11. Mai 2018, 20:28 Uhr

Fussball-Verbandsliga

Nach dem Finale ist vor dem Finale

Das Kreispokal-Finale ist ausgespielt. Jetzt geht’s für Türk Gücü Friedberg und den FV Bad Vilbel draum, in der Fußball-Verbandsliga nichts mehr anbrennen zu lassen. Dann winkt erneut ein Finale.
11. Mai 2018, 20:28 Uhr
Jonatan Tesfaldet (Türk Gücü Friedberg) behauptet den Ball im Dreikampf mit Filip Osman und Dominik Schlatter (FV Bad Vilbel). Nach dem Kreispokalfinale haben die beiden Verbandsligisten nun wieder den Titelkampf vor Augen. (Foto: Chuc)

Nach dem Kreispokalfinale, das beide Teams am Donnerstag auf dem Sportgelände des FCO Fauerbach aus durchaus verständlichen Gründen nicht in Bestbesetzung bestritten, müssen sich die Wetterauer Verbandsliga-Titelkandidaten FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg am Sonntag wieder auf die wirklich wichtigen Dinge ihres Fußballer-Daseins konzentrieren. Auf dem Programm stehen die Partien des 32. Spieltages. Sicher ist: Der Fußballkreis Friedberg wird nach etlichen Jahren der Abstinenz in der kommenden Saison zumindest auf einen, wenn nicht sogar auf zwei Hessenliga-Vertreter bauen können. Es bleibt lediglich die Frage: Steigt der aktuell mit 63 Zählern knapp vorne liegende FV Bad Vilbel direkt auf, während Türk Gücü Friedberg (62 Punkte) die Aufstiegsrunde bestreitet, oder ist es nach der Endabrechnung genau umgekehrt?

Eine Entscheidung darüber fällt vermutlich erst am finalen Spieltag auf dem Bad Vilbeler Niddasportfeld beim direkten Duell der ambitionierten Dauerrivalen. Auf Anregung von Klassenleiter Thorsten Bastian (Rockenberg) wird erwogen, den Verbandsliga-Knüller nicht erst am Sonntag, den 27. Mai, sondern bereits am Freitag, den 25. Mai (Beginn: 20.15) über die Bühne gehen zu lassen. Vorher gilt es auf beiden Seiten, sich keine Ausrutscher mehr zu erlauben. Dabei droht an diesem Wochenende vor allem Türk Gücü Friedberg im Gastspiel beim noch abstiegsgefährdeten Rangzwölften Rot-Weiß Darmstadt heftiger Gegenwind. Bad Vilbel hat’s auf den ersten Blick einfacher, zumal die Brunnenstädter gegen den jenseits von Gut und Böse auf Position sechs rangierenden SC 1960 Hanau Heimrecht genießen.

FV Bad Vilbel – SC 1960 Hanau (Sonntag, 15 Uhr): Amir Mustafic kann aufatmen. Das Funktions- und Sportplatzverbot für den Bad Vilbeler Trainer ist Geschichte – morgen wird er wieder wie gewohnt von der Bank aus Regie führen. Gegen den SC 1960 Hanau, der aus den letzten acht Pflichtspielen sechs Siege holte, muss er neben den Dauerverletzten Jonas Grüter, Ajdin Maksumic und Benjamin Sabic auch den gesperrten Abwehr-Außen Davor Babic aus seinen Planungen streichen. Als Alternativen kommen Dominik Schlatter oder der zuletzt im Mittelfeld eingesetzte Dennis Geh in Frage. Im Übrigen erwartet der Bad Vilbeler Übungsleiter natürlich einen Sieg, es wäre der zwölfte vor eigenem Publikum: »Aber Fußball ist kein Wunschkonzert. Wir müssen unsere 100 Prozent bringen.« Beabsichtigt sei, den A-Jugendlichen Jeff Thielmann mit ins Boot zu holen: »Er hat sich im Kreispokalfinale prima in Szene gesetzt und somit für höhere Aufgaben empfohlen.« – Hinspiel: 1:1.

FV Bad Vilbel: Orband (Sememy), Schlatter, Huwa, Alik, Nuh Uslu, Knauer, Geh, Emmel, Djordjevic, Erdogan, Bauscher, Knell, Osman, Barkok, Fatih Uslu, Thielmann.

Rot-Weiß Darmstadt – Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr): Für die Kreisstädter war der 3:1-Sieg im Kreispokalfinale über den FV Bad Vilbel gewiss eine feine Sache und nach der 0:2-Heimniederlage vor Wochenfrist gegen Germania Ober-Roden zudem wichtig für die Moral der Truppe. Gleichwohl begegnen die TG-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin der anstehenden Auswärtshürde bei Rot-Weiß Darmstadt mit gebührendem Respekt. »Das wird garantiert kein Spaziergang, denn die Darmstädter benötigen im Kampf um den Klassenerhalt noch Zählbares«, sagt Cagritekin. Weil Massé Bell Bell wieder fit ist, herrscht an Offensiv-Personal beim Tabellenzweiten kein Mangel. In der Defensive sieht es vor der Partie gegen die Südhessen, denen in den letzten sechs Heimspielen kein einziger Punkt vergönnt war, nicht ganz so toll aus: Kevin Bassey Effiong fällt weiterhin aus, Abwehrchef Sebastian Weigand sah gegen Ober-Roden »Rot« und ist wohl ebenfalls zum Zuschauen verurteilt. – Hinspiel: 1:6.

Türk Gücü Friedberg: Kamber Koc (Grbovic), Dananovic, Bayraktar, Usic, Tesfaldet, Aljusevic, El Maimouni, Decise, Özdemir, Gürsoy, Toskovic, Matondo, Bell Bell, Boulahfa, Raczek.

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