17. Juni 2018, 09:28 Uhr

Skaterhockey

Tabellenkeller statt Playoff-Vorfreude

Playoffs ade! Die Rhein-Main Patriots kassieren beim 4:11 gegen den TV Augsburg die siebte Niederlage aus den letzten acht Spielen der 2. Skaterhockey-Bundesliga.
17. Juni 2018, 09:28 Uhr
Stefan Napravnik (links) und Mathias Becker sehen auf der Bank eine schwache Vorstellung der Rhein-Main Patriots. (Foto: Chuc)

Die Rhein-Main Patriots verlieren die Playoff-Plätze aus den Augen. Nach einer Serie von sieben Niederlagen aus den letzten acht Spielen hängt die Mannschaft aus Assenheim vielmehr in den unteren Tabellenregionen der 2. Skaterhockey-Bundesliga. Dem Spiel gegen TV Augsburg war – aufgrund des so wichtigen Heimvorteils in Verbindung mit der bekannten eigenen Auswärtsschwäche – Schlüsselcharakter eingeräumt worden. Vor 100 Zuschauern kassierten die Niddataler eine enttäuschende 4:11 (0:4, 3:5, 0:3)-Pleite.

Man müsse die Ambitionen zurückschrauben, sagt Stefan Napravnik, der Trainer. »Vielleicht haben sich einige durch das letzte Jahr blenden lassen, waren zu euphorisch und überheblich in die Saison gegangen.« Im vergangenen Herbst hatten die Patriots die Bundesliga-Rückkehr nur knapp verpasst. Trotz Platz acht und nur drei Zählern Vorsprung auf den vorderen der beiden Abstiegsränge (Deggendorf hat zudem zwei Spiele weniger ausgetragen) sieht Napravnik hier keine Gefahr. »Ich denke nicht, dass wir nach unten schauen müssen. Da kommen noch Gegner auf Augenhöhe, die wir schlagen können. Dennoch müssen wir uns finden.« Als einziger in Normalform hatte sich am Samstag Tim May präsentiert. Und der Eishockey-Profi erzielte drei der vier Patriots-Tore. Zudem traf Sven Schlicht.

Patric Pfannmnüller, der Sportliche Leiter, wollte bei den letzten 20 Minuten der Partie schon gar nicht mehr hinsehen, sondern blieb gleich in der Vereinsgastronomie hocken. Verpasst hat er nichts. Assenheim hatte gute fünf Minuten, nachdem die Mannschaft durch einen Doppelschlag zum 2:4 den Anschluss hergestellt hatte (25.). Nach einem weiteren Gegentor verfiel das Team wieder in alte Muster. Die Patriots hatten weder den Biss, noch die Kaltschnäuzigkeit noch die Geschlossenheit der Gäste, bei denen jeder zu wissen schien, was der andere gerade denkt.

Im Grunde genommen war die Partie nach zwölf Minuten vorentschieden. Assenheim hatte zwei gute Möglichkeiten nicht genutzt und sich zwei Hinausstellungen der Kategorie »mit Ansage« geleistet. Augsburg hatte in der Anfangsphase hingegen gleich viermal getroffen.Oliver Dotterweich, der zu den Topscorern der Liga zählt, erzielte gleich vier Treffer für die Fuggerstädter. Valentin Hübel war gleich an fünf Toren des Europapokalsiegers von 2015 beteiligt. Das Toreschießen wurde den Gästen oftmals aber auch durch Turnovers in der Vorwärtsbewegung, fehlendes Positionsspiel und individuelle Fehler zu leicht gemacht.

»Wir hatten ordentlich begonnen, sind nach dem ersten Gegentor aber einmal mehr in ein Loch gefallen, aus dem die Mannschaft in diesem Jahr nur sehr schwer herauskommt. Dann konnten wir den Anschluss herstellen, haben dies aber prompt wieder zunichte gemacht, weil wir nicht die Ruhe haben, sondern den übernächsten vor dem nächsten Schritt machen wollen«, sagt Napravnik. Keine Frage: Mit Andre Gabler, Dennis Berk, Dennis Schlicht und Andrei Lorei hatten den Hausherren gleich vier Spieler gefehlt, die den einen oder anderen Akzent hätten setzen können. Doch ob diese – allesamt verletzt – am kommenden Wochenende auflaufen werden, ist fraglich. Und vor der Partie beim IHC Atting am Sonntag gilt es zunächst, in Deggendorf zu punkten, um den Verfolger auf Abstand zu halten.

Rhein-Main Patriots: Dombrowsky (ab 32. Heyde), Lange,r Blum, Patejdl, Neumann, Keusen, May (3), Rosandic, Schäfer, Sven Schlicht (1), Etzel.

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