Kreisoberliga

Jake Hirst macht den Unterschied

Jake Hirst war beim 2:0 seines Türk. SV Bad Nauheim in Ostheim mit zwei Treffern erneut der Matchwinner. Derweil hievte sich der FCO Fauerbach mit einem Erfolg in Ober-Wöllstadt auf Rang zwei.
05. November 2017, 20:57 Uhr
Jake Hirst vom Türk. SV Bad Nauheim steigt im Kopfballduell höher als der Ostheimer Dominik Ruppel (r.). (Foto: Jaux)

An der Tabellenspitze der Fußball-Kreisoberliga Friedberg zieht der Türkische SV Bad Nauheim weiterhin einsam seine Kreise. Nach dem 2:0-Heimerfolg am vergangenen Donnerstag gegen den FC Karben setzte sich der souveräne Spitzenreiter gestern beim TSV Ostheim mit dem gleichen Resultat durch und weist bereits einen Acht-Punkte-Vorsprung gegenüber dem am Sonntag spielfreien FC Ober-Rosbach und dem FC Olympia Fauerbach auf. Die Olympianer ließen am Sonntag durch einen 5:1-Erfolg bei der TSG Ober-Wöllstadt ebenso aufhorchen wie der FC Karben, der das abgeschlagene Schlusslicht aus Kaichen mit einer 15:0-Packung nach Hause schickte. Der SV Nieder-Wöllstadt sorgt in dieser Saison weiterhin für positive Schlagzeilen, wie der knappe 2:1-Erfolg in Gronau eindrucksvoll unterstreicht. Die Partien SV Steinfurth gegen Nieder-Weisel und SV Bruchenbrücken gegen die Gruppenliga-Reserve des SC Dortelweil fielen den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer. Sie müssen nachgeholt werden.

TSV Ostheim - Türkische SV Bad Nauheim 0:2 (0:2): Der Türkische SV Bad Nauheim setzte sich in der Kreisoberliga auch beim TSV Ostheim mit 2:0 (2:0) durch. Es war kein Spiel für Fußballästheten. Viele Nickeligkeiten, viele versteckte Fouls, viele Unterbrechungen und eine lange Nachspielzeit, das Gastspiel des Tabellenführers beim Aufsteiger bot eher gute Unterhaltung für Freunde des gepflegten Zweikampfs.

Der Türk. SV war gewarnt durch die letzten Ergebnisse der Ostheimer, und so stand man erst mal hinten sicher. Und wenn es einmal gefährlich wurde, war auf Yüksel Deliktas im Tor Verlass, so bei einem Weitschuss von Henning Noll nach einer Viertelstunde. Den Unterschied machte auch diesmal wieder der Topstürmer der Liga. Zuerst nutzte Jake Hirst eine Flanke von Arif Karakoc und eine Unsicherheit des Ostheimer Torwarts Dennis Müller per Kopf zur Gästeführung (24.). Der zweite Streich von Hirst war ein direkt verwandelter Freistoß aus 26 Metern. Gegen diesen Schuss direkt in den Winkel in der 43. Minute war Dennis Müller machtlos. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie, Tore wollten keine mehr fallen. »Viele Unterbrechungen nach Fouls ließen keinen rechten Spielfluss mehr zu«, resümierte der Ostheimer Pressesprecher Michael Belke. »Die Partie war keinesfalls unfair, aber nun haben wir doch einige Verletzte zu beklagen. Wir hoffen, dass die Verletzung von unserem Torwart Dennis Müller nicht so schwerwiegend ist, dies wäre ein herber Rückschlag«, konnte Belke der zweiten Halbzeit nicht Gutes abgewinnen. Ähnlich lautete das Fazit des Bad Nauheimer Pressesprechers Deniz Can: »Aus einer stabilen Abwehr haben wir das Spiel gut kontrolliert. Es war ein solider Auswärtsauftritt.«

TSV Ostheim: Müller, Kuhn, Christopher Wanzke, Gall, Noll, Pfaffenberger, Tolo, Lukas Wanzke, Ruppel, Belke, Dein, Sinemli, Bodea, Blume

TSV Bad Nauheim: DeliktasBerktas, Usta, Can, Yigit, Karakoc, Selahattin Deliktas, Özisli, Hirst, Pejic, Kuzpinar, Özcan, Algül

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (24.), 0:2 (43.) Hirst – Gelb-Rot: Yigit (88.). – Schiedsrichter: Oliver Bingmer. – Zuschauer: 80

