09. November 2018, 12:00 Uhr

Hessenliga

Hessenliga: Zwei Teams mit viel Hoffnung im Abstiegskampf

Der FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg sind in der Hessenliga angekommen. Am Wochenende heißt es nachlegen, um sich im Kampf gegen den Abstieg weiter Luft zu verschaffen.
09. November 2018, 12:00 Uhr
Massé Bell Bell ist bei Türk Gücü Friedberg im wegweisenden Spiel bei der Spvgg. Neu-Isenburg am Sonntag wieder im Kader. Für Nuh Uslu und seinen FV Bad Vilbel geht es bereits heute Abend gegen den KSV Baunatal. (Foto: Chuc)

Obwohl Hessenliga-Spitzenreiter FC Gießen (gastiert am Samstag bei Viktoria Griesheim) am vergangenen Wochenende beim Titelrivalen Bayern Alzenau (am Sonntag in Ginsheim) mit 2:1 die Oberhand behielt, ist die Entscheidung darüber, welches Team Ende Mai nächsten Jahres den Sprung in die Regionalliga feiern darf, noch lange nicht gefallen: Beide Mannschaften trennen nach der Vorrunde gerade einmal vier Punkte, zudem haben die Alzenauer erst 16 Spiele absolviert, die Mittelhessen bereits 17.

Am anderen Ende der Tabelle sind ebenfalls keine klaren Konturen erkennbar. Sicher ist, dass ab Rang zehn (FV Bad Vilbel/20 Punkte) bis hinunter zum Schlusslicht FC Ederbergland (7 Punkte) acht Klubs mehr oder weniger stark um den Klassenerhalt bangen müssen. Die Tatsache, dass die Anzahl der Hessenliga-Starter in der kommenden Saison von 17 auf 18 aufgestockt werden soll, ändert daran wegen der gefürchteten Gleitklausel (Regionalliga-Absteiger erhöhen die Anzahl der Hessenliga-Absteiger von zwei auf möglicherweise bis zu fünf) gar nichts. Eben deshalb wäre nicht nur Bad Vilbel gut beraten, am Freitagabend vor eigenem Publikum gegen den Tabellenfünften KSV Baunatal tüchtig Gas zu geben, sondern am Sonntag auch der zweite Wetterau-Vertreter Türk Gücü Friedberg. Die mit 17 Zählern auf Position 13 rangierenden Kreisstädter gastieren bei der Spvgg. Neu-Isenburg (15./16), und auch dort herrscht angesichts der prekären Tabellensituation Alarmstufe eins.


Hessenliga: Türk Gücü Friedberg will den Kampf in Neu-Isenburg annehmen

Spvgg. Neu-Isenburg – Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 14.30 Uhr): »Ein Sechs-Punkte-Spiel«, sagt Friedbergs Coach Mustafa Fil und lässt damit keinen Zweifel aufkommen, welchen Stellenwert das Duell gegen die fünfmal in Serie sieglosen Neu-Isenburger (zwei Remis, drei Niederlagen) für ihn hat. Worauf es im Neu-Isenburger Sportpark ankommen wird, glauben Fil und sein Trainerpartner Gültekin Cagritekin genau zu wissen: »Ich gehe mal davon aus, dass wir mit ausschließlich technischen Fertigkeiten unser Ziel, die Punkte Nummer 18 bis 20 zu holen, wohl kaum erreichen können. Die Platzherren bevorzugen die kämpferische Variante. Darauf müssen wir uns einstellen, gegenhalten und Lösungen finden«, sagt Cagritekin. Dies auch umzusetzen, scheint durchaus machbar. Jedenfalls präsentierte sich die Türk-Gücü-Truppe seit Anfang Oktober mit einer Ausnahme (0:3-Heimpleite gegen Hessen Kassel) auf der Höhe, punktete in Fulda/Lehnerz und Baunatal optimal sowie bei den Unentschieden gegen Lohfelden, Waldgirmes und Gießen zumindest teilweise. In Sachen Personalausstattung am Wochenende sicher von Vorteil: Kevin Bassey Effiong und Torjäger Younes Bahssou sind nach Verletzungspausen möglicherweise wieder mit von der Partie – Stürmer Massé Bell Bell, der in Baunatal aus beruflichen Gründen fehlte, ist es ganz sicher. Dagegen stehen Vuk Toskovic (Muskelfaserriss) und Ertugrul Erdogan (Kniebeschwerden) definitiv nicht zur Verfügung, während der Einsatz des in Baunatal stark aufspielenden Mittelfeldspielers Filip Mitrovic (dicker Knöchel) gefährdet ist.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Grbovic), Bartel, Biber, Penava, Mitrovic (?), Takahashi, Usic, Tesfaldet, Akkus Rodriguez, Kohnke, Gürsoy, Bell Bell, Osman, Özyürek, Effiong (?), Bahssou (?), Smisek, Sabic, Savic.


Hessenliga: FV Bad Vilbel gegen Baunatal nicht mehr chancenlos

FV Bad Vilbel – KSV Baunatal (Freitag, 19.30 Uhr): Ende Juli war der FV Bad Vilbel mit einem 3:0 beim Mitaufsteiger Türk Gücü Friedberg gestartet. Fünf Tage später gab es den ersten Dämpfer für das Team von Trainer Amir Mustafic, das mit dem 0:2 beim KSV Baunatal noch gut bedient war. Anderen erging es danach ähnlich und Baunatal beendete die Vorrunde als Tabellenfünfter. Zuletzt allerdings schwächelten die Nordhessen, die nach vier Niederlagen in Serie am Freitagabend (19.30 Uhr) nicht als der uneingeschränkte Favorit zum Rückspiel ans Niddasportfeld kommen. Bad Vilbel ist zwar seit fünf Spielen unbesiegt, verschenkte aber zuletzt beim 2:2 zwei Punkte. Mustafic war »ein bisschen sauer« ob der mangelhaften Chancenverwertung – im Torabschluss hat das Team schon in einigen Spielen Probleme offenbart. »Wir haben zwei Punkte verschenkt, das ärgert einen natürlich«, sagt der Coach, der aber grundsätzlich mit der Entwicklung seines Teams zufrieden ist – auch und gerade, wenn er sich an das Spiel in Baunatal zurückerinnert: »Das war die verdienteste Niederlage überhaupt. Die haben damals richtig Gas gegeben und wir hatten keine Chance. Aber inzwischen haben wir Erfahrung gesammelt und wissen, was auf uns zu kommt. Es wird nicht mehr so leicht sein, gegen uns zu gewinnen.« Ganz neu für Mustafic ist die entspannte Personalsituation. Bis auf den beruflich verhinderten Oleg Huwa und den am Knie operierten Zoran Djordjevic stehen alle Mann zur Verfügung.

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