02. Mai 2018, 19:28 Uhr

Lob für jungen Kreisvorstand

02. Mai 2018, 19:28 Uhr
Tischtennis-Kreiswart Diethelm Göbeler zieht Bilanz und sieht die Wetterau auf einem guten Weg. (Foto: Chuc)

Diethelm Göbeler (Bad Nauheim), der nun seit zwei Jahren Kreiswart ist, zog im Gespräch mit dieser Zeitung eine Bilanz der abgelaufenen Tischtennis-Saison 2017/2018. Dabei hob er vor allem positiv hervor, dass im Kreis »viele junge Leute die Arbeit engagiert machen«. Der sportliche Aspekt bleibe noch eine Herausforderung, da nur mit vielen kleinen Schritten etwas erreicht werden könne.

Wie ist die Saison für den Tischtennis-Sportkreis Wetterau aus Ihrer Sicht gelaufen?

Diethelm Göbeler: Bei den Herren ist der TV Okarben in die Verbandsliga aufgestiegen, sodass wir wieder eine Mannschaft aus dieser Region auf Verbandsebene haben. Auch mit dem TTC Steinfurth hat es wieder ein alteingesessener Verein geschafft. Dazu gratuliere ich recht herzlich. Der Boom in Ockstadt ist dagegen vorbei. Auf Dauer ist es vielleicht doch schwierig, zu viele Spieler zu haben, die etwas weiter weg wohnen. Bei den Damen ist Rodheim wieder aus der Oberliga abgestiegen und noch ist nicht klar, was aus der zweiten Mannschaft wird. Andererseits gönne ich dem TTC Florstadt den Erfolg bei den Damen, da dieser Verein damit auch endlich einmal die Früchte ernten kann, die ihm im männlichen Bereich mit dem Weggang ihrer ganzen Talente immer wieder verwehrt bleiben.

Wie sieht es bei all den Trainingsaktivitäten des Kreises aus?

Göbeler: Da läuft es nicht komplett rund. Beim Kreisleistungszentrum läuft es gut, auch wenn Christina Löffler nur noch selten im Einsatz ist. Die neue Leiterin Stefanie Hess macht da gute Arbeit am Standort in Florstadt. Unser neu installiertes systematisches Training für Erwachsene ist ebenfalls gut angelaufen, da wir mit dem Oberliga-Spieler Gaber hier einen tollen Trainer gefunden haben, der den Leuten wirklich etwas beibringen kann. Für viele, die sonst immer nur gegen dieselben Leute im eigenen Verein spielen, war das eine ganz neue Erfahrung. Und nach zweimal zwei Stunden Training waren die Leute auch richtig fertig, zumal Damen und Herren gemeinsam trainieren. Aber die Damen-Beauftragte Elke Klette wird dennoch zusätzlich auch noch etwas Spezielles für die Damen anbieten. Wir haben das Training für die Erwachsenen bisher in Bad Nauheim und Dortelweil gemacht und werden dies noch an einem Standort im Ostkreis durchführen. Dies ist ein Angebot für Vereine, die keinen eigenen Trainer haben. Noch nicht gut funktioniert hat die Zusammenarbeit mit den Schulen. Das hat bisher nur der SV Fun-Ball Dortelweil gemacht, weil es an Personen fehlt, die das Nachmittags machen können. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, hier ein Pool von Trainern zu bilden. Das werde ich auch auf dem Kreistag noch einmal ansprechen.

Wie kann der Wetteraukreis ansonsten aus seinem derzeitigen sportlichen Tal herauskommen?

Göbeler: Dass Mannschaften höher spielen ist die einzige Möglichkeit, denn der HTTV drängt gute Jugendliche immer dazu, höher zu spielen. Somit weiß ich auch noch nicht, was mit unserem Christian Schmirler passieren wird, da wir ja nur Dritter in der Bezirksliga geworden sind, was nichts bringt. Mit Nicolas Berndt geht wieder ein großes Talent zum TTC Höchst/Nidder. Ich bin zwiegespalten, was Höchst betrifft, denn einerseits bietet der Verein Talenten hohe Spielklassen und gutes Training, aber andererseits entzieht er den anderen Vereinen natürlich seine guten Jugendlichen.

Sie hatten noch zwei Punkte, die Sie unbedingt erwähnen wollten...

Göbeler: Ja, das ist zum einen die ehrenamtliche Vorstandsarbeit. Der Sportkreisvorsitzende Herr Wulf bemängelte ja in einem Interview mit dieser Zeitung, dass es kaum noch junge Leute gäbe, die sich ehrenamtlich betätigten. Wir haben einen jungen Kreisvorstand mit Leuten, die sich richtig engagieren. Was mir zudem gehörig aufstößt, ist die Tatsache, dass die Beiträge für den HTTV enorm gestiegen sind. Nach Aussage des Vorsitzenden Hain müssten die Vereine für den Leistungssport bezahlen. Da bin ich klar dagegen. Wir brauchen genauso Spieler, die in den Kreisklassen spielen.

Wird es wieder aufwärts gehen mit dem Kreis?

Göbeler: Wir haben viele Sachen angestoßen. Es wird jetzt natürlich noch eine gewisse Zeit dauern, bis sie Früchte tragen. Aber mehr kann man nicht machen.

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