EC Bad Nauheim

Rote Teufel mit Offensiv-Feuerwerk

Der 3. Januar wird seinen Platz im Saison-Rückblick finden. In Bad Nauheim ebenso wie in Weißwasser. Mit 7:0 (3:0, 2:0, 2:0) gewinnen die Roten Teufel am Mittwochabend in der Lausitz.
03. Januar 2018, 22:26 Uhr
Cody Sylvester (weißes Trikot) gewinnt mit den Roten Teufeln souverän mit 7:0 in Weißwasser. (Foto: Heide)

EC Bad Nauheim


Die Gastgeber hatten vor 2043 Zuschauern im Fuchsbau einen rabenschwarzen Tag erwischt und verteilten Geschenke, die die Hessen mit einer bislang nicht gekannten Effektivität zu nutzen verstanden. Gleich zweimal tauschte Füchse-Trainer Robert Hoffmann seine Torhüter - es half nichts. Der Auftritt der völlig verunsicherten Hausherren hatte mitunter gar Slapstick-Charakter und wurde mit Hohn und Spott von den eigenen Fans bedacht; gerade beim Doppelschlag in der 45. Minute. Binnen neun Sekunden legte Konstantin Kessler beim Versuch, den Puck hinter dem Tor zu stoppen, zweimal für James Livingston auf, der das leere Tor vor sich hatte.

Mit insgesamt drei Treffern war der Kanadier der erfolgreichste Torschütze der Roten Teufel, für die zudem Eric Meland, Harry Lange, Jannik Woidkte und Dominik Meisinger trafen. Für Meisinger war’s in seinem 26. Saisonspiel der erste Treffer. »Das war kein 7:0-Spiel. Der erste Doppelschlag kam zur rechten Zeit, und dann haben wir noch nachgelegt«, sagte Trainer Petri Kujala nach dem höchsten Saisonsieg seiner Mannschaft, die auswärts bis dato nie mehr als vier Treffer hatte erzielen können. Füchse-Trainer Robert Hoffmann entschuldigte sich derweil. »Sorry an die Fans! Das war heute nicht meine Mannschaft.«

Die Basis legten die Gäste in den ersten 20 Minuten, in denen die Fehler der Hausherren mit dem offensiven Selbstverständnis einer Topmannschaft genutzt wurden. Beim Führungstor hatte Dennis Reimer - nach fünf Spielen verletzungsbedingter Pause wieder im Kader - Jeff Hayes den Puck abgeluchst, und Eric Meland verwandelte mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk (7.). Vor dem zweiten Tor konnte Torwart Maximilian Franzreb einen springenden Puck nicht kontrollieren, und Harry Lange traf per Abstauber (18.). Als James Livingston nur 126 Sekunden später aus der Drehung einfach mal draufhielt, war die Entscheidung im Grunde genommen schon gefallen. Zu viele Fehler kennzeichneten das Spiel der Hausherren, die das Tor von Felix Bick nie wirklich gefährden konnten. Bad Nauheim stand defensiv sehr kompakt.

Auf der anderen Seite verließ der glücklose Franzreb nach dem 0:4 - dem erneut ein haarsträubender Füchse-Fehler vorausgegangen war, sein Gehäuse. Stellvertreter Konstantin Kessler schien zwischen den Pfosten eine gewisse Stabilität sicherstellen zu können, das 0:5 durch Woidkte konnte aber auch er nicht verhindern. Höchststrafe für Kessler: Nach dem Livingston-Doppelschlag zum 0:7 (45.), den er mit zwei Fehlern eingeleitet hatte, holte ihn Trainer Hoffmann zurück auf die Bank.

Lausitzer Füchse: Franzreb (24. bis 45. Kessler) - Mücke, Hoffmann, Adam, Owens, Kania, Bär, Schiller, Jahnke, Hayes, Ranta, Neuert, Tegkaev, Eriksson, Boiarchinov, Schmidt, Götz, Werttig, Kuschel.

EC Bad Nauheim: Bick - Stiefenhofer, Slaton, Woidtke, Mannes, Ketter, Erk - Reimer, Sylvester, Meland, Krestan, McNamee, Livingston, Meisinger, Lange, Frosch, Pruden, Kolb, Ratmann.

Steno: Tore: 0:1 (7.) Meland (Reimer, Sylvester), 0:2 (18.) Lange (Meisinger, Frosch), 0:3 (20.) Livingston, 0:4 (23.) Meisinger (Lange, Frosch - 5-4), 0:5 (34.) Woidtke (McNamee, Reimer), 0:6 (45.) Livingston (Stiefenhofer, Slaton), 0:7 (45.) Livingston (Woidtke, McNamee. - Strafen: 12 / 6. - Zuschauer: 2043.

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