08. April 2019, 07:00 Uhr

Handball-Landesliga

Nach dem Wetterau-Derby zwischen Friedberg und Griedel: Werbung für den Wetterauer Handball

Das letzte Wetterau-Derby der Saison war gleichzeitig das wichtigste, ging es doch zwischen der TG Friedberg und dem TSV Griedel um Punkte gegen den Abstieg. Doch es war noch mehr.
08. April 2019, 07:00 Uhr
Im Anflug: Marco Zinnel (vorn) von der TG Friedberg ist im Landesliga-Derby auf dem Weg zum nächsten Treffer, die Abwehr des TSV Griedel kann nur hinterherschauen. (Foto: Nici Merz)

Freitagabend, 20.30 Uhr: In der Handball-Landesliga der Männer empfängt die TG Friedberg den TSV Griedel und gewinnt mit 29:28. Es war in der laufenden Saison das letzte von insgesamt sechs Wetterau-Derbys. Von der Bedeutung die es für beide Mannschaften hatte, sicherlich auch das wichtigste von allen. Drei Spieltage vor Rundenende befinden sich sowohl die TG als auch der TSV im Abstiegskampf. Vor dem Anpfiff hatten beide Kontrahenten nur einen Punkt Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.

 
Fotostrecke: TG Friedberg - TSV Griedel


Friedberg hatte das Spiel bewusst auf Freitag gelegt, in der Hoffnung mit diesem Termin auch Zuschauer anderer Vereinen anzulocken. Das sind die wesentlichen Eckpunkte des Spiels noch einmal durchleuchtet.


Handball-Landesliga: Die wichtigsten Punkte zum Derby zwischen der TG Friedberg und dem TSV Griedel

Der Spielverlauf: Bis zum 11:10 (22.) ging es zunächst mit wechselnden Führungen hin und her. Anschließend führte Friedberg durchgehend mit bis zu vier Toren Vorsprung. Vier Minuten vor dem Abpfiff stand es 27:24, die Entscheidung schien gefallen aber Griedel kommt wieder zurück. Insgesamt hatte der TSV viermal eine Ein-Tore-Führung inne, die von der TG jedes Mal postwendend ausgeglichen wurde. Während sich die Gäste damit sieben Minuten lang freuen durften, lagen die Gastgeber die restlichen 53 Minuten in Führung.

Die Aufreger: 19. Minute – Zusammenprall zwischen Torhüter Stefen Roth (Griedel) und Friedbergs Kreisläufer Christopher Gustavsson. Die Schiedsrichter zeigen daraufhin dem Griedeler Abwehrspieler Sebastien Dietz die Rote Karte.

60. Minute – die TG führt mit 29:28, gegen Angreifer Andre Avemann wird ein Stürmerfoul gepfiffen. Im Gegenzug bricht Griedels Marvin Grieb, Sekunden vor dem Abpfiff, in einer für ihn typischen Art durch und erzielt den vermeintlichen Ausgleich. Die Schiedsrichter pfeifen das Tor zurück, und entscheiden auf Freiwurf für den TSV.



Handball-Landesliga: Unterschiedliche Ansichten über den Spielverlauf

Die Stimmen: TG-Trainer Sven Daxer: »Beide Mannschaften kämpften von Beginn an mit offenem Visier. Es standen sich zwei gute Abwehrreihen mit vorzüglichen Torhütern gegenüber. Dass es am Ende noch mal eng wurde, lag auch an zwei Zeitstrafen in den letzten fünf Minuten gegen uns. Mitte der zweiten Halbzeit haben wir es verpasst uns deutlicher abzusetzen. Ein Punkt abzugeben wäre tragisch gewesen, wenn man sich den Spielverlauf ansieht.

Jürgen Weiß, Teammanager TSV Griedel: »Wir haben trotz der Ausfälle eine starke kämpferische Leistung gezeigt. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Aufgrund anderer Ergebnisse hat sich am Wochenende unsere Situation nicht verschlechtert. Schiedsrichterleistungen kommentiere ich in der Regel nicht. Das Spiel zeigte aber, wie durch schwer nachvollziehbare Entscheidungen die Arbeit von vielen Ehrenamtlichen im Verein nachhaltig beeinflusst werden kann. Am Ende war das Spielglück auf Friedberger Seite. Ich wünsche der TG im Sinne des Handballs in der Wetterau alles Gute für den Klassenerhalt«.


Handball-Landesliga: Positives Fazit für den Handball in der Wetterau

Die Hoffnung: Die derzeit mit 19 Punkten auf dem vierten Abstiegsplatz befindliche TSF Heuchelheim hat noch gegen Petterweil und Friedberg zu spielen. Gewinnen beide ihre Spiele, hätte auch Griedel, abseits der eigenen Ergebnisse, den Klassenerhalt sicher. Die Wetterau hilft der Wetterau – ein tolles Szenario.

Das Fazit: Der Handball lebt, auch in unserer Region, die ein Aushängeschild in den oberen Ligen schmerzlich vermisst. Das Derby hatte einen schönen Rahmen und bot viel von dem, was den Sport ausmacht. Einstellung und Willen stimmten bei den Teams. Die Zuschauer erlebten ein abwechslungsreiches, spannendes und jederzeit fair geführtes Spiel.

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