Ironman

Ironman Frankfurt 9:52:10 Stunden – Wetterauer erfüllt sich Hawaii-Traum

Schon in Frankfurt bei der Ironman-EM werden die WM-Startplätze vergeben. Als dritter Nachrücker seiner Klasse jubelte Sebastian Felix Girg vom Triathlon Wetterau. Er darf nach Hawaii.
11. Juli 2018, 10:00 Uhr
Der Dortelweiler Karsten Kannenberg – hier auf der Laufstrecke am Main – finisht in 10:15 Stunden. (Foto web).

Seinen Traum von Hawaii erfüllt hat sich Sebastian Felix Girg (Triathlon Wetterau) am Sonntagnachmittag bei der Ironman-EM. Mit 9:52:10 Stunden Endzeit lief er strahlend durch das Ziel am Frankfurter Römer. »Die Gesamtzeit war nicht so doll, aber letztlich war die Radstrecke ja fünf Kilometer länger und deutlich härter«, sagte Girg. »Ein 16. Platz der über 400 Finisher in der M40 stimmt mich absolut zufrieden. Als es nach der Siegerehrung in der Frankfurter Eissporthalle an die Slot-Vergabe für Hawaii ging, war ich relativ zuversichtlich.« Auf dem dritten Nachrückerplatz feierte der Orthopäde die WM-Qualifikation. »Endlich darf ich an dem legendärsten Wettkampf in meinem Sport teilnehmen.«

Nach ordentlichem Schwimmauftakt von 1:00:20 Stunden rief er auf dem Zeitfahrrad in 5:17 Stunden eine souveräne Leistung ab. Auf den abschließenden vier Laufrunden am Main schob sich Girg immer weiter in seiner Altersklasse nach vorne. 3:27 Stunden zeigte die Uhr für die 42 Kilometer. »Und dass, obwohl ich bei Kilometer 15 bereits einen kleinen Einbruch hatte und mit Magen-Darm-Problemen kämpfen musste. Meine Familie und Freunde und die unzähligen Zuschauer haben mich motiviert, nicht aufzugeben und zu finishen.«

Ironman Frankfurt: Bad Nauheimer kämpft sich trotz Schmerzen durch

Der Bad Nauheimer Marco Dohle, Ligastarter vom Triathlon Wetterau, blieb in der ersten Disziplin um eine Sekunde unter einer Stunde. Auf dem Rad ging es bei Kilometer 120 los: Rücken- und Nackenschmerzen und starker Gegenwind in Richtung des nördlichsten Wendepunktes auf der Kaiserstraße setzten dem Intensivpfleger sehr zu. Im Marathon lief es bis Kilometer 18 mit einem Schnitt unter 5 relativ gut, dann verstärkten sich die Rückenprobleme. »Meine Familie hat mich so angefeuert, dass ein »Did not Finish« keine Option war«, sagte der 32-Jährige. 10:57 Stunden und Platz 91 in der M30 zeigte die elektronische Zeitnahme im Ziel.

Nach starkem Schwimmauftakt von 1:06 Stunden und 5:40 auf dem Rad ging Nadine Schmidt (Triathlon Wetterau) als Fünfte W30-Athletin auf die Laufstrecke. Hier entschied sie sich nach einer Runde aufgrund einer langwierigen Verletzung und Trainingsrückstand mit einem weinenden Auge zum Ausstieg. »Die Verletzungsgefahr wäre einfach zu groß gewesen«, bedauerte die Butzbacherin, die den Startplatz kurzfristig gewonnen hatte. Die beiden Wetterauer Christian Oppler (166. M35) und Alexander Liebert (170. M30) benötigten 11:32:22 und 12:12:35 Stunden. »Ich bin total happy, meine Zielvorgabe von zwölf Stunden so deutlich erfüllt zu haben«, freute sich Oppler. »Das viele Training hat sich für mich gelohnt.«

Ironman Frankfurt: Zu wenige gelbe Bojen im Waldsee

Karsten Kannenberg (Fun-Ball Dortelweil) finishte auf dem Frankfurter Römer in 10:15 Stunden als 31. der M45. »Das bedeutet für mich deutlich Bestzeit«, sagte Kannenberg zufrieden. »Die Hawaii-Quali habe ich leider um zwölf Plätze verpasst.« 13 Slots gab es in der mit über 400 Startern extrem stark besetzten Altersklasse. Allerdings nimmt nicht jeder Finisher seinen WM-Quali-Platz wahr, sodass die Chancen für Nachrücker gut sind. In den 3,8 Kilometern Freiwasserschwimmen im Langener Waldsee blieb der über 1,90 Meter große Dreikämpfer mit 58:19 Minuten deutlich unter einer Stunde. »Auf dem Rad habe ich am Anfang zu viel Gas gegeben, sodass ich hintenraus doch ziemlich kaputt war. Gigantisch auf jeden Fall die vielen tausend Helfer, die uns mit Anreichen von Schwämmen und Getränken physisch und psychisch unterstützt haben.«

Mehran Farasaty hatte genau wie sein Dortelweiler Vereinskollege Axel Keuneke Probleme mit der Orientierung im Langener Waldsee. »Die Sonne hat so stark geblendet, dass ich in der ersten 1,5-Kilometer-Runde vor dem Landgang und auf den letzten 800 Metern bis zur Wechselzone Richtung Osten Orientierungsprobleme hatte«, bedauerte der Urologe. »Es gab einfach viel zu wenige gelbe Bojen.« Damit lief Farasaty mit leichtem Zickzackkurs knapp fünf Minuten später als geplant den Anstieg zur Wechselzone hoch. Auf dem Rad lief es bis Kilometer 150 perfekt, 5:47 Stunden zeigte der Tacho für die 185 Kilometer. Nach 11:38 Stunden feierte Farasaty als 87. der M50 den Zieleinlauf auf dem roten Teppich und blieb damit deutlich im ersten Drittel seiner Altersklasse. Sein Vereinskollege Axel Keuneke finishte nach 12:56 Stunden, musste auf dem Rad und beim Laufen leichte Abstriche hinnehmen.

13:12 Stunden zeigte die Uhr im Ziel für Jens Hanke. Das bedeutete Platz 202 der M50. Im Schwimmen noch mit 1:11 Stunden absolut zufrieden, hatte er auf dem Rad schon gemerkt, dass es ein langer Tag werden würde. »Die Beine waren nicht mehr fit, ohne mein Supporter-Team von Fun-Ball Dortelweil und meine Familie hätte ich es nicht geschafft«, gestand Hanke. »Laufen war kaum noch möglich, hinzu kamen Magenprobleme und Rückenschmerzen. Ich bin dennoch total happy, die Finisher-Medaille und das -Shirt in meinen Händen zu halten.« Für den 50-Jährigen wird es nach drei Langdistanzen erstmal keinen weiteren Ironman geben.

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