FV Bad Vilbel II – SV Staden 4:3 (2:2): Das knappe Resultat bringt nicht die klare optische Überlegenheit der Brunnenstädter zum Ausdruck, die es über die 90 Minuten hinweg versäumten, einen durchaus möglichen höheren Erfolg herauszuschießen. Die frühe Stadener Führung (4.) durch Marcel Pfaff machte Hakan Kilic mit einem Schuss aus kurzer Entfernung (10.) wieder wett. Abermals Hakan Kilic zeichnete nach 25 Minuten per Kopfball für die erstmalige Führung der Platzherren verantwortlich. Doch praktisch mit dem Pausenpfiff gelang Marcel Woerner der 2:2-Gleichstand. Treffer Nummer drei von Hakan Kilic bedeutete nach 67 Minuten das verdiente 3:2 für die Gastgeber, ehe Kevin Scheller (80.) einen Stellungsfehler der Bad Vilbeler Abwehr zum erneuten Ausgleich nutzte. Schließlich erzielte in der Nachspielzeit der eingewechselte Emir Can Kirci mit einem tollen Freistoß in den Torwinkel den Siegtreffer für die Platzherren.

FV Bad Vilbel II: Döring – Karakus, Ohishi, Lee Hare, Friedrich, Kenne Wa, Erkan Uslu, Arheidt, Kilic, Koeroglu, Thielmann, Lupica Coniglio, Palcewski, Kirci, Keoseoglu, Hasan Isaak

SV Staden: Langer, Pierre May, Dural Schmidt, Hosenseidl, Pfaff, Marcel Wörner, Arslanalp, Gniot, Scheller, Berting, Robin Wörner, Kaucher, Hebbel,

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Maximilian Roth. – Tore: 0:1 (4.) Pfaff, 1:1 (10.) Kilic, 2:1 (25.) Kilic, 2:2 (45.) Woerner, 3:2 (67.) Kilic, 3:3 (67.) Scheller, 4:3 (92.) Kirci. – Zuschauer: 50.

FC Karben – FC Kaichen 15:0 (4:0): Zur Halbzeitpause sah es am Sonntagnachmittag auf dem Klein-Karbener Kunstrasen noch keineswegs nach einem derart hohen Kantersieg für die Schützlinge von Spielertrainer Harez Habib aus, die bis dahin durch Tore von Erkan Goek (2), Christian Scheel und Sven Schnierle schon komfortabel mit 4:0 vorne lagen. In den zweiten 45 Minuten erlahmte dann jeglicher Widerstand der ihrem Gegner in allen Belangen hoffnungslos unterlegenen Besucher, die sich nun kampf- und willenlos ihrem Schicksal ergaben und am Ende mit einer ordentlichen Packung die Heimreise antraten. In die Torschützenliste trugen sich hier in regelmäßigen Abständen Erkan Goek (3), Christian Scheel (3), Sven Schnierle (2) Moritz Feiler, Harez Habib und Tim Hohn ein.

FC Karben: Klein – Huebner, Jung, Wolf, Euler, Schnierle, Habib, Goek, Bagriacik, Feiler, Hohn, Kuzpinari, Goronzy, Scheel.

FC Kaichen: Spiteler – Lippert, Vollbrecht, Kolbinger, Frischmann, Roth, Mahmud, Rosini, Kus, Kaestle, Patrick Ofcarek, Handke.

 

TSG Ober-Wöllstadt – FC Olympia Fauerbach 1:5 (0:1): Verlieren verboten war die Devise für beide Mannschaften, um den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Dementsprechend couragiert begannen beide Teams die Anfangsphase. Hier konnten die Olympianer das erste Ausrufezeichen setzen. Tarik Tosunoglu köpfte in der 7. Minute eine Ecke zur Gästeführung ins Ober-Wöllstädter Tor. Die »Blauen« versuchten, schnell zum Ausgleich zu kommen, doch Tim Schütz und Lars Menzel konnten die sich bietenden Chancen nicht nutzen. Und da Fauerbach ebenfalls seine Chancen nicht im Tor der Heimmannschaft unterbringen konnte, hatte das Ergebnis bis zur Halbzeit bestand. In Durchgang zwei suchte Fauerbach dann energischer die Entscheidung. Das 2:0 für die Gäste entsprach einer Kopie des ersten Treffers, Tarik Tosunoglu konnte in der 57. Minute erneut einen Eckball einköpfen. Ober-Wöllstadt hatte zwar noch einmal die Chance zum Anschluss, doch der Schuss von Gennaro Grazioso klatschte an die Latte. Besser Maß nahm auf der Gegenseite Andreas Baufeldt, sein 3:0 in der 62. Minute bedeutete schon eine Vorentscheidung. Diese besorgten dann Cristian Bodea (65.) und erneut Baufeldt (82.) zum 5:0. Das Ehrentor für die Gastgeber blieb letztlich Lars Menzel vorbehalten (88.). Somit stand am Ende schon der dritte Fauerbacher Sieg in Folge, verbunden mit dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Hannemann, Bechtloff, Grazioso, Düring, Gonzales, Schütz, Menzel, Schusterschitz, Menges, Portieri, Gondolg, Kurtz, Roskoni,

