01. November 2018, 10:51 Uhr

Handball-Landesliga

Iteb Bouali: Viele Würfe in unteren Ligen »eine Überraschung«

Iteb Bouali besticht nicht nur durch sein ruhiges Spiel als Torwart, sondern auch durch lange und genaue Gegenstoß-Pässe. Im Interview verrät er die Geheimnisse der Wurfbilder in der Landesliga. Auch Trainer Martin Peschke war bei dem Gespräch dabei.
01. November 2018, 10:51 Uhr
Martin Peschke

Iteb Bouali besticht nicht nur durch sein ruhiges Spiel als Torwart, sondern auch durch lange und genaue Gegenstoß-Pässe. Im Interview verrät er die Geheimnisse der Wurfbilder in der Landesliga. Auch Trainer Martin Peschke war bei dem Gespräch dabei.

Wie interpretieren Sie das Torwartspiel, welche Voraussetzungen sind wichtig?

Iteb Bouali: Generell muss man erst mal den Mut haben, im Tor zu stehen. Es braucht gute Reflexe, Koordination, Geschwindigkeit und die Fähigkeit, noch im Spiel seine Gegner zu analysieren. Die Abwehr entsprechend anzuweisen, ist natürlich wichtig.

Sie haben einmal gesagt, es sei für einen Torwart leichter in der Bundesliga zu spielen, als in der Landesliga. Weshalb?

Bouali: Die Abwehr steht besser, die Absprachen stimmen. Jeder weiß, was zu tun ist. Die Spieler sind technisch besser. Insofern stimmt bei den Würfen alles: Sprung, Wurf, Timing. Bei aller Qualität ist das ausrechenbar. In unteren Klassen sind viele Würfe eine Überraschung.

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Sie haben jetzt eine gewisse Erfahrung mit unteren Klassen. Was ist Ihnen in der Landesliga besonders aufgefallen? Was sind Unterschiede zu dem, was Ihnen in Ihrer langen Karriere begegnet ist?

Bouali: Das Tempo ist nicht so hoch, die Anzahl der technischen Fehler dagegen höher. Es wird anders gepfiffen. Handball ist nun mal ein Kontaktsport. In der Landesliga wird schon bei normalen Kontakten schneller gepfiffen. Für die Spieler ist es nicht einfach, sich darauf einzustellen, denn für manche Aktionen sind Kontakte unerlässlich. Als positiv empfinde ich, dass man mit den Zuschauern besser in Kontakt kommt. Nach dem Spiel steht man zusammen und redet. Als Profi macht man seine Arbeit und geht dann nach Hause.

Neben vielen Paraden bestechen Sie durch sensationell geworfene Tempogegenstoß-Pässe, woher kommt das?

Bouali: Alles Übungssache. Hartes Training zahlt sich aus. Von nichts kommt nichts. Da der Handball insgesamt schneller geworden ist, muss sich ein Torwart anpassen und von hinten Tempo reinbringen.

Der TVP hat nun zehn Punkte und erscheint stabil, auch wenn es mal einen Ausreißer nach unten geben kann. Ist das Ziel Klassenerhalt zu revidieren? Was ist zu erwarten?

Bouali: Man sollte nicht vergessen, wo der Verein letztes Jahr stand. Sicher gehe ich in jedes Spiel, um zu gewinnen, aber zunächst geht es um Punkte für den Ligaerhalt.

Peschke: Ich stimme zu. Als Trainer habe ich das primäre Ziel, meine Spieler auszubilden, besser zu machen. Alles andere ergibt sich. Wir sind jetzt in den Wochen der Wahrheit mit Breckenheim, Holzheim und Linden. Danach schauen wir weiter.

In etwas mehr als zwei Monaten beginnt die WM in Deutschland und Dänemark. Wo landen Tunesien und Deutschland? Und wer wird Weltmeister?

Bouali: Tunesien sehe ich unter den ersten zwölf, also Hauptrunde. Deutschland kommt ins Halbfinale, und für Dänemark reicht es zum Titel. Sie spielen zu Hause, außerdem wird es Zeit für sie.

Können Sie schon absehen, wie lange sich die Wetterauer Handballfans noch über Ihr Torwartspiel freuen dürfen?

Bouali (lacht): Dafür ist es noch zu früh, ich habe da das Problem mit den Knochen.

Peschke: Iteb weiß, was wir wollen. Wir werden um ihn kämpfen. (ras)

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