04. November 2018, 21:06 Uhr

Handball-Landesliga

Kurz vor der Pause brechen Friedberger Dämme

Die TG Friedberg hat beim 19:29 gegen den TV Breckenheim in der Landesliga zwar phasenweise ihr Potential angedeutet. Am Gästesieg gab’s aber zu keiner Zeit etwas zu rütteln.
04. November 2018, 21:06 Uhr
Dem Friedberger Andre Avemann geht es hier ans Schlafittchen. Daniel Manns (r.) und seine Breckenheimer zeigen sich in der Wetterau als das bessere Team. (Foto: Jaux)

Die deutliche 19:29 (10:15)-Heimniederlage der TG Friedberg am Sonntagabend gegen den favorisierten TV Breckenheim lässt vermuten, dass die zahlreichen Zuschauer in der Sporthalle am Seebach Zeuge eines einseitigen Handball-Landesligaspiels waren. Dies trifft jedoch nicht in vollem Umfang zu. Der Sieg der Gäste war hochverdient, daran besteht kein Zweifel. Auch nicht daran, dass die homogenere und spielfreudigere Mannschaft am Ende die Nase vorne hatten. Dennoch deuteten die Kreisstädter ihr Potenzial an und stellten unter Beweis, sich auch solchen Mannschaften gegenüber durchaus konkurrenzfähig zeigen zu können. Diesmal allerdings nur über ein Drittel der Spielzeit.

Die TG Friedberg war zu Beginn des Spiels konzentriert und kämpferisch. Angeführt von den Aktivposten Marco Zinnel und Andre Avemann ging man das Spiel rotzfrech an und hatte sich schnell eine 7:4-Führung (13.) herausgeworfen. »Unsere Anfangsphase war gut. Die Abwehr stand sicher und vorne haben wir Lösungen gefunden«, erkannte Trainer Sven Daxer. Auch als die Gäste ihren Rückstand bis auf ein Tor verkürzten (8:7/17.) zeigten sich die Kreisstädter noch ebenbürtig. Zwei kurz hintereinander genommene, unvorbereitete Torwürfe, die ihr Ziel verfehlten, erschienen für das TG-Spiel offensichtlich wie ein erhobenes Stoppschild und leiteten einen Bruch ein.

Nach dem 8:8-Ausgleich (20.) versuchte Daxer zwar noch einmal, mit einer Auszeit dagegen zu steuern, konnte dem jetzt vermehrt fehlerhaften Spiel seiner Mannschaft aber lediglich für die folgenden fünf Minuten positive Impulse verleihen. Nach dem 10:10 (25.) brachen die Dämme, und Breckenheim sicherte sich mit einem 5:0-Lauf eine zu hohe Pausenführung. Viele Fehlwürfe und technische Fehler auf Friedberger Seite spielten den Gästen in die Karten. Die Hoffnung, dass sich das TG-Spiel nach dem Wechsel wieder stabilisieren wird, zerschlug sich schnell. Die Fehlerquote blieb unverändert hoch. Zudem verloren sich einige Akteure jetzt zunehmend in Einzelaktionen. Ein Rezept, das nicht aufgehen konnte. Über die Stationen 20:14 (40.) und 24:17 (50.) kam Breckenheim zu seinem Auswärtssieg.

»Wir haben zunehmend das Kollektiv verlassen und individuelle Lösungen gesucht. Uns wurde deutlich gezeigt, dass eigene Fehler in dieser Klasse gnadenlos bestraft werden«, bilanzierte Daxer das Spiel und ärgerte sich auch darüber, dass es zu Hause jetzt die zweite deutliche Niederlage hintereinander gegeben hat.

TG Friedberg: Balazs,Biaesch; Jaster, Zinnel (8),Ploner (1), Christian Schmidt (1), Reeb, Petrosanec (1), Vellenzer, Vlad, Avemann (7/4), Gustavsson (1), Beyster, Aljoscha Schmidt.

TV Breckenheim: Quandt, Robinson; Buckel, Crecelius (4), Barisch, Timo Mrowietz (3/1), Seitz (1), Manns (2), Heuss (8/1), Luft (6/3), Yannick Mrowietz (4), Walter (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Müller/ Schmidt (HSG Lumdatal). – Siebenmeter: 5/4:6/5. – Strafzeiten: 10:6 Minuten. – Disqualifikation: Gustavsson (52.). – Zuschauer: 220.

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