Frauenfußball

SC Dortelweil: Frauen-Team seit Gründung sportlich unbesiegt

Der SC Dortelweil feiert zum Abschluss der zweiten Saison im Frauenfußball-Spielbetrieb den zweiten Aufstieg. Jetzt träumt man im Norden von Bad Vilbel vom Durchmarsch in die Gruppenliga.
07. Juni 2018, 12:00 Uhr
Der SC Dortelweil gewinnt das Double. Unser Bild zeigt die Mannschaft nach dem Kreispokal-Finale (hintere Reihe von links): Trainer Martin Schönig, Celina Howel, Katharina Döll, Julia Schäfer, Marina Fitzner, Anna Maria Schönig, Meike Gorny, Florijeta Muriq, Celina Steppan, Valentina Caneba, Alice Empter und Co-Trainer Daniel Köhler sowie (vorne) Alica Gielnik Casado, Kara Liebich, Hannah Klug, Annika Hofmann, Ana Perez, Julia Braungardt, Jil Träger. (Foto: Nickolaus)

Der Aufschwung des Frauenfußballs im südlichen Wetteraukreis basiert auf einer seit Jahren funktionierenden und engagierten Jugendarbeit. Unabhängig von der existierenden Frauenabteilung des FV Bad Vilbel schufen die Fußballvereine in den Stadtteilen eine eigene Mädchen-Spielgemeinschaft Bad Vilbel. Diese entwickelte sich schnell zu einem fußballerischen Aushängeschild, das auch auf überregionalen Turnieren außerhalb Hessens von sich reden machte. Im Ligabetrieb sind die beiden ältesten Jahrgänge der B- und C-Juniorinnen heute in der Hessenliga angesiedelt.

Vor zwei Jahren kamen die ersten Mädchen des MSG Bad Vilbel in das frauenfußballerische Erwachsen-Alter. Erste Überlegungen, eine SG einzugehen, verwarf man und entschied sich, mit einer eigenen Frauenmannschaft am Ligabetrieb des Verbandes teilzunehmen. Aus organisatorischen Gründen schloss man sich dem SC Dortelweil an und meldete einen Elfer-Mannschaft in der Kreisliga A an. Von Beginn an setzte sich junge Mannschaft in dieser Saison 2017/18 in der Spitzengruppe fest und schaffte ungeschlagen den Aufstieg in die Kreisoberliga Frankfurt. Dass man nur Zweiter hinter der TSG Neu-Isenburg II wurde und als »Vizemeister« über die Relegation (1:1 und 9:0 gegen den SV Neuses) das Saisonziel schaffte, war darin begründet, dass man ein Spiel gegen Neu-Isenburg aus personellen Gründen kampflos abgeben musste.

Selbstbewusst ging die Mannschaft mit Trainer Martin Schönig im vergangenem Sommer die Aufgabe in der Kreisoberliga an. In 22 Punktspielen dominierte der SC Dortelweil das Elferfeld mit einer Torbilanz von 125:9 Treffern. Neben 21 Siegen gab es gegen Mitaufsteiger SG Egelsbach ein torloses Remis, während der letztjährige A-Liga-Konkurrent TSG Neu-Isenburg II mit 10:2 und 7:1 besiegt wurde.

Die zweite Meisterschaft im zweiten Frauenfußballjahr des SC Dortelweil soll nur eine Zwischenstation gewesen sein. Abteilungsleiter Rüdiger Köhler gibt die Marschroute aus: »Wir wollen in der Gruppenliga Meister werden und in einem Jahr in der Verbandsliga sein.« Das Selbstbewusstsein erscheint berechtigt. Zuletzt stand man im Kreispokal in direkter Konkurrenz mit Gruppenligisten. Im Halbfinale wurde die FSG Fauerbach/Gambach bezwungen und im Finale die Spvgg. 08 Bad Nauheim 7:0 besiegt.

Breiter Unterbrau als Basis

Rüdiger Köhler verweist auf diese Erfolge, die nicht von ungefähr kommen und argumentiert: »Wir sind mit unserer Nachwuchsarbeit als gutem Unterbau breiter und besser aufgestellt als andere Frauenfußball-Abteilungen. Auch können wir in der Saison 2018/19 mit unserer derzeit fast kompletten B-Juniorinnen-Mannschaft planen.« Neben einem schlagkräftigen SC Dortelweil I in der Gruppenliga mit Ziel Meisterschaft, ist eine neue zweite Mannschaft vorgesehen. Sie soll als Elfermannschaft in der Kreisliga A den sportlichen Bereich erweitern und ein wichtiger Unterbau und Sprungbrett sein.

In der Trainerfrage hat man bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Martin Schöning bleibt Trainer. Ihm zur Seite stellt man als Neuling in der Wetterau Kai Zitzer aus Bensheim. Und auch für eine adäquate Betreuung der erhofften A-Liga-Mannschaft ist bereits gesorgt. Diese Aufgabe übernimmt Felizitas Gies, derzeit noch Spielerin beim Gruppenligisten Phönix Düdelsheim. Für die neuen Ziele sucht der SC Dortelweil beziehungsweise sein Nachwuchs, die MSG Bad Vilbel, weitere Aktive für alle Positionen.

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