08. Juli 2018, 16:00 Uhr

Gruppenliga

SKV Beienheim: Neue Spieler, neuer Trainer, altes Ziel

Jahr eins in der Gruppenliga gemeistert, mit der zweiten Mannschaft souerän in die A-Liga aufgestiegen: Es läuft rund beim SKV Beienheim. Doch zur neuen Saison gibt es einige Änderungen.
08. Juli 2018, 16:00 Uhr
Daniel Friede (l.) und sein SKV Beienheim wollen in der Gruppenliga Frankfurt-West nach Rang sieben in der Debütsaison wieder Gast geben. Lukas Nesgen von Absteiger VfB Friedberg muss dagegen in der Kreisoberliga ran. (Foto: Nici Merz)

Die Fußballer des SKV Beienheim gehören zur Speerspitze der Region. Denn einerseits erreichte die erste Mannschaft als Kreisoberliga-Meister der Saison 2016/2017 in der vergangenen Runde auf der überregionalen Bühne der Gruppenliga Frankfurt-West mit Platz sieben eine Position weit jenseits aller Abstiegssorgen. Andererseits holte sich die SKV-Zweite in der B-Liga-Süd mit großem Vorsprung Platz eins und somit das künftige A-Liga-Startrecht. Erfolge, die aufhorchen ließen und dem Klub aus dem Reichelsheimer Stadtteil in der Rangliste des Fußballkreises Friedberg Position vier bescherten – gleich hinter den beiden Neu-Hessenligisten FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg sowie nahezu gleichauf mit dem Gruppenliga-Rivalen SC Dortelweil. Die wichtigsten Punkte zur neuen Saison in der Übersicht:

Aufbruchstimmung: Dieses Niveau nicht nur zu halten, sondern weiter zu verbessern, haben sie sich in Beienheim fest vorgenommen. Am Montag war deshalb Trainingsauftakt. Interessierte Zaungäste, von denen sich auf dem SKV-Sportplatz vergleichsweise viele einfanden, staunten nicht schlecht, denn es herrschte Hochbetrieb: Etwa 40 Spieler beider Teams, darunter fast alle Neuzugänge (nur der vom VfB Friedberg gekommene Torjäger Waldemar Patzwald fehlte), gaben sich ein zunächst illustres und später schweißtreibendes Stelldichein. Man schwor sich auf die zu bewältigenden Aufgaben in der kommenden Spielrunde ein. »Ich denke, wir sind optimal aufgestellt«, sagte Vereinsboss Frank Hachenburger. »Mit mehr Qualität und einer in der Breite besseren Personalausstattung sollte der Abstieg für beide Mannschaften kein Thema sein«, bestätigte auch Pressesprecher Stefan Raab.

Trainerwechsel: Neuer Mann auf der SKV-Kommandobrücke ist Sebastian Spisla. Die Gruppenliga kennt er aus aktiven Zeiten in Diensten der TSG Nieder-Erlenbach, des FC Kalbach und der SG Ober-Erlenbach aus dem Effeff. Als Chefcoach betritt der Nachfolger von Karl-Heinz Stete zwar Neuland, doch zwei Jahre Co-Trainer-Tätigkeit in Nieder-Erlenbach unter Vito Raimondi haben gewiss Spuren hinterlassen. Das Engagement in Beienheim sei für ihn sozusagen der Einstieg ins Trainergeschäft, sagt der 35-Jährige. Sein Masterplan in der Vorbereitungsphase? »Neben den Testspielen zwei Trainingseinheiten pro Woche, verbunden mit konditioneller Arbeit, aber stets ballorientiert und mit taktischen Feinheiten«, erzählt er. Ansprechpartner in allen Dingen, die die Mannschaften betreffen, sind »Co« Uwe Fey, der auch nach wie vor für die zweite Mannschaft verantwortlich ist, und der von Viktoria Nidda gekommene neue Torwarttrainer Christian Belzer.

Innovation: Geht’s um die defensive Grundstruktur, ist Sebastian Spisla ein Verfechter der Dreierkette, während er vorne zunächst mal die Doppelspitze als das Maß aller Dinge bezeichnet. »Natürlich ist diese Taktik nicht in Stein gemeißelt. Wir müssen flexibel bleiben«, sagt er. Als Saisonziel sei Platz sieben, also die Position des Vorjahres, nicht zu hoch gegriffen: »Titelfavorit Nummer eins ist für mich der SC Dortelweil. Prinzipiell brauchen wir uns allerdings vor keinem Gruppenliga-Rivalen zu verstecken.« Dennoch sei ein guter Saisonstart enorm wichtig: »Wir müssen sofort Vollgas geben. Zwei Auswärtsduelle in Kalbach und Oberrad sowie das Heimspiel gegen Dortelweil sind ein Auftaktprogramm, wie es schwieriger nicht sein kann.«

Teamstruktur: Falls in Beienheim Konkurrenz tatsächlich das Geschäft belebt, stehen 21 Spieler, die Sebastian Spisla in den vorläufigen Gruppenliga-Kader berufen hat, vor knallharten Wochen. Das gilt auch für Mittelfeldspieler Advan Cakiqi, der eigentlich gehen wollte, nun aber doch bleibt. Derweil hat Youngster Mike Michalak, dem in den letzten fünf Pflichtspielen der Saison 2017/2018 nicht weniger als neun Treffer gelangen, das Zeug zum – im wahrsten Sinne des Wortes – Shootingstar. Mindestens drei der sechs Neuzugänge, nämlich die Ex-Nieder-Erlenbacher Tautvydas Tazokas (Tor), Ante Paradzik (Spielmacher) sowie Innenverteidiger Maximilian Heck, rechnen fest mit Stammplätzen in Spislas Team. Zwei weitere aus Nieder-Erlenbach gekommene Cracks, Abwehraußen Karim Döring und Offensivmann Adrian Suarez, verfügen ebenfalls über reichlich Gruppenliga-Erfahrung. Nicht zu vergessen ist Stürmer Patzwald, der bekanntlich für den VfB Friedberg etliche Jahre Tore en masse erzielte. Vorschusslorbeeren kommen für den neuen SKV-Übungsleiter jedoch nicht infrage, »denn was zählt, ist die Leistung auf dem Platz.«

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