Ambitioniert

Pau Babot träumt von der Eintracht

Der Nachwuchsfußballer Pau Babot ist mit C-Junioren-Hessenligist Karbener SV auf einem guten Weg in Richtung Klassenerhalt. Perspektivisch will er den Sprung in ein Leistungszentrum schaffen.
13. Dezember 2017, 07:00 Uhr
Pau Babot ist in dieser Saison Kapitän des Karbener SV, mit dem er den Klassenerhalt in der C-Junioren-Hessenliga im Visier hat. (Foto: ras)

Skifahren im östlichen Teil der Pyrenäen: Pau Babot freut sich auf den Weihnachtsurlaub bei den Großeltern in Andorra. Seine Mutter Anna stammt aus dem kleinen Fürstentum zwischen Spanien und Frankreich, Vater Martin ist Deutscher. Er selbst verfügt über drei Reisepässe – einen aus dem Principat d’Andorra, einen deutschen und einen spanischen. »Pau ist die katalanische Form von Pablo oder Paul«, erklärt der Mannschaftskapitän von C-Junioren-Hessenligist Karbener SV und fügt schmunzelnd hinzu: »Mein Name wird tatsächlich ohne den Buchstaben l am Ende geschrieben.« Mit einer 1:2-Niederlage im Auswärtsduell bei der U14 aus dem Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt gingen die Kicker des ranghöchsten Wetterauer Fußball-Jugendteams in die Winterpause. Nach dem letzten Auftritt am Nikolausabend zieht das 14-jährige Mittelfeldtalent ein Zwischenfazit.

 

Pau, Du wohnst in Bergen-Enkheim und gehst dort zur Schule am Ried. Da war die Partie vergangenen Mittwoch am Riederwald ja quasi ein Heimspiel...

Pau Babot: Stimmt. Von der Entfernung her hätte ich die vier Kilometer locker zu Fuß hingehen können. Wir sind aber doch wie üblich mit dem Auto gefahren.

Wie heißt Dein Lieblingsverein, und wer ist Dein Vorbild aus dem Profibereich?

Babot: Früher war ich Eintracht-Fan. Aber mein bester Freund ist Anhänger von Borussia Mönchengladbach. Meine Sympathien gehören auch der Fohlenelf. Ein Besuch im Borussia-Park steht noch auf dem Wunschzettel. Als Spieler imponiert mir Toni Kroos von Real Madrid.

Mit 20 Punkten steht der KSV auf dem siebten Tabellenplatz. Wie ist die erste Saisonhälfte aus Deiner Sicht verlaufen?

Babot: Insgesamt natürlich wesentlich besser als im vergangenen Jahr! Damals spielte ich noch in der Gruppenliga-U14. Die ehemalige Hessenliga-U15 war ein Spätzünder und es hat bis zum zehnten Spieltag gedauert, bis die ersten Punkte geholt wurden. Diesmal sind einige Zähler liegen geblieben, weil wir nicht immer hundertprozentig konzentriert waren. In Gießen haben wir beispielsweise die erste Halbzeit komplett verschlafen, mussten einem Rückstand hinterherlaufen, und dann hat die Zeit nicht mehr gereicht.

Was war gut? In welchen Bereichen gibt es Verbesserungspotenzial?

Babot: In bestimmten Phasen haben wir sehr gute Spielzüge gezeigt, wie etwa beim 2:1 über Viktoria Fulda, beim 4:0 in Baunatal oder beim 3:0 in Marburg. Vom Kopf her sollten wir uns noch intensiver vorbereiten und von Beginn an auf dem Platz präsent sein.

Du spielst auf der Sechserposition. Was sind Deine Stärken, und an was musst Du am meisten arbeiten?

Babot: Gute Übersicht, Ballsicherheit und genaue Pässe in die Spitze. Ich denke, das klappt gut. Trainieren kann ich vielleicht die Antrittsschnelligkeit und die Sprints.

Wo hast Du vor der Zeit beim Karbener SV gespielt?

Babot: Mit fünf oder sechs Jahren fing ich in der F-Jugend von Germania Enkheim an. Später war ich beim FSV Bergen und kickte auch eine Spielzeit beim älteren Jahrgang in der Gruppenliga. Unsere C-Jugend ist dann auseinander gefallen. Weil ich zu einem höherklassigen Verein wollte, bin ich beim KSV gelandet. Dazu kommt noch das DFB-Stützpunkttraining, das früher in Hanau stattfand und jetzt in Klein-Karben stattfindet.

Welche besonderen Highlights gab es in der Vorrunde?

Babot: In der Sommervorbereitung haben wir am Gothia-Cup in Göteborg teilgenommen. Ich bin vom Sylt-Urlaub mit dem Auto nach Hamburg gebracht worden. Von dort ging es per Bahn mit der Mannschaft weiter nach Kiel und mit der Fähre nach Südschweden. Das war ein tolles Erlebnis. Wir haben die Gruppenphase gewonnen und sind bis ins Viertelfinale gekommen. Außerdem haben wir einen großen Freizeitpark besucht. Anfang Januar 2018 fahren wir in den Ferien zu einem Hallenturnier nach Schärding in Österreich.

Wie lautet die weitere Zielsetzung beim KSV, und welche persönlichen Wünsche hast Du?

Babot: Mein Ziel ist der Klassenerhalt und dass wir uns fußballerisch weiterentwickeln. Früher oder später möchte ich den Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum schaffen – etwa zum FSV oder zu Eintracht Frankfurt. Es ist aber schwer einzuschätzen, wann der richtige Zeitpunkt dafür sein wird.

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