Bilanz

In Petterweil und Griedel geht das Abstiegsgespenst um

In die Pause gehen die heimischen Landesliga-Vertreter nicht sorglos. Nur je 6:16-Punkte stehen für den TSV Griedel und den TV Petterweil zu Buche. Wir blicken auf die Hinrunde zurück.
20. Dezember 2017, 07:00 Uhr
Der Blick von Petterweils Trainer Heiko Trinczek verrät es: Mit den bisherigen Ergebnissen ist bei den Gelb-Schwarzen keiner so richtig zufrieden. (Foto: Keßler)

Beim TV Petterweil wollte man sich eigentlich früh aus dem Abstiegskampf verabschieden, um eine entspannte Runde spielen zu können. Obwohl man mit der Vorbereitung sehr zufrieden war, kam es anders. Eine Woche vor Saisonbeginn verletzte sich der aus Griedel kommende Torwart Marco Pajung so schwer am Meniskus, dass seine Laufbahn in Petterweil endete, ohne ein Pflichtspiel bestritten zu haben.

Steffen Günther, ebenfalls TVP-Torhüter, verletzte sich an der Schulter und stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Somit stand man kurz vor der Saison ohne Keeper da. Roger Flach (lange Pause) sowie der aus der zweiten Mannschaft kommende Niels Eckert mussten in die Bresche springen und das etablierte Gespann ersetzen. Jonas Kofflers Handbruch war der nächste Rückschlag.

Die ersten vier Rundenspiele gingen verloren und auch das Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Griedel brachte mit einem 24:24 nur einen Punkt. Danach folgten wieder zwei Niederlagen, ehe in Wettenberg der erste Sieg gelang. Das folgende Heimspiel gegen Eppstein brachte mit einem 27:27 wieder eine Enttäuschung. Ein Sieg war hier eingeplant, der in der folgenden Begegnung in Eddersheim mit 31:25 eingefahren wurde. Im letzten Spiel des Jahres verlor man beim derzeitigen Tabellenführer Linden mit 24:31.

Den Verantwortlichen war bereits nach wenigen Partien klar, dass es in dieser Spielzeit einzig um den Klassenerhalt geht und man in der Pflicht war, auf der Position im Tor zu handeln. Mit Christoph Schneiker kam ein junger Torhüter von der SF Budenheim, der in der Jugend beim Bundesligisten TBV Lemgo spielte. Außerdem wurde noch Julian Brücher geholt, der aus seiner Zeit in der Hüttenberger Jugend auf Erfahrung in der Jugend-Bundesliga vorweisen kann. »An den Fehlern, die insbesondere in Linden bestraft wurden, werden wir bis zum nächsten Spiel in Langgöns im Januar arbeiten. Durch die Rückkehr von Jonas Koffler werden wir flexibler«, erklärten Heiko Trinczek und sein »Co« Martin Peschke unisono. In Petterweil will man sich im neuen Jahr Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller hocharbeiten.

 

Weiß setzt auf neuen Schwung

 

Nach einer Vorbereitung mit guten Ergebnissen glich beim TSV Griedel die Hinrunde eher einer Achterbahnfahrt. In den ersten beiden Spielen gegen Linden und Langgöns war man zwar nicht die schlechtere Mannschaft, machte aber zu viele Fehler im taktischen Bereich und vergab die Punkte leichtfertig. Gegen die hoch gehandelte Mannschaft HSG Lollar/Ruttershausen gelang der erste Sieg, der dem Griedeler Spiel aber auch keine Sicherheit verlieh. Nach der hohen Niederlage gegen Kastel holte der TSV einen verdienten Punkt in Petterweil. Zu oft zeigte die Mannschaft jedoch unterschiedliche Gesichter. Beispielhaft war das Spiel in Oberursel. Zur Halbzeit führte man mit 20:15 und am Ende stand eine 29:34-Niederlage. Nach dem Sieg gegen Holzheim kam der Tiefpunkt der Hinrunde, eine Niederlage beim punktlosen Tabellenletzten in Wettenberg. Nach dieser enttäuschenden Leistung zog Trainer Marc Langenbach die Konsequenzen und trat zurück. In Griedel bedauert man diese Entwicklung und war der Auffassung, dass Mannschaft, Trainer und Verantwortliche auch schwierige Phasen durchstehen müssen, um ihre Verantwortung wahrzunehmen. Im letzten Spiel vor Weihnachten gegen Eppstein mit Interimstrainer Sascha Präger erlebte der TSV noch einmal eine Achterbahnfahrt. Aber im Gegensatz zu Oberursel diesmal mit gutem Ende. Nach einem 6:15-Rückstand kam die Mannschaft noch zu einem 30:30. »Dieser Teilerfolg wird Selbstvertrauen geben. Sechs Punkte und Platz elf vor dem letzten Vorrundenspiel im Januar sind keine üppige Ausbeute, aber der Abstand zu Platz acht beträgt nur zwei Punkte«, erklärte Teammanager Jürgen Weiß. »Wir sind der Auffassung, dass unsere Mannschaft mit der zweiten Hälfte der Liga mithalten kann. In der Pause werden wir an der Zusammensetzung des Trainerteams arbeiten, damit das Team mit neuem Schwung das Ziel Ligaerhalt angehen kann.«

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