22. März 2018, 07:00 Uhr

Skaterhockey

Transfers, Modus, Favoriten: Rhein-Main Patriots hoffen auf Bundesliga-Rückkehr zum Jubiläum

Die Saison 2018 beginnt für die Rhein-Main Patriots am Samstag. Enden soll die Skaterhockey-Spielzeit mit der Bundesliga-Rückkehr. Aber: Nie war die zweite Liga prominenter, ausgeglichener besetzt.
22. März 2018, 07:00 Uhr
Die Rhein-Main Patriots vor der Saison 2018 in der 2. Skaterhockey-Bundesliga: (stehend v.l.: Farhal Abedi (Betreuer), Patric Pfannmüller (Sportlicher Leiter), Mario Rosandic, Sebastian Neumann, Sven Schlicht, Niklas Lachmann, Alexander Blum, Dennis Berk, Alexander Schäfer, Tobias Etzel, Alexander Stengel, Marc Langer, Michael Homberg (Betreuer); (vorne) Daniel Schneider, Felix Dombrowsky, Andre Lorei, Mathias Becker (Trainer), Stefan Napravnik (Trainer), Max Keusen, Marcel Kempf, Basti Aletter. (Foto: Chuc)

Die Patriots haben 1999 erstmals am Spielbetrieb teilgenommen. Damals noch als Inlinehockey-Verein, mit Puck statt Ball und auch noch unter freiem Himmel. Zum »20-Jährigen« im kommenden Sommer wird natürlich mit der Rückkehr in die Bundesliga geliebäugelt. »Das Jubiläum als Erstligist ist natürlich ein Ziel«, sagt Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter. Fünf Jahre haben die Niddataler seit dem Wechsel in den Skaterhockey-Bereich (2009) zum Kreis der besten deutschen Mannschaften gezählt. Nach Abstieg und Umbruch (2015) klopften die Hessen im letzten Herbst an das Tor zur Bundesliga. Erst in einem wahren »Endspiel« um den Aufstieg unterlag Assenheim im November den Düsseldorf Rams. Mit der Partie gegen Deggendorf (Samstag, 18.30 Uhr) beginnt ein neuer Anlauf.

 

Wer kam? Wer ging?

In der Rubrik »Zugänge« finden sich durchweg Rückkehrer und Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Die Namen Marcel Kempf (Torwart), Marcel Patejdl und Dennis Berk (beide Verteidiger) erinnern allesamt an die fünf Bundesliga-Spielzeiten in Assenheim. Kempf - Bruder von Fußball-Profi Marc-Oliver Kempf (SC Freiburg) - kommt vom Bundesligisten Kassel. Ex-Nationalspieler Patejdl hatte zuletzt auf Grund von Knieproblemen pausiert, und Berk war zuletzt inaktiv. Dazu gesellt sich Andrei Lorei (einst Junioren-EM-Zweiter mit der Inlinehockey-Nationalmannschaft). Im Seniorenbereich bestritt er in den Jahren 2009 und 2010 für die Patriots 15 Skaterhockeyspiele für Assenheim.

+++ Der Spielplan der Rhein-Main Patriots +++

Mit Alexander Stengel und Marc Langer wurden zwei Eigengewächse in den Herren-Kader hochgezogen, die gerade der U16-Mannschaft entwachsen sind und noch in der U19 eingesetzt werden können. Zurück zu den Essen Rockets in die Bundesliga gewechselt ist Jan Barta, der in den Vorjahres-Playoffs den Kader erheblich aufgewertet hatte. Der einstige Eishockey-Profi aus der Wetterau hat im Ruhrgebiet beruflich Fuß gefasst. Johann Schardt, der eine starke letzte Saison gespielt hatte, steht aus Studiengründen nicht mehr zur Verfügung. Ebenso fehlen Rene Juli und Torhüterin Carolin Walz.

 

Die Trainerposition

Stefan Napravnik, seit Herbst 2014 Coach der Patriots, erhält Unterstützung. Mathias Becker wird zusammen mit Napravnik die Verantwortung im Training und an Spieltagen tragen. Der 40-jährige Becker spielte einst Inlinehockey bei den Bad Nauheim Grizzlys und ist im Winter für die Amateur-Mannschaft der Roten Teufel in der Eishockey-Hessenliga aktiv. »Ich kenne Mathias schon sehr lange. Sein Hockeyverständnis kommt meinen Vorstellungen sehr nahe. Auf der Trainerposition sind wir gut aufgestellt«, sagt Pfannmüller.

Der Modus

Die Süd-Staffel wurde von acht auf zehn Mannschaften erweitert. Aus der Bundesliga kam Augsburg. Aus den Regionalliga können Atting und Sassbach begrüßt werden. Menden ist in die Nord-Staffel gewechselt. Die zehn Klubs spielen eine Hin- und Rückrunde.

Statt zwei Mannschaften (wie im Vorjahr) qualifizieren sich vier Teams für die Playoffs mit dem Norden. Das Viertelfinale beginnt am 30. September. Gespielt wird nach dem Best-of-three-Modus. Die beiden Finalisten steigen auf.

 

Die Favoriten

Der TV Augsburg trägt den klangvollsten Namen. Der frühere Deutsche Meister und Europapokalsieger ist überraschend aus der Bundesliga abgestiegen und strebt den Wiederaufstieg an. Auf dem Durchmarsch befindet sich zudem der IHC Atting. Aufgrund einer fehlenden Spielstätte hatte sich der Klub aus der Region Straubing vor zwei Jahren aus dem Oberhaus zurückziehen müssen. Jetzt, da der Spatenstich für eine neue Inline- und Stocksporthalle erfolgt ist, wird zweite Liga als Durchgangsstation angesehen. Neben Vorjahres-Meister Assenheim zählen die arrivierten Klubs aus Spaichingen, Merdingen und Freiburg zu den Mitfavoriten. In der unteren Hälfte der Tabelle sind Schwabmünchen, Deggendorf Ingolstadt und Aufsteiger Sassbach zu erwarten.

Das Umfeld

Die Mitgliederzahlen (derzeit 252) sind seit Jahren konstant. Im Nachwuchs haben die Patriots in allen vier Altersklassen (U10/U13/U16/U19) Mannschaften gemeldet. Die Damen spielen in der Bundesliga, haben im Vorjahr Rang drei erreicht. Eine klassische zweite Skaterhockey-Mannschaft gibt es nicht. Zu weit wären die Reisen in der Regionalliga. Die sogenannten »Black Devils« sind deshalb in den Inlinehockey-Spielbetrieb integriert. Zudem existiert eine Hobby-Mannschaft.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Assenheim
  • Jubiläen
  • Patric Pfannmüller
  • Rhein-Main Patriots
  • SC Freiburg
  • Sport-Mix
  • Michael Nickolaus
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.