21. März 2019, 16:00 Uhr

Marathon

Marathon-Premiere beim Wintersteinlauf: Bleibt es eine einmalige Sache?

Der ASC Friedberg hat mit dem ersten Marathon auf Wetterauer Boden Geschichte geschrieben. Die Resonanz bei "Rund um den Winterstein" war groß. Doch hat der Marathon eine Zukunft?
21. März 2019, 16:00 Uhr
Geht es nach den Läufern, soll der Marathon auch im kommenden Jahr beim Volkslauf »Rund um den Winterstein« angeboten werden. (Foto: Nici Merz)

Nach der Absage im Vorjahr und vielen traurigen Gesichtern beim ASC Marathon Friedberg hat es nun geklappt. Der erste Marathon auf Wetterauer Boden, der eigentlich für die 42. Auflage des Volkslaufs »Rund um den Winterstein« im vergangenen Jahr geplant war, steht nun nach der 43. Austragung am vergangenen Wochenende in den Büchern. Die Idee zum Marathon hatten vor zwei Jahren Vize-Vorstand Jörg Roßberg und Pressewart Christian Habicht in einer Vorstandssitzung geäußert. Im Interview erzählt Habicht von seinen Eindrücken des vergangenen Sonntags und der Zukunft des Marathons in der Wetterau.

Christian Habicht, sind Sie urlaubsreif?

Christian Habicht (l.) macht die Pressearbeit beim traditionellen Volkslauf "Rund um den Winterstein". (Foto: pv)
Christian Habicht (l.) macht die Pressearbeit beim traditionellen Volkslauf "Rund um den W...

Christian Habicht: Nein, eigentlich nicht. Die vergangene Woche war zwar anstrengend, aber nicht so, dass ich Urlaub bräuchte.

Wie fällt ihr Fazit vom 43. Winterstein-Lauf aus?

Habicht: Das ist schon ein irres Gefühl für uns als Veranstalter. Rund 500 Teilnehmer haben wir erwartet, am Ende waren es 796 Läufer und Teilnehmerrekord. Viele haben sich morgens, als noch die Sonne geschienen hat, kurzfristig angemeldet. Wir sind sehr zufrieden.
 

+++ Lesen Sie auch: Teilnahmerekord bei der 43. Auflage des Wintersteinlaufs +++


Nach der Absage im Vorjahr hat es dieses Jahr mit dem Marathon geklappt. 145 Finisher sind eine starke Zahl.

Habicht: Das hätten wir im Vorfeld nicht gedacht, aber der Marathon hat richtig gut gezogen. Insgesamt hatten wir 169 Anmeldungen, einige sind aber kurzfristig nicht erschienen.

Wie haben Sie das Geschehen auf der Strecke erlebt?

Habicht: Ich selbst stand am Abzweig von der 30-Kilometer-Strecke hoch zum Steinkopf. Man hat den Läufern angesehen, dass sie das unbedingt wollten. Regen und Wind haben es ihnen nicht einfach gemacht. Über die Medaillen im Ziel haben sich alle verdientermaßen riesig gefreut.

Die Rückmeldungen der Läufer waren also durchweg positiv?

Habicht: Ja, absolut. Sowohl im persönlichen Gespräch als auch in den sozialen Netzwerken. Viele haben uns gesagt, dass wir den Marathon im kommenden Jahr wieder anbieten sollen, weil sie ihre Zeit verbessern wollen.
 

+++ Alle Ergebnisse auf einen Blick: Der 43. Wintersteinlauf in Zahlen +++


Schon vor der Absage im Vorjahr hieß es, dass der Marathon eine einmalige Sache sein soll. Wie stehen Sie und der Verein nach dem vergangenen Wochenende dazu?

Habicht: Die Meinungen sind geteilt. Die Resonanz spricht natürlich für eine Wiederholung. Es gibt aber Leute im Verein, die sagen, dass der Marathon eine einmalige Sache bleiben soll. Bei 180 Vereinsmitgliedern sind 60 Helfer schon eine Hausnummer. Das kann man nicht Jahr für Jahr garantieren.

Was sagt ihr Bauchgefühl?

Habicht: Ich glaube, dass den meisten bei uns im Vorstand im Kopf herumschwirrt, den Marathon zu Jubiläen anzubieten, aber nicht in jedem Jahr.

Wann wollen Sie eine endgültige Entscheidung treffen?

Habicht: In der kommenden Vorstandssitzung am Freitag nächster Woche.

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