11. März 2018, 19:38 Uhr

Fußball-Gruppenliga

Tätlichkeit bringt VfB Friedberg auf Verliererstraße - Beienheim schlägt Hausen

Enttäuschung in den Reihen des Gruppenligisten VfB Friedberg: Die Burgfeldelf verliert gegen die FG Seckbach eine verdiente 0:2. Der SKV Beienheim schlägt einen direkten Konkurrenten.
11. März 2018, 19:38 Uhr
Eugen Rack (vorne) muss nach einer Tätlichkeit vom Platz, der folgende Freistoß bringt den VfB Friedberg im Spiel gegen die FG Seckbach in Rückstand. (Foto: Merz)

VfB Friedberg - FG Seckbach 0:2 (0:0):

Enttäuschung in den Reihen des Gruppenligisten VfB Friedberg: Anstatt nach unzureichenden Auftritten gegen Bornheim/GW und Friedrichsdorf endlich auf die Erfolgsspur zu wechseln, bezog die Burgfeldelf gegen die in diesem Jahr bis dato ebenfalls noch sieglose FG Seckbach eine verdiente 0:2 (0:0)-Niederlage und steckt ab sofort mitten im Abstiegskampf. Doch damit nicht genug: Personell ohnehin nicht auf Rosen gebettet, müssen die Kreisstädter in den kommenden Wochen auf Eugen Rack verzichten. Referee Manuel Abbondanza (Wiesbaden) hielt dem erfahrenen Innenverteidiger in der 68. Minute wegen Nachtretens die Rote Karte unter die Nase.

Unmittelbar nach Racks Aussetzer gerieten die in der Offensive durchgehend harmlosen Friedberger auf die Verliererstraße: Seckbachs Ali Wardak hämmerte den daraus resultierenden 25-Meter-Freistoß in den rechten Winkel, wobei VfB-Keeper Gökhan Cirak keine Abwehrchance hatte. »Bis zu diesem Zeitpunkt bestand zumindest die Hoffung auf einen Teilerfolg, denn die ausgesprochen schwache Partie bot keinerlei nennenswerte Höhepunkte«, berichtete VfB-Pressesprecher Kevin Mauckner von einer recht zerfahrenen Auseinandersetzung.

Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, und immer dann, wenn’s nach vorne ging, zerstörten jede Menge Fehlpässe die besten Absichten. Friedbergs Spielausschussvorsitzender Carsten Lesiak, der für den erkrankten Chefcoach Andreas Pelka von der Bank aus Regie führte, setzte zwar mit Tanyel Fedler, Waldemar Patzwald und Salih Yasaroglu wie immer auf drei Sturmspitzen – aber es brachte nichts. Seckbach agierte kaum konstruktiver, durfte jedoch in der 83. Minute zum zweiten Mal jubeln. Von Rothenburger bestens bedient, vollendete der eingewechselte Herrero Cennamo zum 0:2-Endstand.

VfB Friedberg: Cirak – Haase, Strothmann, Rack, Krank – Al Towaity (46. Schäfer), Emrovic, Ware – Fedler (70. Berikasvili), Patzwald, Yasaroglu.

FG Seckbach: Haas, Brenner (76. Herrero Cennamo), Kotarac, Fustero, Tschakert, Milan Wardak, Ali Wardak, May, Rothenburger, Mühl, Hendrik Horvatinovic (63. Pintol).

Im Stenogramm: 0:1 (69.) Ali Wardak, 0:2 (83.) Herrero Cennamo. – Schiedsrichter: Manuel Abbondanza (Wiesbaden). – Rote Karte: Rack (68./Nachtreten). – Zuschauer: 70.

 

SKV Beienheim - FV Hausen 3:2 (1:1):

Für Mannschaften, die in der Gruppenliga Frankfurt-West den Klassenerhalt als wichtigstes Saisonziel erachten, zählen gegen direkte Mitkonkurrenten gewonnene Punkte bekanntlich doppelt. Eben deshalb gab’s aufseiten des SKV Beienheim gestern Nachmittag auch keinen Grund, Trübsal zu blasen. Die von Uwe Fey und Stefan Raab gecoachte SKV-Elf (Trainer Karl-Heinz Stete weilt im Urlaub) siegte auf eigenem Terrain gegen den Drittletzten FV Hausen mit 3:2 (1:1) und kletterte in der Tabelle von Platz zwölf auf Position acht.
»Kampf war auf tiefem Boden Trumpf. Wir hatten zwar die besseren Möglichkeiten, aber auch das Glück des Tüchtigen, zumal unser Erfolg erst kurz vor dem Abpfiff sichergestellt werden konnte«, gab Stefan Raab ehrlich zu. Auf Beienheimer Seite erwies sich Winter-Neuzugang Casia Lancine Kamara als Matchwinner, denn dem offensiven Mittelfeldspieler blieb es vorbehalten, alle drei SKV-Goals zu erzielen. Kamaras erster Streich war gleich zu Beginn (2.) fällig, als er ein Hirzmann-Zuspiel gekonnt verwandelte. Danach kam Hausen besser ins Spiel. Die Folge: Marcus Neugebauer glich nach Bouhouts Ecke per Kopfball aus (1:1/22.).
Halbzeit zwei begann für die Platzherren ausgesprochen bitter: Ein den schwierigen Platzverhältnissen geschuldetes Missgeschick von Keeper Michael Eckhardt, der die Kontrolle über den Ball verlor, nutzte Hausens Tolga Kocak humorlos aus – 1:2. Klar, dass die Beienheimer in der Folgezeit ihre Offensive forcierten, doch lange Zeit passierte im Abschluss nichts Entscheidendes. Die Schlussphase brachte aus der Sicht der Gastgeber den Durchbruch, und zwar mit Casia Lancine Kamara als treffsicheren Hauptdarsteller: Zunächst, in der 82. Minute, egalisierte er nach einem Eckball und viel Durcheinander in der FV-Abwehr aus 16 Metern. Sechs Minuten später (88.) nahm Kamara erneut genau Maß, nämlich nach einem Foul an Ümit Karpuz per Freistoß, der hinter Hausens Keeper Marc Sieber zum Beienheimer 3:2-Siegtreffer einschlug.
SKV Beienheim: Eckhardt – Eder, Pllana, Serge Mouzong, Florian Mazllomaj (71. Marco Mouzong) – Daniel Friede (75. Cakiqi), Dominik Friede, Visoka, Kamara – Hirzmann (65. Karpuz), Bilkenroth.
Im Stenogramm: Tore: 1:0 (2.) Kamara, 1:1 (22. Neugebauer), 1:2 (48.) Kocak, 2:2 (82.) Kamara, 3:2 (88.) Kamara. – Schiedsrichter: Moritz Hämel (Michelbach). – Zuschauer: 100.

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