bei der Ü 49 im letzten Jahr und etlichen Titeln im Beach-Bereich. Dank an die gesamte Mannschaft für ihr Engagement.«

Die SG Rodheim startete am Samstag furios ins Turnier. Das hochgehandelte Team des SV Schwaig, weitgehend identisch mit dem Ü47-Meisterteam des Jahres 2016, musste die Wetterauer nach ausgeglichenem Beginn ziehen lassen. Mit 25:14 und 25:14 endeten die Sätze deutlich. Damit war die SGR zwar für das Viertelfinale qualifiziert, allerdings musste gegen den MTV Mariendorf ein Sieg her, um in der K.o.-Runde nicht direkt auf den Meisterschaftsfavoriten aus Norderstedt zu stoßen. Dementsprechend groß war der Druck – dennoch unterschätzten die Rodheimer ihren Gegner aus Berlin, der sich sehr unorthodox im Angriff und gummiwandartig in der Feldabwehr präsentierte. Der erste Satz ging mit 22:25 verloren. Doch im zweiten Satz hatten sich die Wetterauer berappelt. Ohne zu glänzen erzwangen sie mit einem klaren 25:16 den Entscheidungssatz. Der war dann erneut eine klare Angelegenheit. Mit dem 15:9 war der Gruppensieg gesichert. Im letzten Spiel des ersten Turniertages traf Rodheim im Viertelfinale auf den VfL Lintorf. Angeführt vom starken Zuspieler Uli Bönsch spielte die Mannschaft aus der Wetterau souverän auf und verdiente sich mit einem 25:16, 25:20-Sieg das Lob des Gegners.

Damit war das Halbfinale erreicht und klar: Nix wird’s mit Players-Party und »Hoch die Tassen« – größtmögliche Regeneration beim Pokalfinale-Schauen mit wenig Alkohol in der Hotelbar war die Ansage von Peter Stößinger.

Gesagt, getan. Wohl auch deshalb zeigte Rodheim gegen starke Dürener am Sonntagmorgen eine solide Leistung. Wenige Eigenfehler, solide Ballannahme und starke Aufschläge waren der Garant für den knappen 25:21-Sieg im ersten Satz. Mitte des zweiten Durchgangs hatte man der SGR Düren den Schneid abgekauft. Die Fans mussten nach ausgeglichenem Satzbeginn nicht lange zittern. Rodheim setzte sich rasch deutlich ab und zog mit dem 25:15 ins Finale ein.

Während der SGR eine konzentrierte Leistung gereicht hatte, musste Norderstedt auf dem Nachbarfeld im zweiten Halbfinale hart arbeiten. Helios Berlin war ein ebenbürtiger Gegner, so dass Norderstedt sich jeden Punkt hart erkämpfen musste, bis der Zwei-Satz-Sieg und damit der Finaleinzug gesichert war. Ein Umstand, der Rodheim in die Karten spielte.

Mit großem Respekt, aber dennoch mit reichlich Selbstvertrauen ging Rodheim ins Finale. Es begann spektakulär: Einerblock von Brömmeling, Einerblock von Markus Steinhauer, Doppelblock von beiden: 3:0 – leichtes Raunen auf der Tribüne und kleine Verunsicherung aufseiten des Favoriten. Rodheim setzte Norderstedt im weiteren Verlauf mit starken Aufgaben unter Druck, brachte den Zuspieler ins Laufen, der seine Angreifer dadurch nicht so gut in Szene setzen konnte. Rodheim holte viele Bälle in der Abwehr und konnte selbst punkten. Mit 25:13 ging der erste Satz an Rodheim – unfassbar. »Nicht nachlassen, weiter Vollgas!«, war die Ansage von Stößinger in der Satzpause. Die Norderstädter wirkten angezählt und ein wenig müde, während die SGR immer sicherer wurde. Bei 20:11 wurde den Fans und den Spielern langsam klar: Das packen wir. Zwei Minuten später war der historische Erfolg perfekt: 25:12, den Favoriten in zwei Sätzen zerlegt. Im Kreis hüpfende Spieler sangen: »Hier! Regiert! Die SGR!«

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