14. März 2019, 12:00 Uhr

EC Bad Nauheim

Neue GmbH-Struktur beim EC Bad Nauheim: 1946 Euro als Einmalzahlung

Von Emotionen ist die Rede, vom neuen, dem einzig gangbaren Weg - und natürlich auch vom Geld. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Dienstag seine »Vision 2024« präsentiert.
14. März 2019, 12:00 Uhr
Andreas Ortwein spricht über die »Vision 2024« für den EC Bad Nauheim. (Foto: Nickolaus)

EC Bad Nauheim


Neben dem Motiv für die DEL2-Event-Game-Bewerbung und dem Stand im Projekt Stadion war die künftige Möglichkeit einer GmbH-Beteiligung als Kommanditist das dritte zentrale Thema im Kreis der Werbepartner und Unterstützer, die die Roten Teufel in den VIP-Raum des Colonel-Knight-Stadions geladen hatten. Einmalig 1946 Euro - angelehnt ist dieser Betrag an das Jahr des Stadionbaus - kostet eine Einlage als Kommanditist, als Nahziel wird ein Kreis von 50 Beteiligungen angestrebt. Das würde zum einen das Eigenkapital der GmbH quasi verdoppeln. Zum anderen soll gerade in diesem für die eissportliche Zukunft so wegweisenden Kalenderjahr gegenüber den städtischen Politikern eine klare Botschaft vermittelt werden. »Das neue Stadion ist eine historische Chance. Und wir glauben an dieses Projekt. Werdet jetzt Teil dieser Basis für 2024«, warb Andreas Ortwein, der Geschäftsführer des DEL 2-Klubs.


EC Bad Nauheim: Neue Arena soll rasch verwirklicht werden

Die Event-Game-Bewerbung: Die Roten Teufel planen das größte Spektakel ihrer über 70-jährigen Geschichte: ein Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt im Fußball-Stadion von Kickers Offenbach vor 20 000 Zuschauern. Eine Entscheidung des DEL2-Aufsichtsrates hierüber ist in spätestens vier Wochen zu erwarten. Angesichts der DEL-Ambitionen der Löwen spricht Ortwein mit Blick auf die Bewerbung für 2021 von einer »einmaligen Chance«. Mit Kosten von 400 000 Euro ist zu kalkulieren. Rund 12 500 Tickets müssten dazu verkauft werden. Klar ist: Das Spiel steht und fällt mit den Löwen als Gegner. Sollte Frankfurt, das sich um eine Aufnahme in die DEL beworben hat, tatsächlich vom Erstliga-Rückzug eines anderes Standorts im Sommer profitieren, wird es kein Event-Game geben. »Ein solches Spiel ist eine einmalige Plattform, uns als EC mit all seiner Leistungsstärke präsentieren zu können«, sagt Ortwein.


Neue Arena: Die Stadtverordneten haben eine Investition von 50 000 Euro für eine Projektplanung abgesegnet. Ein erster Schritt. In einer Präsentation, mit der Ortwein zuletzt Überzeugungsarbeit bei den städtischen Parlamentariern geleistet hatte, zeigte der Geschäftsführer auf, wo der Eissport heute steht und welche Perspektive sich bietet. Im inzwischen sechsten Zweitliga-Jahr bezeichnet er den EC als »sportlich etabliert, mit stabilem Sponsoren- und Fan-Umfeld«. Von 120 000 Stadion-Besuchern jährlich (darunter 85 000 Eishockey-Fans) wird gesprochen, von insgesamt 94 Angestellten der Spielbetriebs - und der Catering-GmbH, von einem Budget von 2,5 Millionen Euro, von Wachstum. Allerdings: Längst sind Grenzen erreicht. Infrastrukturell, Büro-, Logistik- und Kabinenflächen betreffend, um nur einige Beispiele zu nennen. »Wir drehen uns im Hamsterrad«, sagt Ortwein. Ein Gutachten, das mögliche Veränderungen und Investitionen rund um das Stadion bewertet, bestätigt diese Einschätzung. Es gelte deshalb, die Idee einer neuen Arena und rasch zu einer »machbaren Vision« zu machen. »2019 ist für den Eissport in Bad Nauheim richtungsweisend.«


EC Bad Nauheim: Rund 15 Zusagen hat Andreas Ortwein bereits

GmbH-Beteiligung als Kommanditist: Mit einer Einmalzahlung von 1946 Euro ist man dabei. Ein Haftung darüber hinaus besteht nicht, versichert Steffen Lang, einst selbst für den EC Bad Nauheim am Puck und heute als Rechtsanwalt tätig. Angesprochen sind Förderer und Fans. Das Nahziel: 50 Kommanditisten. Aus diesem Kreis soll ein Mitglied des künftigen Aufsichtsrats gestellt werden. Honoriert wird das Engagement unter anderem durch exklusive Events mit der Mannschaft und die Teilnahme an der jährlichen informellen Gesellschafterversammlung. Der Hintergrund: Die GmbH will ihr Eigenkapital signifikant erhöhen. Laut Ortwein bewege sich der DEL 2-Durchschnitt bei 250 000 bis 300 000 Euro. Den ersten Schritt haben die Gesellschafter getan und kürzlich das Kapital von 62 500 bereits auf 105 000 Euro erhöht. Vergleichbar aufgestellt – seit vielen Jahren – ist beispielsweise Handball-Bundesligist HSG Wetzlar. In Bad Nauheim herrsche eine hohe Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg bei aktuell stagnierenden Wachstumsmöglichkeiten. »Liquidität ist eine ständige Herausforderung«, sagt Ortwein, der in Vorgesprächen mit den Hauptsponsoren auf ein positives Feedback gestoßen war. Rund 15 Unterstützer haben bereits eine Zusage gegeben.

 
 
 
 
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