FCO Fauerbach: Michalak, Taitschinov, Tarik Tosunoglu, Walther, Hartmann, Baufeldt, Mosler, Bodea, Muvunyi, Tolga Tosunoglu, Muntean, Unverzagt, Richly, Michel, Brzezniak

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (7.) / 0:2 (57.) Tarik Tosunoglu, 0:3 (62.) / 0:5 (82.) Baufeldt, 0:4 ( 65.) Bodea, 1:5 ( 88.) Menzel – Schiedsrichter: Frank Heere. – Zuschauer: 80

 

Sechs Treffer in Petterweil

 

VfB Petterweil – SG Dorn-Assenheim/Weckesheim 4:2 (1:1): Einen wichtigen Sieg konnte der VfB Petterweil im Heimspiel gegen die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim bejubeln. Für beide Mannschaften stand in diesem Kellerduell einiges auf dem Spiel. Dies merkte man auch den Aktionen auf dem Platz an, Kampf war Trumpf auf dem Petterweiler Rasen. Und so dauerte es bis zur 39. Minute, ehe das erste Mal gejubelt werden konnte. Ein langer Ball erreichte Luca Campagna, der zur 1:0-Führung der Gastgeber einnetzte. Doch die Gäste schlugen postwendend zurück, Benjamin Lock konnte aus abseitsverdächtiger Position den Halbzeitstand erzielen. Nach dem Wechsel setzte zunächst Petterweil die Akzente. Benjamin Shakoory (55.) und erneut Luca Campagna (60.) mit seinem zweiten Tagestreffer brachten die Hausherren mit 3:1 in Führung. Marcel Kempf sorgte mittels Sonntagsschuss aus 35 m noch einmal für Spannung (65.) und verkürzte auf 3:2, doch der eingewechselte Eric Weber konnte in der 71. Minute einen Konter zur Petterweiler 4:2-Führung abschließen. Petterweils Spielertrainer Christian Balzer musste in der 76. Minute mit Gelb-Rot vom Platz, doch diese numerische Überzahl konnten die Gäste nicht nutzen. Petterweil konnte somit die drei Punkte für sich verbuchen.

VfB Petterweil: Geist, Streicher, Jung, Elbert-Neißner, Balzer, Sayit Okumus, Shakoory, Laaroubi, Seyit Okumus, Campagna, Roth, Kreibisch, Weber, Klötzl. Stein

SG Dorn Assenheim/Weckesheim: Pflug, Fritz, Patrick Ess, Strebert, Sibbe, Torben Zika, Koppe, Lock, Christopher Ess, Kempf, Mück, Armbrüster, Abdullah, Petri

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Baghdad Chikar. – Zuschauer: 40

 

Stabile Nieder-Wöllstädter

 

SV Gronau – SV Nieder-Wöllstadt 1:2 (1:1): Der SV Nieder-Wöllstadt hat erneut seine Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Diesmal musste der SV Gronau sich eingestehen, dass die »Roten« keine guten Gäste sind. »Der Sieg der Nieder-Wöllstädter geht voll und ganz in Ordnung. Unsere Gäste haben mehr in das Spiel investiert als wir und stehen somit zu Recht als Sieger fest«, lautete das faire Fazit des Gronauer Spielausschussmitglieds Stephan Firla. In der Tat kamen die Gäste auf dem Gronauer Kunstrasen besser in die Begegnung. Nicht verwunderlich war somit die 1:0-Führung aus der 20. Minute. Mevla Yigit war hier der Nutznießer eines Gronauer Torwartfehlers. Zwar konnte Kevin Müller nach Vorlage von Francisco Morgese postwendend wieder ausgleichen (23.), doch wirkten die Gäste weiter stabiler. »Wer weiß, was die Partie für einen Verlauf genommen hätte, wenn Gino Wirth seinen Alleingang erfolgreich abgeschlossen hätte«, trauerte Firla noch einer Gronauer Chance nach. Doch nachdem Felix Wagner in der 50. Minute eine mustergültige Vorlage von Mario de Oliveira Neto zur erneuten Gästeführung nutzen konnte, waren die Würfel in Gronau gefallen. Zu stabil präsentierten sich die Gäste aus Wöllstadt, als dass die Heimmannschaft diesen Sieg hätte noch mals gefährden können.

SV Gronau: Hegenauer, Morgese, Pereira, Notarangelo, Müller, Dechant, Wirth, Gökalp, Eich, Merten, Linsenmaier, Schäfer, Kroh, Arndt, Nickel

SV Nieder-Wöllstadt: Zink, Herdt, Philipp Wagner, Felix Wagner, De Oliveira Neto, Yigit, Pfeil, Bischoff, Czepa, Cakovic, Mendjiadeu, Göseke, Beder, Reitzammer, Schubert

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (20.) Yigit, 1:1 (23.) Müller, 1:2 (50.) Felix Wagner. – Schiedsrichter: Philip Pietrowski. – Zuschauer: 70

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